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2020 05 19 Abbildung Schuldnerberatung final kl
Wie sich eine Überschuldungssituation materiell und vor allen Dingen psychisch auf Kinder auswirkt, macht die Aktionswoche der Schuldnerberatung zum Thema.

Kreis Paderborn/Kreis Höxter (dph). Schuldnerberaterinnen und -berater arbeiten in der Regel mit Erwachsenen zusammen. Kinder kommen ab und zu in Begleitung ihrer Eltern, meistens dann, wenn keine Betreuung gewährleistet ist. „Wir können meist nur ahnen, wie sich die Überschuldungssituation materiell und vor allen Dingen psychisch auf Kinder auswirkt“, sagt Stefanie Michalsky von der Schuldnerberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V.

Wie wirkt das auf ein Kind, wenn sich Eltern häufig über Geld streiten? Was empfinden Kinder für eine Not, wenn eine Wohnungsräumung oder Energiesperre droht oder durchgeführt wird? Kinder sind diesen Situationen noch hilfloser ausgesetzt als die Erwachsenen. Sie verstehen oft nicht, weshalb die Eltern verzweifelt sind und beziehen die Situation auf sich.

Abgesehen von den Krisensituationen sind Kinder aus überschuldeten Familien arm. Sie unterliegen damit den Ausgrenzungen, die arme Familien treffen. Kino oder Zoobesuche, oder sich mit Freunden im Schwimmbad treffen ist oft nicht im Haushaltsbudget drin. Die Teilnahme an Kindergeburtstagen ist nicht möglich, weil das Geld für ein Geschenk fehlt. Die Coronakrise trägt zur Verschärfung der Ausgrenzung bei. So verfügen zum Beispiel Kinder aus Haushalten, die auf Arbeitslosengeld angewiesen sind, nicht immer über einen Computer, um während der Schulschließungen Aufgaben zuhause bearbeiten zu können.

„WirSchuldnerberaterinnen und -berater begrüßen daher, dass die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) den Fokus ihrer bundesweiten Aktionswoche auf die Kinder in überschuldeten Familien legt.“ sagt Michalsky. „Wir erleben immer wieder, wie überfordert Familien und vor allem Alleinerziehende mit der Sicherstellung von Unterhalt für ihre minderjährigen Kinder sind.“ Unterhaltsklagen einzureichen, Kindergeld, Kindergeldzuschlag, Unterhaltsvorschuss sowie Bildungs- und Teilhabepakete bei verschiedenen Behörden zu beantragen, sei kompliziert, erklärt die Schuldnerberaterin. Hier fordert die AG SBV eine Vereinfachung und eine einfache grundlegende finanzielle Absicherung für Kinder, die dem Entwicklungsstand angepasst ist und endlich den Forderungen des Bundesverfassungsgerichtes entspricht.

Besonders benachteiligt sind häufig überschuldete Patchworkfamilien. Bei der Berechnung von Sozialleistungen werden alle Einkünfte der Lebensgemeinschaft auf die Hilfe angerechnet. Im Zwangsvollstreckungsrecht kann der Schuldner dies nicht geltend machen. Hier werden nur leibliche oder adoptierte Kinder bei einer Pfändung berücksichtigt. Da Stiefkinder nicht berücksichtigt werden, ist das Existenzminimum dieser Familien häufig nicht gesichert. „Diesen Widerspruch verstehen weder Klienten noch wir Berater, denn alle Kinder sitzen ja am Tisch und wollen versorgt werden“, betont Stefanie Michalsky. Sie unterstützt daher die Forderung, Sozialrecht und Vollstreckungsrecht so anzupassen, dass alle Kinder geschützt sind.

Michalsky teilt außerdem die Forderung der AG SBV nach einer systematischen finanziellen Allgemeinbildung in Kitas, Schulen und außerschulischen Einrichtungen. Schuldnerberaterinnen und -berater berichteten nur sehr selten Kindern und Jugendlichen von ihrer Arbeit, weil es nicht ihre Kernaufgabe sei.

