Die Sozialverbände im Kreis Höxter haben sich in einem konstruktiven Austausch mit dem Bundestagsabgeordneten Herrn Haase über die geplante Sozialstaatsreform verständigt. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Auswirkungen der Reform auf die Eingliederungshilfe sowie die Kinder- und Jugendhilfe.
Die Vertreterinnen und Vertreter der Sozialträger machten deutlich, welche Veränderungen derzeit diskutiert werden und welche Folgen diese für die tägliche Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Menschen mit Behinderungen und ihren Familien haben können. Gleichzeitig wurden die bereits heute bestehenden Herausforderungen in beiden Hilfesystemen geschildert – von steigenden Bedarfen über Fachkräftemangel bis hin zu komplexen gesetzlichen Vorgaben.
Ein weiteres zentrales Thema war der Bürokratieabbau. Die Sozialverbände betonten, dass umfangreiche Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben wertvolle Zeit und Ressourcen binden – Zeit, die in der direkten Unterstützung von Menschen dringend gebraucht wird. Der gemeinsame Wunsch ist, Verfahren zu vereinfachen und Hürden abzubauen, damit Hilfen schneller und unbürokratischer dort ankommen, wo sie benötigt werden.
Zum Abschluss waren sich alle Gesprächspartner einig, dass eine Sozialstaatsreform nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie die Erfahrungen der Praxis einbezieht. Die Sozialverbände im Kreis Höxter bringen täglich ihre Expertise aus der Arbeit mit Betroffenen ein und möchten den Reformprozess weiterhin aktiv und konstruktiv begleiten. Ziel muss ein Sozialstaat sein, der wirksam unterstützt, Teilhabe ermöglicht und gleichzeitig die Arbeit der sozialen Dienste erleichtert.



