Dank an die Realschule St. Michael für ihre großzügige Spende!

Paderborn – Ein riesiges Dankeschön an die Realschule St. Michael! Eure großzügige Spende von Schulmaterialien wird vielen Kindern und Jugendlichen in unserer Stadt helfen. Unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“ haben die Schülerinnen der Realschule St. Michael wieder fleißig gesammelt. Heute durften wir Kisten voller Hefte, Stifte, Rucksäcke, Schultornister und vieles mehr entgegennehmen. Nicole Vogt, unsere Leiterin der Schulmaterialienkammer, sagt: „Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft und dem Engagement. Diese Spenden sind eine große Hilfe für viele Familien in Paderborn. Wir freuen uns darauf, diese Materialien an bedürftige Kinder und Jugendliche weiterzugeben und ihren Schulstart zu erleichtern.“ Schulseelsorgerin Bettina Schmidt, die das Projekt begleitet, hat das Projekt auch in der Grundschule St. Michael bekannt gemacht. So kam ein ganzer Kofferraum voll Schulmaterial zusammen!Sie plant, diese tolle Aktion zusammen mit den motivierten Schülerinnen auch in Zukunft fortzusetzen. Vielen Dank nochmal an die Schülerinnen und an alle, die diese Spende ermöglicht haben! 

Spielen und Spaß auf dem Liethfest in Paderborn

Wir von der Diakonie haben uns auch dieses Jahr beim Liethfest beteiligt. Die Kinder konnten sich bei uns malerisch austoben, Buttons mithilfe unserer ehrenamtlichen Helferinnen gestalten und mit großen Legosteinen bauen. Das Liethfest, das dieses Jahr am 22. Juni stattfand, wird jährlich vom Lieth-Forum organisiert und von den Stadtteilen Auf der Lieth, Kaukenberg, Goldgrund und Springbach Höfe auf die Beine gestellt. Bei strahlendem Sonnenschein wurden neben der Kirche und der Minigolfanlage zahlreiche Programme für die Gäste, insbesondere Kinder, angeboten. Wir freuen uns über das gelungene Fest und bedanken uns bei uns bei allen Beteiligten für ihr Engagement und ihre Unterstützung.

29.475 Menschen fordern ein soziales NRWFreie Wohlfahrtspflege NRW übergibt Unterstützerstimmen an Landesregierung

Heute übergab die Freie Wohlfahrtspflege NRW im Rahmen ihrer Kampagne „NRW bleib sozial!“ 29.475 Unterstützerstimmen an die Landesregierung. Josefine Paul (Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen) und Karl-Josef Laumann (Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen) nahmen diese für die Landesregierung entgegen. Die Freie Wohlfahrtspflege NRW macht mit der Kampagne „NRW bleib sozial!“ auf die gravierenden Missstände in der sozialen Infrastruktur Nordrhein-Westfalens aufmerksam. Diese betreffen fast den gesamten sozialen Bereich: Kitas, Betreuungen in der Schule, Pflege und Beratungsangebote. Die zentralen Forderungen: Erhalt der sozialen Angebote der Freien Wohlfahrtspflege in NRW, langfristige und auskömmliche Finanzierung, Abbau des Fachkräftemangels und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine schlankere Bürokratie. Um diese Forderungen zu unterstützen, haben insgesamt 29.475 Personen ihre Stimme per Postkarte und digital gegeben. „Unsere sozialen Angebote sichern das Wohl unserer Gesellschaft. Die rund 30.000eingegangenen Postkarten und Unterschriften der Unterstützenden sind ein klares Signal an die Landesregierung, die soziale Infrastruktur aufrecht zu halten. Reduzierung von sozialen Angeboten und Schließungen von Einrichtungen müssen abgewendet werden,“ erklärte Hartmut KrabsHöhler, Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege NRW. „Wir fordern die Landesregierung auf, Verantwortung zu übernehmen und die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. Die Menschen in NRW verdienen eine verlässliche und funktionierende soziale Infrastruktur.“Die Freie Wohlfahrtspflege NRW hat bereits in der Vergangenheit zahlreiche Aktionen durchgeführt, um auf die Nöte im sozialen Bereich aufmerksam zu machen: 25.000 Menschen nahmen am 19. Oktober 2023 an einer Demonstration vor dem Landtag in Düsseldorf teil, um ein Zeichen gegenüber der Landespolitik zu setzen. Zuletzt fand vom 10. bis 14. Juni 2024 die Aktionswoche „Black Week“ statt, bei der zahlreiche Träger aus NRW auf Personalnot, Überbelastung, Unterbesetzung und Unterbezahlung in den Einrichtungen der Wohlfahrts- und Sozialarbeit hinwiesen. Weitere Informationen zu „NRW bleib sozial!“www.nrw-bleib-sozial.de