Die AG SBV fordert auch ein Recht auf Schuldnerberatung für alle, unabhängig vom Einkommen. „Es ist zu befürchten, dass die Coronakrise große Auswirkungen auf kleinere und mittlere Einkommen haben wird. In diesem Fall sollte die Begrenzung von 25 Prozent der Beratungskapazität für Familien, die kein ALG II oder Grundsicherungsleistungen beziehen, im Kreis Paderborn aufgehoben werden“, so Michalsky.

„Auch Kinder können schon überschuldet sein, zum Beispiel durch Rückforderungsansprüche von Sozialbehörden, ein überschuldetes Erbe oder wenn Kaufsüchtige Verträge auf den Namen von Kindern abschließen“, erklärt Michalsky. Es gibt zwar eine gesetzliche Regelung für den Haftungsschutz bei Minderjährigen, aber die Betroffenen müssen mit 18 selbst aktiv werden, um diesen Schutz zu erhalten. Hier sollte zumindest eine Verschuldung durch das Sozialrecht von vornherein ausgeschlossen sein, so die Forderung der AG SBV.

Kontakt:
Kreis Paderborn:

Auch in der Coronakrise kann die Schuldnerberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. in Paderborn erreicht werden. Hilfe kommt über Telefon und Mail. Anlaufstelle ist das Sekretariat der Schuldnerberatung, von dort werden Ratsuchende zu den Beraterinnen und -beratern vermittelt.
Telefon: (05251) 54018-48 oder 54018-42; Mail:  koskinas(at)diakonie-pbhx.de oder gans(at)diakonie-pbhx.de

Höxter:
Auch in der Coronakrise kann die Schuldnerberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. in Höxter erreicht werden. Hilfe kommt über Telefon und Mail: Tel. (05271) 2204 oder edwards(at)diakonie-pbhx.de

Warburg:
Auch in der Coronakrise kann die Schuldnerberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. in Warburg erreicht werden. Hilfe kommt über Telefon und Mail: Tel. (05641) 788813 oder vornweg(at)diakonie-pbhx.de.





 

2018 11 22 Regenbogen Aktion Sucht 1 kl

Mit der „Rauschbrille“ wurden das Aufheben von Münzen und eines Schlüssels unter Alkoholeinfluss simuliert. Foto: Diakonie

Paderborn (dph). Eine Präventionsveranstaltung zum Thema Sucht hat in derAnlaufstelle für Jugendliche „Unter dem Regenbogen“ der Diakonie-Paderborn-Höxter e.V. auf dem Kaukenberg stattgefunden. Die Jugendlichen konnten sich über unterschiedlichste Suchtmittel informieren und Fragen stellen. Besonders wurde auf den Umgang mit Alkohol und das bei Jugendlichen sehr verbreitete Shisha-Rauchen eingegangen.

Es gab die Möglichkeit, die Folgen von Suchtmitteln interaktiv auszuprobieren und so ins Gespräch zu kommen. Dafür war ein kleiner Parcours aufgebaut, der mit einer sogenannten „Rauschbrille“ absolviert werden musste. Die Brille suggerierte einen Alkoholwert von 1,3 Promille.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Caritas Paderborn, Suchtberatungsstelle Lobby und dem No1, der städtischen Einrichtung für Jugendliche Auf der Lieth, statt.

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Zu den Aufgaben gehörte es, mit der aufgesetzten „Rauschbrille“ ein Schloss zu öffnen. Foto: Diakonie

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Bei der Präventionsveranstaltung wurde über unterschiedlichste Suchtmittel informiert. Foto: Diakonie




 





Paderborn (dph). In der neuen Gruppe der Psychosozialen Krebsberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. für Jugendliche, bei denen ein Elternteil an Krebs erkrankt ist, sind noch Plätze frei. Gedacht ist die Gruppe für Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren. Sie findet immer freitags von 16.30 bis 18 Uhr in der Diakonie-Beratungsstelle, Riemekestraße 12 (2. Obergeschoss) statt.

