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Anzeige der Artikel nach Schlagwörtern: Jugendliche

2021 09 21 Schulden Ausstellung Bad Driburg B Kl

Die Ausstellung „Schulden sind doof und machen krank“ – hier die Eröffnung im Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Driburg – richtete sich besonders an junge Menschen. Foto: Diakonie Paderborn-Höxter

Kreis Höxter/Kreis Paderborn (dph). Die Wanderausstellung „Schulden sind doof und machen krank“ war in den vergangenen Monaten in evangelischen Kirchengemeinden in den Kreisen Höxter und Paderborn zu sehen. In Kooperation mit den Gemeinden zeigte die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. sie in Bad Driburg und Warburg sowie in Borchen, Büren und Elsen. Zum Besuch waren besonders Schulklassen und Konfirmandengruppen eingeladen, denn die Ausstellung richtete sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Sie umfasste zahlreiche bunte Texte und viele witzige, aber auch nachdenkliche Comics, die das Thema noch einmal bildlich und farbenfroh aufnahmen.

„Die Ausstellung war, auch dank der guten Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden, ein Erfolg“, sagt Vanessa Kamphemann, Vorstand der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. „Wir konnten sie in fünf Gemeinden zeigen, haben vor Ort Präventionsarbeit geleistet und so viele Jugendliche mit diesem für sie sehr wichtigen Thema erreicht.“

Immer mehr Jugendliche würden bereits früh mit Schulden ins Leben starten und ohne es zu merken in den Teufelskreis der Verschuldung geraten, aus dem sie oft ohne Hilfe nicht mehr herauskommen würden, betont Vanessa Kamphemann. „Junge Menschen sind begeisterungsfähig, offen für Trends und in ihren Entscheidungen leicht zu beeinflussen. Gleichzeitig suchen sie nach Orientierung und Identität. Das macht sie für Marketingstrategien sehr interessant. Teure Handyverträge, coole Markenklamotten und Dispo-Zinsen: So werden die Weichen für eine spätere Überschuldung gestellt“, erläutert Kamphemann.

Die Schuldnerberaterinnen und Schuldnerberater der Diakonie erleben in ihrer täglichen Arbeit, dass Überschuldung einen massiven Einschnitt in die Lebenssituation von Menschen bedeutet und deren Existenz bedroht. Menschen reagieren darauf häufig mit Ängsten, Ohnmachtsgefühlen, Resignation bis hin zu Erkrankungen.

Die Schuldnerberatung der Diakonie hilft, Wege aus der finanziellen Notlage zu finden und gemeinsam mit den Betroffenen neue Perspektiven zu entwickeln. Zudem nimmt sie den ganzen Menschen in seiner individuellen Lebenslage in den Blick und hilft dabei, die Lebensqualität wieder zu verbessern.




2021 11 16 August Klar kl
Einladung zum Schreib-Workshop am 24. November für Kinder und Jugendliche in der Anlaufstelle Regenbogen der Diakonie.


Paderborn (dph). Am Donnerstag, 24. November 2021, wird der 31-jährige Singer, Songwriter und Poetry Slammer August Klar einen kreativen Schreib-Workshop in der Anlaufstelle Regenbogen der Diakonie Paderborn-Höxter e.V., Kaukenberg 23 in Paderborn, anbieten. Zunächst dürfen sich die 6- bis 10-jährigen aus der Kindergruppe beim Workshop kreativ austoben, und anschließend sind die Jugendlichen aus dem offenen Treff an der Reihe. August Klar ist mit seinem ,,Schreib Bike“ in verschiedenen Einrichtungen im Stadtgebiet unterwegs und möchte nun auch auf dem Kaukenberg junge Menschen für das Schreiben begeistern. Für Getränke und Snacks wird gesorgt, es ist keine Anmeldung nötig. Jede und jeder im richtigen Alter ist herzlich willkommen zu diesem kostenlosen Angebot.

16.00-18.00 Uhr für Kinder (6 bis 12 Jahre)
18.00-20.00 Uhr für Jugendliche (12 bis 27 Jahre)


2021 09 30 Aktion SPFH Reiten 3 kl

Beim Reiten lernten die teilnehmenden Kinder, hier mit Diakonie-Mitarbeiterin Vera Köhler, wie man mit den Pferden kommuniziert und sich selbst auch einmal überwindet. Foto: Diakonie Paderborn-Höxter

Paderborn. Die Sommerferien sind bereits Erinnerung, die Herbstferien liegen vor der Tür. Nach Corona, Quarantäne, Wechselunterricht und Home Schooling bedeuten Ferien für viele Familien mit Kindern den Übergang von einer stressigen Zeit in eine andere stressige Zeit, weil Kita und Offene Ganztagsschule geschlossen sind und das Geld für Urlaub oder Unternehmungen nicht reicht.