Hohe Anmeldezahlen bei der ersten Ausgabewoche der Schulmaterialienkammer der Diakonie

Die Paderborner Schulmaterialienkammer sieht sich in der ersten Ausgabewoche einer überwälti-genden Flut von Anfragen gegenüber. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Nachfrage nach Schulma-terialien drastisch angestiegen, was Bedeutung der Schulmaterialienkammer in der Unterstützung von Schülern und Familien deutlich unterstreicht. Nun sind die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fleißig mit dem Vorbereiten, Einkaufen und dem Ver-teilen des Materials beschäftigt. „Wir haben mit einer hohen Nachfrage gerechnet, aber die tat-sächlichen Anmeldezahlen sind deutlich höher als im Vorjahr“, sagt Nicole Vogt, Leiterin der Kammer, „unsere Bestände werden schnell aufgebraucht sein. Es ist offensichtlich, dass viele Familien auf diese Unterstützung angewiesen sind, um ihren Kindern einen guten Start ins Schul-jahr zu ermöglichen.“ Die Schulmaterialienkammer bietet eine breite Palette an Schulmaterialien an, darunter Hefte, Stifte, Zirkel, Farbkästen und andere wichtige Schulutensilien. Besonders hoch ist die Nachfrage nach Grundausstattungen für Erstklässler sowie nach den Materialien für weiterführende Schulen.Das Team der Schulmaterialienkammer arbeitet unermüdlich daran, allen Anfragen so schnell wie möglich nachkommen zu können und sicherzustellen, dass kein Kind ohne die notwendigen Mate-rialien in die Schule gehen muss. „Wir sind dankbar für die Unterstützung aus der Gemeinschaft und die zahlreichen Sach- und Geldspenden, die wir erhalten haben“, betont Vogt. Um der wachsenden Nachfrage weiterhin gerecht zu werden, ruft die Schulmaterialienkammer weiterhin zu Spenden auf. Besonders benötigt werden Schreibwaren, Schulranzen und Sportaus-rüstung. Geldspenden sind ebenfalls willkommen, denn durch diese wird eine individuelle Ausstat-tung je nach Materialliste jeder Schule und jeden Schuljahres ermöglicht. Spenden können während der Öffnungszeiten direkt bei der Schulmaterialienkammer abgegeben werden. Weitere Informationen finden Interessierte auf unserer Webseite www.diakonie-pbhx.de/schulmaterialienkammer/ oder telefonisch unter 0157 77686 418. Die Schulmaterialienkammer ist eine gemeinnützige Einrichtung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, SchülerInnen aus Paderborn mit den notwendigen Schulmaterialien zu versorgen. Das Mate-rial wird komplett aus Spenden finanziert, die Stadt Paderborn unterstützt die Schulmaterialien-kammer mit einem Betriebskostenzuschuss, das Lukas Gemeindezentrum stellt die Räumlichkei-ten zur Verfügung. Unser Ziel ist es, Chancengleichheit im Bildungsbereich zu fördern und Bild Diakonie Paderborn-Höxter e.V. v.l. Nicole Vogt (Leitung der Schulmaterialienkammer), (Ehrenamtliche der Schulmaterialienkammer der Diakonie)