Einmal in der Woche treffen sich die Jugendlichen, um gemeinsam kreativ zu sein, Filme zu schauen, Ausflüge zu machen und miteinander zu reden. Die Jugendlichen können sich so aktiv und offen einbringen, wie sie möchten. Das Angebot ist kostenlos, unterliegt der Schweigepflicht, und die Teilnahme ist unabhängig von Nationalität und Religionszugehörigkeit. Die neue Gruppe möchte die Jugendlichen stärken und ihnen das Gefühl von Gemeinschaft geben – als aktive Hilfe im Heilungsprozess der erkrankten Eltern.

Gefördert wird die Jugendgruppe von der Aktion Lichtblicke.

Kontakt: Sandra Schöning, Tel. (05251) 54018-41; E-Mail: riemeke(at)diakonie-pbhx.de


2017 05 30 S Schoening Jugendgruppe Krebsberatung kl
Begleitet die Jugendgruppe: Sandra Schöning. Foto: Diakonie


Paderborn (dph). Die Psychosoziale Krebsberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. erweitert ihr Angebot für Familien. Neben der bestehenden Kindergruppe wird eine neue Gruppe für Jugendliche, bei denen ein Elternteil an Krebs erkrankt ist, eingerichtet. Gedacht ist die Gruppe für Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren. Sie findet ab dem 9. Juni immer freitags von 16.30 bis 18 Uhr in der Diakonie-Beratungsstelle, Riemekestraße 12 (2. Obergeschoss) statt.

Einmal in der Woche treffen sich die Jugendlichen, um gemeinsam kreativ zu sein, Filme zu schauen, Ausflüge zu machen und miteinander zu reden. Die Jugendlichen können sich so aktiv und offen einbringen, wie sie möchten. Das Angebot ist kostenlos, unterliegt der Schweigepflicht, und die Teilnahme ist unabhängig von Nationalität und Religionszugehörigkeit.

Die neue Gruppe möchte die Jugendlichen stärken und ihnen das Gefühl von Gemeinschaft geben – als aktive Hilfe im Heilungsprozess der erkrankten Eltern.

Gefördert wird die Jugendgruppe von der Aktion Lichtblicke.

Kontakt: Sandra Schöning, Tel. (05251) 54018-41; E-Mail: riemeke(at)diakonie-pbhx.de


2016 02 09 Kreativwettbewerb Armut


Kreis Paderborn. Noch bis zum 15. April 2016 können junge Menschen von 6 bis 21 Jahren (Einzelpersonen oder Gruppen) am Kreativwettbewerb „Was heißt schon arm?“ teilnehmen. Veranstalter ist das Netzwerk „Der Kreis Paderborn hält zusammen“, in dem unter anderem die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. Mitglied ist.

Die Aufgabe lautet, eine Antwort auf die Frage „Was heißt schon arm?“ zu finden und sie kreativ darzustellen. Möglich sind Bilder, Fotos, Videos (max. 3 Min.), Gedichte, Audiobeiträge (max. 3 Min) und vieles mehr.

Eine Jury wird die eingesandten Beiträge sichten und bewerten. Die Finalisten werden dann im Rahmen des Kreisfamilientags am 29. Mai 2016 in Hövelhof präsentiert und die Gewinner prämiert. Die Jury besteht aus Vertretern aus Kunst, Kultur und Gesellschaft. Karsten Strack, Tim Bolte & Julian Jakobsmeier, Tobias Fenneker, Herman Reichold und Marlis Stachowitz werden die eingesandten Beiträge bewerten. Die Schirmherrschaft für den Wettbewerb hat dankenswerter Weise der Paderborner Poetry-Slammer Dean Ruddock übernommen.

Als Preise winken unter anderem Gutscheine für Kino, Theater, Schwimmbad, Museum und für einen glücklichen Einzelgewinner ein Rundflug über Paderborn. Mehr Informationen zur Teilnahme am Kreativwettbewerb „Was heißt schon arm?“ gibt es auf der Internetseite des Netzwerks: www.der-kreis-paderborn-hält-zusammen.de


Move (Motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen)
Kontakt: Anja Vorlicek
Tel. 05641 78 88-15 oder
vorlicek(at)diakonie-pbhx.de

Was ist MOVE?
Ein Schulungsprogramm für Multiplikatoren, die mit konsumierenden Jugendlichen in Kontakt kommen und lernen sollen, mit denen darüber ins Gespräch zu kommen.
Das Konzept von MOVE stützt sich auf internationale Erfahrungen mit Kurzinterventionen: Kurze Beratungsgespräche sind nicht nur besser als gar keine, ihr Effekt ist dem von langfristigen Interventionen durchaus vergleichbar.