Dank Spendengeldern und Mitteln aus der Diakonie-Sammlung konnte die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. in diesen Sommerferien Familien, die im Rahmen der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) durch die Diakonie beraten werden, besondere Angebote machen. Sie richteten sich an Eltern und Kinder, damit diese sich in einem entspannten, schönen Rahmen begegnen, miteinander Spaß haben und gute Erfahrungen sammeln konnten.

Auf dem Programm standen zum Beispiel eine gemeinsame Bastelaktion, ein Besuch auf der Gartenschau Bad Lippspringe mit Spielen und Picknick, Bogenschießen für die Konzentration, Sport und Teamgeist beim Besuch im Ahorn-Sportpark und der Umgang mit Pferden beim Reiten. „Ich habe meine Tochter noch nie so glücklich erlebt“, sagte eine teilnehmende Mutter.

„Wir möchten die therapeutische Wirkung des Bogenschießens und des Reitens für eine ausgesuchte Gruppe von Kindern und Jugendlichen weiter anbieten. So können auch sehr lebhafte Kinder lernen, sich zu konzentrieren und sich selbst auch einmal zu überwinden“, sagt Vera Köhler von der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) der Diakonie.

Damit die Diakonie diese Aktionen für Kinder und Jugendliche anbieten kann, ist sie auf Spenden angewiesen und freut sich über Unterstützung.

Information:
Vanessa Kamphemann Tel. (05251) 5002-35

Spendenkonto:
Diakonie Paderborn-Höxter e.V.
KD-Bank Münster
IBAN: DE86 3506 0190 2105 0390 10
Verwendungszweck: Aktion Kinder SPFH


2021 08 19 Jugendforum Diakonie 19

Junge Menschen haben ein Recht auf eine gute Zukunft, und obwohl sie häufig wissen, was sie wollen, kommt es oft nicht zum Gang an die Wahlurne. Ein Grund hierfür ist unzureichende Informationskommunikation der Parteien, wodurch es zu keinem politischen Interesse an einzelnen Themen bei den jungen Erwachsenen kommt, insbesondere jenen mit Zuwanderungsgeschichte.

Dieses Problem greifen wir auf: Für einen zielgerichteten Informationsfluss verschiedener Paderborner Parteien an die Jugendlichen und Erstwähler:innen veranstaltet die Integrationsagentur der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. zur diesjährigen Bundestagswahl das erste Jugendforum.

Ob Bildung, Umwelt oder das Wahlalter, die Liste jugendpolitischer Themen ist lang. Um über diese und weitere Fragen zu sprechen, treffen sich die Kandidat:innen von DIE LINKE, Bündnis 90/Die Grünen, SPD, CDU und FDP am 19. August ab 18 Uhr in der Kulturwerkstatt. Zu dieser Austausch- und Informationsveranstaltung sind alle interessierten jungen Menschen, Erstwähler:innen und U18 herzlich eingeladen.

Corona bedingt ist die Anzahl an Plätzen bei der Veranstaltung begrenzt und aus diesem Grund eine Anmeldung notwendig.

Anmeldung:
Tobias Isaak
Isaak(at)diakonie-pbhx.de

2021 06 29 Ferienprogramm Regenbogen Spende kl

Rita Deppe, Toys World Paderborn, (r.) übergibt die Spiel-, Bastel- und Malmaterialien für das Zeltlager beim Ferienprogramm an Diakonie-Mitarbeiterin Karin Link. Foto: Diakonie/Regenbogen

Paderborn (dph). Die aktuellen Ferienprogramme für Kinder (6-12 Jahre) und Jugendliche (12-27 Jahre) in den Stadtvierteln Kaukenberg, Auf der Lieth, Goldgrund und Springbachhöfe der Anlaufstelle Regenbogen der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. liegen nun vor.