Großzügige Spendenaktion der Malteser für die Bahnhofsmission Paderborn

Am vergangenen Wochenende ereignete sich eine herzerwärmende Aktion am Hauptbahnhof unserer Stadt: Die Malteser spendeten eine großzügige Menge an Schnitzeln an die Bahnhofsmission. Diese Aktion fand im Rahmen eines größeren Projekts statt, das darauf abzielt, Bedürftigen in unserer Gemeinschaft zu helfen und ihnen ein warmes Essen zu bieten. Die Bahnhofsmission, bekannt für ihre unermüdliche Arbeit zur Unterstützung von Obdachlosen und Menschen in Not, wurde von dieser großzügigen Spende überrascht. Schon früh am Morgen waren die Helfer der Malteser vor Ort, um die frisch zubereiteten Schnitzel an die Bahnhofsmission zu übergeben. Die Freude und Dankbarkeit bei den Empfängern war spürbar und zauberte vielen ein Lächeln ins Gesicht. „Es ist schön zu sehen, wie die Gemeinschaft zusammenkommt und einander unterstützt,“ sagte ein Sprecher der Malteser. „Gerade in Zeiten, in denen viele Menschen Schwierigkeiten haben, ist es wichtig, Solidarität zu zeigen und zu helfen, wo man kann.“ Die Aktion wurde von den Maltesern nicht nur logistisch unterstützt, sondern auch von zahlreichen freiwilligen Helfern, die ihre Zeit und Mühe investierten, um die Mahlzeiten vorzubereiten und zu verteilen. Dabei ging es nicht nur darum, Essen zu spenden, sondern auch ein Zeichen der Hoffnung und der menschlichen Verbundenheit zu setzen. Die Bahnhofsmission betonte, wie wichtig solche Spendenaktionen sind, um ihre Arbeit fortsetzen zu können. „Wir sind auf die Unterstützung von Organisationen wie den Maltesern angewiesen. Ohne solche Spenden wäre es uns nicht möglich, täglich so viele Menschen zu versorgen,“ sagte eine Vertreterin der Bahnhofsmission. Diese Aktion ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie durch Zusammenarbeit und Gemeinschaftssinn Großes erreicht werden kann. Die Malteser haben mit ihrer Spende nicht nur den Hunger vieler Menschen gestillt, sondern auch gezeigt, wie viel Mitgefühl und Engagement in unserer Gesellschaft vorhanden ist. In den kommenden Wochen sind weitere Aktionen geplant, um die Bahnhofsmission zu unterstützen. Die Malteser hoffen, dass ihre Initiative auch andere dazu inspiriert, sich zu engagieren und einen Beitrag für diejenigen zu leisten, die Hilfe benötigen. Foto Bahnhofsmission Paderborn v.l.: Stefan Rüther (Malteser), Hans-Ulrich Schaefer (Bahnhofsmission Paderborn), Bernhard Rüther (Malteser), Volker Hillebrand und Ulrike Jeremias (beide Bahnhofsmission Paderborn)

Ohne Wohlfahrt fehlt dir was: Herausforderung in der Schuldnerberatung

Schuldnerberatung spielt eine zentrale Rolle im sozialen Hilfesystem, besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit. Jedoch stehen Schuldnerberaterinnen und -berater vor erheblichen Herausforderungen, wenn wohlfahrtsstaatliche Strukturen unzureichend sind. Ohne ausreichende soziale Unterstützung haben viele Betroffene keinen Zugang zu wichtigen finanziellen Hilfen und Sozialleistungen. Die Komplexität der Schuldenproblematik, oft bedingt durch Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Scheidung, erfordert umfassende Beratung und Unterstützung, die über finanzielle Aspekte hinausgeht. Psychosoziale Belastungen wie Scham und Angst verschärfen die Situation zusätzlich. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, ist die Stärkung wohlfahrtstaatlicher Strukturen unerlässlich. Engere Zusammenarbeit zwischen sozialen Diensten, Bildungseinrichtungen und Gesundheitssystemen sowie kontinuierliche Fortbildung und Unterstützung für Berater sind entscheidend. Zudem ist die Förderung der Finanzbildung wichtig, um Verschuldung präventiv zu verhindern. Ein starkes soziales Sicherungssystem bildet die Grundlage für effektive Schuldnerberatung und nachhaltige finanzielle Stabilität der Betroffenen.