Attraktiv für die Beratung von konsumierenden Jugendlichen sind sie vor allem dadurch, dass sie in unterschiedlichen Situationen- auch "zwischen Tür und Angel"– stattfinden können.

  • Motivation der Kinder und Jugendliche sich mit seinem Konsumverhalten auseinander zu setzen oder etwas daran zu verändern
  • Denkanstöße
  • Ziele formulieren
  • Verbesserung der Kommunikation zwischen Kontaktpersonen und Jugendlichen

Für wen ist das Konzept geeignet?
Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus:

  • Schulen
  • Außerschulische
  • Jugendarbeit
  • Einrichtungen
  • der Jugendhilfe
  • Sportvereinen

Jugendliche

Kinder und Jugendliche probieren sich aus, sind auf der Suche, entwickeln sich.

Wir gehen auf ihre unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse ein, unterstützen und
fördern sie. Wir machen uns stark für Kinder und Jugendliche - Ihre Diakonie in Warburg.

 

Kontakt: Dietmar Kraul
Tel. 05271 2204 oder
kraul(at)diakonie-pbhx.de
WAR Kraul 2252 3

Stärkung der Finanzkompetenz
Wir bieten in Höxter Schuldenprävention für alle Abschlussklasen. Ein Mitarbeiter der Diakonie kommt in die Schulen und gibt einen Überblick über die Schuldenproblematik sowie die Auswirkungen auf das Alltagsleben. Er informiert über Lebensunterhaltskosten und verschiedene Kreditformen, Haushaltsplanung, Finanzierung von Wohnung, Auto oder Handy. Ziel ist es, die Jugendlichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld zu sensibilisieren.

 

Move (Motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen)
Kontakt: Anja Vorlicek-Auspurg
Tel. 05641 78 88-15 oder
vorlicek(at)diakonie-pbhx.de
 WAR Vorlicek Auspurg 005

Ein Schulungsprogramm für Multiplikatoren, die mit konsumierenden Jugendlichen in Kontakt kommen und lernen sollen, mit diesen darüber ins Gespräch zu kommen.
Das Konzept von MOVE stützt sich auf internationale Erfahrungen mit Kurzinterventionen: Kurze Beratungsgespräche sind nicht nur besser als gar keine, ihr Effekt ist dem von langfristigen Interventionen durchaus vergleichbar.
Attraktiv für die Beratung von konsumierenden Jugendlichen sind sie vor allem dadurch, dass sie in unterschiedlichen Situationen - auch "zwischen Tür und Angel" - stattfinden können.
Move-Fortbildungen werden gemeinsam von zwei zertifizierten Move-Trainerinnen aus der Sucht- und Jugendhilfe angeboten.

  • Motivation der Kinder und Jugendlichen, sich mit ihrem Konsumverhalten auseinander zu setzen oder etwas daran zu verändern
  • Denkanstöße
  • Ziele formulieren
  • Verbesserung der Kommunikation zwischen Kontaktpersonen und Jugendlichen

Für wen ist das Konzept geeignet?
Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus:

  • Schulen
  • Außerschulischer Jugendarbeit
  • Einrichtungen der Jugendhilfe
  • Sportvereinen

Weitere Informationen finden sie hier

move

Hilfe Für Flüchtlinge

 

 

Termine - Höxter

Jeden 1. Donnerstag im Monat: 14 bis 15 Uhr Schulmaterialienkammer in Höxter, Brüderstr. 7


Höxteraner Mittagstisch, jeden Di. u. Do. 12 bis 13.30 Uhr, Brüderstraße 7


Sprachkurse für Flüchtlinge Kontakt: Dipl. Sozialpädagogin Elke Harms: 0176 61155297


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    • Arbeiten bei der Diakonie: Hier finden Sie unsere aktuellen Stellenangebote