Für Kinder wird vom 12. bis 15. Juli ein Ferien-Zeltlager angeboten. Dafür sind noch Plätze frei. Gestaltet und betreut wird das Camp von Ehrenamtlichen und geleitet von Diakonie-Mitarbeiterin Karin Link von der Kindergruppe auf dem Kaukenberg. Dieses Angebot kann zum ersten Mal dank großzügiger Spenden umgesetzt werden. Dazu gehören eine Geldspende von Bettina Wessel (Mitarbeiterin der Diakonie) und als Sachspenden ein Bulli für fünf Tage von der Max Auto Vermietung, Obst für vier Tage vom Marktkauf Thomas Lehr sowie Spiel- und Bastelmaterial von Toys World. Die Kosten betragen inklusive Fahrt, Verpflegung, Unterbringung und Programm 40 Euro. Für Familien in finanziellen Schwierigkeiten gibt es die Möglichkeit der Kostenerstattung.

Außerdem gibt es für Kinder vom 19. Juli bis 16. August montags und mittwochs jeweils von 16 bis 18 Uhr weitere kostenlose Ferienangebote wie Olympiade, Minigolf, Bastelaktionen, Quiz, Naturtag, Spieletag, Spielplatz-Besuch und Filmabend.

Für Jugendliche startet das Ferienprogramm am 27. Juli und geht bis zum 17. August, jeweils dienstags. Geboten werden Fußball, Lasertag, Minigolf, Klettern im Hochseilgarten und Grillen am Wasserski-See. Im Kostenbeitrag sind Verpflegung und wenn nötig die Fahrt enthalten.

Flyer Ferienprogramm für Kinder als PDF: Sommerferien-Programm Kinder

Flyer Ferienprogramm für Jugendliche als PDF: Sommerferien-Programm Jugendliche

Anmeldung: Karin Link
Tel. (05251) 640637
Mobil: 0160-6603461
Email: MKJSA(at)diakonie-pbhx.de

 

2021 06 15 Schuldnerberatung Ausstellung 7 kl

Bei der Ausstellungseröffnung: (v. l.) Dietmar Kraul, Leitung Diakonie Warburg und Höxter, Vanessa Kamphemann, Diakonie-Geschäftsführung, Pfarrer i.R. Karl-Heinz Bartsch und Tobias Scherf, Bürgermeister der Hansestadt Warburg. Foto: Diakonie

Warburg (dph). Zum Abschluss der diesjährigen bundesweiten Aktionswoche Schuldnerberatung hat die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. die Wanderausstellung „Schulden sind doof und machen krank“ in der evangelischen Kirche Maria im Weinberg in Warburg eröffnet. Thema der Ausstellung ist Schuldenprävention. Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler. Gerade junge Menschen geraten besonders leicht in die Schuldenfalle. „Jugendliche und junge Erwachsene suchen noch Orientierung und Identität und sind darum besonders leichte Opfer der Marketingindustrie“, sagt Vanessa Kamphemann, Geschäftsführerin der Diakonie Paderborn-Höxter e.V.

2021 06 15 Schuldnerberatung Ausstellung 3 kl

Vanessa Kamphemann, Geschäftsführung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. Foto: Diakonie

Die Ver- und Überschuldung von jungen Menschen ist im vergangenen Jahrzehnt kontinuierlich gestiegen. Laut Creditreform werden dabei bundesweit etwa 1,58 Millionen junge Menschen unter 30 Jahren als überschuldet eingestuft. Die Ursache dafür liegt oftmals im falschen Konsumverhalten, die Verlockungen des unbegrenzten Konsums sind groß. „Gerade darum ist die Prävention so wichtig und darum ist das Engagement der Diakonie für dieses Problemfeld sehr lobenswert", betont Bürgermeister Tobias Scherf.

Die Wanderausstellung „Schulden sind doof und machen krank“ beinhaltet viele bunte Texte und viele farbige, witzige, aber auch nachdenkliche Comics, die das Thema noch einmal bildlich aufnehmen. Sie umfasst insgesamt 20 Rollups über die gesamte Bandbreite des Themas, wie zum Beispiel: Das eigene Konto, Was gilt es bei Verträgen zu beachten?, Kredite, Was ist die Schufa und was macht sie?, Was ist beim Handyvertrag zu beachten u.s.w.

„Ganz besonders wollen wir Schulklassen einladen, denn diese Präventionsausstellung will junge Menschen für den bewussten Umgang mit Geld sensibilisieren“, so Dietmar Kraul, Leitung der Diakonie in Warburg und Höxter.

Zusätzlich zur Wanderausstellung hat die Diakonie eigene Beiträge erstellt. So hat die Puppenspielerin Luisa Roensch aus Paderborn mit ihrer Klappmaulpuppe Amadeus ein kleines Video erstellt, die Münsteraner Poetry-Slammerin Romina Becher hat ein Slam-Gedicht geschrieben. Beide Beiträge werden im Rahmen der Ausstellung gezeigt.