Mittagstisch der Diakonie in Höxter – Ein wichtiger Ort gegen Einsamkeit braucht Ihre Unterstützung

Der Mittagstisch der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. am Standort Höxter hat sich als wertvoller Treffpunkt für viele Menschen in unserer Gemeinde etabliert. Besonders ältere Menschen, Allein-stehende und sozial benachteiligte Personen finden hier jeden Montag nicht nur eine warme Mahl-zeit, sondern auch Gemeinschaft und Unterstützung. Doch um dieses wichtige Angebot weiterhin aufrechterhalten zu können, sind wir auf Spenden angewiesen. Der Mittagstisch der Diakonie ist weit mehr als nur eine Essensausgabe. Für viele Besucher ist es ein Ort des Austauschs und der sozialen Teilhabe. Hier entstehen Freundschaften, werden Ge-schichten geteilt und Hilfsangebote vermittelt. In einer zunehmend anonymen Gesellschaft leistet der Mittagstisch einen wertvollen Beitrag gegen Einsamkeit und soziale Isolation. Jeden Montag kommen zahlreiche Menschen zum Mittagstisch der Diakonie, um in angenehmer Atmosphäre eine gesunde und ausgewogene Mahlzeit zu genießen. Doch das Angebot geht weit über das leibliche Wohl hinaus. Unsere ehrenamtlichen Helfer stehen den Gästen mit Rat und Tat zur Seite, hören zu und bieten eine wertvolle Stütze im Alltag. Gerade für ältere Menschen, die oft allein leben, ist dieser Austausch von unschätzbarem Wert. Der Mittagstisch der Diakonie setzt hier an und schafft einen Raum, in dem Menschen zusammen-kommen, sich gegenseitig unterstützen und neue Kontakte knüpfen können. Dieses Angebot kann jedoch nur mit Ihrer Hilfe bestehen bleiben. Ihre Spende macht den Unterschied Um den Mittagstisch der Diakonie auch in Zukunft anbieten zu können, sind wir auf Spenden an-gewiesen. Mit Ihrer Unterstützung können wir die laufenden Kosten für Lebensmittel und andere notwendige Ausgaben decken. Jeder Beitrag, ob groß oder klein, hilft uns, dieses wichtige Projekt weiterzuführen und noch mehr Menschen zu erreichen. So können Sie helfen! Spenden können direkt auf das Konto der Diakonie überwiesen werden:   Diakonie Paderborn-Höxter e.V. (Standort Höxter) KD-Bank Münster IBAN: DE86 3506 0190 2105 0390 10Verwendungszweck: Spende Mittagstisch HX   Alternativ können Sie auch online spenden…. Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Ehrenamtliche des Mittagstisches der Diakonie

Schuldnerberatung der Diakonie bietet Sprechstunden in Jobcentern an!

Sprechstunde im Jobcenter Warburg Die Schuldnerberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. am Standort Warburg freut sich, bekannt zu geben, dass sie ab August eine neue Außensprechstunde im Jobcenter Kreis Höxter – Standort Warburg anbieten kann. Diese Erweiterung des Angebots ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen der Diakonie und dem Jobcenter, die darauf abzielt, den Ratsuchenden noch bessere Unterstützung in finanziellen Angelegenheiten zu bieten. Die Beraterin Herta Deuermeier bietet nun ab dem 6. August jeden ersten Dienstag im Monat von 9:00 bis 11:00 Uhr eine Sprechstunde im Jobcenter Kreis Höxter – Standort Warburg (Bahnhofstraße 26 in 34414 Warburg) an. Das Jobcenter des Kreises Höxter begrüßt diese Initiative der Diakonie und sieht darin eine wertvolle Ergänzung zu den bereits bestehenden Beratungsangeboten vor Ort. Durch die enge Kooperation können die Ratsuchenden nun direkt im Jobcenter auf die Schuldnerberatung zugreifen und erhalten so eine umfassende Betreuung aus einer Hand.Die Schuldnerberatung der Diakonie setzt sich seit Jahren dafür ein, Menschen in finanziellen Notlagen zu helfen und sie auf ihrem Weg zur Schuldenfreiheit zu unterstützen v.l. Maria Brakhane (Jobcenter Kreis Höxter) Herta Deuermeier (Schuldnerberatung der Diakonie) Vanessa Kamphemann (Vorstand und Geschäftsführung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V.) und Bernd Zymer (Jobcenter Kreis Höxter)Bild: Diakonie Paderborn-Höxter e.V.