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Puppenspielerin Luisa Roensch mit ihrer Klappmaulpuppe Amadeus. Foto: Diakonie

Die Ausstellung ist bis zum 16. Juli zu sehen. Verbindlich geöffnet ist sie samstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr. Darüber hinaus können Sonderführungen für Gruppen vereinbart werden, die von den Schuldnerberater*innen der Diakonie fachkundig begleitet werden.

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Tobias Scherf, Bürgermeister der Hansestadt Warburg und Vanessa Kamphemann, Diakonie-Geschäftsführung. Im Hintergrund Uwe Roensch, Schuldnerberatung der Diakonie. Foto: Diakonie

 

2021 04 15 Regenbogen Jugend Ferienprogramm 180907 kl

Spaßige Aktion für Jugendliche: Gewinner Mohammad (v. l.), stellv. Leiter der Anlaufstelle Regenbogen Sven König und Gewinner Ahmed. Foto: Diakonie/Anlaufstelle Regenbogen

Paderborn (dph). Eine Schatzsuche für Jugendliche im Alter von 12 bis 27 Jahren hat die Anlaufstelle Regenbogen der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. in den Osterferien angeboten. Über Instagram und Facebook erhielten die Follower täglich einen Hinweis, der zu einem Buchstaben führte und diese Buchstaben ergaben das Lösungswort D I A K O N I E.

Es gab einige Rätsel, eine Waldo-Suche, ein Quiz und ein Puzzle zu lösen. Die meisten Aufgaben mussten auf dem Kaukenberg, auf der Lieth oder dem Goldgrund erledigt werden. Dabei bekam der Regenbogen Unterstützung von der Taekwondo Schule Sahak, vom MixKauf auf dem Kaukenberg und vom Jugendzentrum No1 auf der Lieth.

Somit ergab sich eine kooperative Aktion, die die Jugendlichen auf spaßige Weise beschäftige und sie ihrem Quartier nochmal näherbrachte. Selbstverständlich erhielten die fleißigen Schatzsucher einen Preis.

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Impressionen von der Schatzsuche. Fotos: Diakonie/Anlaufstelle Regenbogen

 




2020 05 19 Abbildung Schuldnerberatung final kl
Wie sich eine Überschuldungssituation materiell und vor allen Dingen psychisch auf Kinder auswirkt, macht die Aktionswoche der Schuldnerberatung zum Thema.

Kreis Paderborn/Kreis Höxter (dph). Schuldnerberaterinnen und -berater arbeiten in der Regel mit Erwachsenen zusammen. Kinder kommen ab und zu in Begleitung ihrer Eltern, meistens dann, wenn keine Betreuung gewährleistet ist. „Wir können meist nur ahnen, wie sich die Überschuldungssituation materiell und vor allen Dingen psychisch auf Kinder auswirkt“, sagt Stefanie Michalsky von der Schuldnerberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V.

Wie wirkt das auf ein Kind, wenn sich Eltern häufig über Geld streiten? Was empfinden Kinder für eine Not, wenn eine Wohnungsräumung oder Energiesperre droht oder durchgeführt wird? Kinder sind diesen Situationen noch hilfloser ausgesetzt als die Erwachsenen. Sie verstehen oft nicht, weshalb die Eltern verzweifelt sind und beziehen die Situation auf sich.

Abgesehen von den Krisensituationen sind Kinder aus überschuldeten Familien arm. Sie unterliegen damit den Ausgrenzungen, die arme Familien treffen. Kino oder Zoobesuche, oder sich mit Freunden im Schwimmbad treffen ist oft nicht im Haushaltsbudget drin. Die Teilnahme an Kindergeburtstagen ist nicht möglich, weil das Geld für ein Geschenk fehlt. Die Coronakrise trägt zur Verschärfung der Ausgrenzung bei. So verfügen zum Beispiel Kinder aus Haushalten, die auf Arbeitslosengeld angewiesen sind, nicht immer über einen Computer, um während der Schulschließungen Aufgaben zuhause bearbeiten zu können.