AG-Wohlfahrt warnt vor Folgen von Kürzungen im Sozialbereich

Presseartikel Paderborn (28.06.2024) – Schon ein einziger Schicksalsschlag wie eine schwere Krankheit, ein Un- oder Todesfall kann die Welt einer ganzen Familie aus den Fugen geraten lassen. Dann unterstützen die Beratungsdienste der freien Wohlfahrtspflege die betroffenen Menschen mit Rat und Hilfe. „Diese Hilfsangebote sind elementare Bestandteile unserer Demokratie, nicht umsonst hat Deutschland das Sozialstaatsprinzip im Grundgesetz als Staatsziel verankert. „Ziel der Politik und Gesetzgebung ist es also, für soziale Sicherheit und Gerechtigkeit zu sorgen. Dieses Ziel lässt sich jedoch kaum erreichen, wenn in diesem Bereich weiter der Rotstift angesetzt wird“, sagte Ulla Hoentgesberg, Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und aktuell Sprecherin der AG Wohlfahrt im Kreis Paderborn zum Auftakt einer gemeinsamen Pressekonferenz der freien Wohlfahrtspflege in Paderborn.Mit der Pressekonferenz laden prominente Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitsgemeinschaft AG-Wohlfahrt, die Arbeiterwohlfahrt (AWO), die Caritas Paderborn und die Caritas Büren, die Diakonie, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und der Paritätische Wohlfahrtsverband die Politik ein zum Dialog. „Wenn wir in diesem sensiblen Bereich sparen, kommt das den Steuerzahlern langfristig viel teurer zu stehen“, sagt Hoentgesberg. Leider sei das Beratungsangebot in Gänze nur den wenigsten bekannt: Ganztagsschulen, Kindertagesstädten, das breite Kur- und Freizeitangebot für Bedürftige, unterschiedliche Beratungsangebote für Zugewanderte, die allgemeine Sozialberatung, die Sucht- oder Schuldnerberatung, um nur einige Beispiele zu nennen. Bereits heute seien all diese Angebote unterfinanziert.Am Beispiel der Schuldnerberatung erklärt der Vorstand des Caritasverbandes im Dekanat Büren e.V., Christian Bambeck, die Folgen von Sozialabbau: Die Schuldnerberatung hilft überschuldeten Menschen, ihre Schulden zu tilgen oder zu reduzieren und die soziale Existenz zu sichern. Kreisweit nehmen rund 1.600 Klienten diesen Dienst in Anspruch, darunter sind 28,3 Prozent Alleinerziehende, 27,3 Prozent durch Erkrankung oder einen Schicksalsschlag betroffene Menschen. Die Schuldnerberatung unterstützt die Betroffenen umfangreich bei ihrem Weg aus der Schuldenkrise. Damit werden sie längerfristig wieder in die Lage versetzt, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Denn nicht selten kann Überschuldung zum Verlust der Wohnung und des Arbeitsplatzes führen. „Wer hier spart, schüttet das Kind mit dem Bade aus. Denn wenn sich die Wartezeiten für die Verschuldeten verlängern, dann droht unter anderem ein weiteres Abrutschen in Sozialleistungen“, so Bambeck.Beispiele wie diese gibt es sehr viele. Die AG Wohlfahrt rief die Sozialpolitiker in Stadt und Kreis Paderborn auf, vor weiteren Kürzungen mit den Trägern der freien Wohlfahrtspflege ins Gespräch zu kommen. Denn bereits jetzt sei die desolate finanzielle Situation der Beratungsangebote belegt. Eine Blitzumfrage der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) aus der vergangenen Woche zeige das eindrücklich. Bei der Blitzumfrage hatten sich bundesweit 8.297 Träger über alle Verbandsgruppen hinweg beteiligt; davon 2.369 aus NRW. Dies sind die wichtigsten drei Ergebnisse: Fast zwei Drittel der Einrichtungen und Organisationen der Freien Wohlfahrtspflege mussten aufgrund finanzieller Schwierigkeiten in den vergangenen beiden Jahren ihre Angebote einschränken oder ganz einstellen. 63,8 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Angebote und Leistungen einschränken mussten. Bei 14,7 Prozent der Befragten führte dies sogar dazu, dass Angebote und Leistungen gänzlich eingestellt werden mussten.  Mehr als drei Viertel der Befragten rechnen damit, ihre Angebote auch 2025 weiter zurückfahren zu müssen. 75,6 Prozent der Befragten erwarten, dass sie 2025 weitere Angebote und Leistungen zurückfahren müssen. Dabei gaben 22 Prozent an, dass Angebote und Leistungen ganz wegfallen könnten. Mehr als 70 Prozent der Einrichtungen und Organisationen befürchten, dass sich die Reduzierung der Angebote negativ auf demokratisches Engagement vor Ort auswirken wird. Vielfach sind die Einrichtungen und Organisationen der Freien Wohlfahrtspflege in ihren Quartieren, Städten und Regionen Ankerpunkte für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement. 70,5 Prozent der Befragten sind sich sicher oder befürchten, dass dieses Engagement durch den Wegfall ihrer Angebote und Leistungen ebenfalls zurückgehen wird.Hoentgesberg erinnert die Sozialpolitiker an ihre soziale Verantwortung: „Die fatalen Auswirkungen weiterer Kürzungen in der sozialen Infrastruktur und bei der Förderung von Freiwilligem Engagement auch im Bundeshaushalt 2025 werden sehr bald auf uns alle zurückfallen und unsere Demokratie weiter belasten. Es ist einfach nicht akzeptabel, dass Ungleichheit und Armut die Grundlagen sozialer und politischer Teilhabe gefährden.“ Über die AG Wohlfahrt Die Wohlfahrtsverbände in Paderborn – die Arbeiterwohlfahrt Paderborn, die Caritasverbände Paderborn und Büren, das Deutsche Rote Kreuz Paderborn, die Diakonie Paderborn-Höxter, sowie der Paritätische Paderborn – haben sich zusammengeschlossen mit dem Ziel, die soziale Arbeit weiterzuentwickeln und die bestehenden Angebote zu sichern. Die Mitglieder der AG Wohlfahrt sind zusammen der größte Arbeitgeber der Region im sozialen Sektor. Mit ihrem vielfältigen Spektrum an sozialen Dienstleistungen bieten sie den Menschen Unterstützung und Hilfe: Für Kinder, Jugendliche und Familien, Seniorinnen und Senioren, von Armut Betroffene, Kranke, Verschuldete, Menschen mit Behinderung sowie pflegebedürftigen Menschen mit Migrationshintergrund.

Sozialberatung der Diakonie und ihrer Formularlotsen ziehen Bilanz

Sozialberatung der Diakonie Die Sozialberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. hat im vergangenen Jahr wieder zahlreiche Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützt. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf den Formularlotsen, die vielen Ratsuchenden durch den Dschungel der Bürokratie geholfen haben.  Die Diakonie ist eine zentrale Anlaufstelle für Menschen, die sich in sozialen Notlagen befinden. Sie bietet umfassende Beratungs- und Unterstützungsleistungen an, um die Lebenssituation der Betroffenen nachhaltig zu verbessern. Das vergangene Jahr war geprägt von Herausforderungen, die durch wirtschaftliche Unsicherheiten, prekäre Wohnsituationen und persönliche Überlastung und Schicksalsschläge verschärft wurden. Die Sozialberatung der Diakonie hat durch ihre engagierte Arbeit dazu beigetragen, dass viele Menschen die notwendige Unterstützung erhielten. Im Mittelpunkt standen dabei Themen wie: Finanzielle Probleme (Beantragung von Jobcenterleistungen, Sozialhilfe und anderen staatlichen Leistungen) Unterstützung bei Behördenangelegenheiten und beim Ausfüllen von verschiedenen Anträgen (z.B. Beantragung von Schwerbehindertenausweisen) Seelische, psychische und körperliche Belastungssituationen (Unterstützung bei der Suche nach Therapeuten und Fachärzten, Möglichkeiten zum Gespräch, um überbelastende und negative Erfahrungen im geschützten Raum sprechen zu können)  Beratung rund um die Themen Familie, Erziehung und Beziehungen (Unterstützung für Familien in Notlagen, inklusive Erziehungsberatung und Vermittlung von Hilfsangeboten) Hilfe bei der Wohnungssuche und beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen. Eine besonders wertvolle Ergänzung der Sozialberatung sind die Formularlotsen der Diakonie. Diese speziell geschulten Mitarbeiterinnen unterstützen die Ratsuchenden dabei, die oft komplexen Anträge und Formulare korrekt auszufüllen. Viele Menschen scheitern an den bürokratischen Hürden und benötigen Hilfe, um die ihnen zustehenden Leistungen zu beantragen. Im vergangenen Jahr haben die Formularlotsen viele Klienten bei ihren Anliegen unterstützt. Dabei haben sie nicht nur beim Ausfüllen der Formulare geholfen, sondern auch erklärt, welche Unterlagen dafür notwendig sind und wo diese besorgt werden können. Die Ergebnisse dieser Arbeit sind beeindruckend: Dank der Hilfe der Formularlotsen wurden deutlich mehr Anträge erfolgreich bewilligt. Korrekt und vollständig ausgefüllte Anträge führten zu schnelleren Bearbeitungszeiten bei den Behörden. Durch diese Unterstützung konnten viele Fehler vermieden werden, die sonst zu einer Ablehnung der Anträge geführt hätten. Die Ratsuchenden fühlten sich mit ihren Anliegen und Problemen ernst genommen und unterstützt und erfuhren dadurch Verbesserungen in ihrer wirtschaftlichen und persönlichen Situation.Die Diakonie zieht eine positive Bilanz ihrer Arbeit im vergangenen Jahr. Die Nachfrage nach Sozialberatung und Unterstützung durch die Formularlotsen ist ungebrochen hoch. Die Herausforderungen bleiben groß, vor allem angesichts der sich ständig ändernden sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Insgesamt zeigt die Bilanz der Sozialberatung der Diakonie und ihrer Formularlotsen, wie wichtig diese Arbeit für die Gesellschaft ist. Sie bietet Menschen in Not nicht nur kurzfristige Hilfe, sie ermutigt und befähigt die Ratsuchenden, ihre Ressourcen zu sehen und an der langfristigen, positiven Veränderung ihrer Lebensumstände mitzuarbeiten und dadurch die eigene Selbstwirksamkeit zu entdecken. Sie möchten gerne einen Termin vereinbaren?  Ansprechperson:Elisabeth Keller  Tel.: 0176 21 36 35 84 sozialberatung@diakonie-pbhx.de

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