„WirSchuldnerberaterinnen und -berater begrüßen daher, dass die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) den Fokus ihrer bundesweiten Aktionswoche auf die Kinder in überschuldeten Familien legt.“ sagt Michalsky. „Wir erleben immer wieder, wie überfordert Familien und vor allem Alleinerziehende mit der Sicherstellung von Unterhalt für ihre minderjährigen Kinder sind.“ Unterhaltsklagen einzureichen, Kindergeld, Kindergeldzuschlag, Unterhaltsvorschuss sowie Bildungs- und Teilhabepakete bei verschiedenen Behörden zu beantragen, sei kompliziert, erklärt die Schuldnerberaterin. Hier fordert die AG SBV eine Vereinfachung und eine einfache grundlegende finanzielle Absicherung für Kinder, die dem Entwicklungsstand angepasst ist und endlich den Forderungen des Bundesverfassungsgerichtes entspricht.

Besonders benachteiligt sind häufig überschuldete Patchworkfamilien. Bei der Berechnung von Sozialleistungen werden alle Einkünfte der Lebensgemeinschaft auf die Hilfe angerechnet. Im Zwangsvollstreckungsrecht kann der Schuldner dies nicht geltend machen. Hier werden nur leibliche oder adoptierte Kinder bei einer Pfändung berücksichtigt. Da Stiefkinder nicht berücksichtigt werden, ist das Existenzminimum dieser Familien häufig nicht gesichert. „Diesen Widerspruch verstehen weder Klienten noch wir Berater, denn alle Kinder sitzen ja am Tisch und wollen versorgt werden“, betont Stefanie Michalsky. Sie unterstützt daher die Forderung, Sozialrecht und Vollstreckungsrecht so anzupassen, dass alle Kinder geschützt sind.

Michalsky teilt außerdem die Forderung der AG SBV nach einer systematischen finanziellen Allgemeinbildung in Kitas, Schulen und außerschulischen Einrichtungen. Schuldnerberaterinnen und -berater berichteten nur sehr selten Kindern und Jugendlichen von ihrer Arbeit, weil es nicht ihre Kernaufgabe sei.

Die AG SBV fordert auch ein Recht auf Schuldnerberatung für alle, unabhängig vom Einkommen. „Es ist zu befürchten, dass die Coronakrise große Auswirkungen auf kleinere und mittlere Einkommen haben wird. In diesem Fall sollte die Begrenzung von 25 Prozent der Beratungskapazität für Familien, die kein ALG II oder Grundsicherungsleistungen beziehen, im Kreis Paderborn aufgehoben werden“, so Michalsky.

„Auch Kinder können schon überschuldet sein, zum Beispiel durch Rückforderungsansprüche von Sozialbehörden, ein überschuldetes Erbe oder wenn Kaufsüchtige Verträge auf den Namen von Kindern abschließen“, erklärt Michalsky. Es gibt zwar eine gesetzliche Regelung für den Haftungsschutz bei Minderjährigen, aber die Betroffenen müssen mit 18 selbst aktiv werden, um diesen Schutz zu erhalten. Hier sollte zumindest eine Verschuldung durch das Sozialrecht von vornherein ausgeschlossen sein, so die Forderung der AG SBV.

Kontakt:
Kreis Paderborn:

Auch in der Coronakrise kann die Schuldnerberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. in Paderborn erreicht werden. Hilfe kommt über Telefon und Mail. Anlaufstelle ist das Sekretariat der Schuldnerberatung, von dort werden Ratsuchende zu den Beraterinnen und -beratern vermittelt.
Telefon: (05251) 54018-48 oder 54018-42; Mail:  koskinas(at)diakonie-pbhx.de oder gans(at)diakonie-pbhx.de

Höxter:
Auch in der Coronakrise kann die Schuldnerberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. in Höxter erreicht werden. Hilfe kommt über Telefon und Mail: Tel. (05271) 2204 oder edwards(at)diakonie-pbhx.de

Warburg:
Auch in der Coronakrise kann die Schuldnerberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. in Warburg erreicht werden. Hilfe kommt über Telefon und Mail: Tel. (05641) 788813 oder vornweg(at)diakonie-pbhx.de.





 

2016 02 09 Kreativwettbewerb Armut


Kreis Paderborn. Noch bis zum 15. April 2016 können junge Menschen von 6 bis 21 Jahren (Einzelpersonen oder Gruppen) am Kreativwettbewerb „Was heißt schon arm?“ teilnehmen. Veranstalter ist das Netzwerk „Der Kreis Paderborn hält zusammen“, in dem unter anderem die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. Mitglied ist.

Die Aufgabe lautet, eine Antwort auf die Frage „Was heißt schon arm?“ zu finden und sie kreativ darzustellen. Möglich sind Bilder, Fotos, Videos (max. 3 Min.), Gedichte, Audiobeiträge (max. 3 Min) und vieles mehr.

Eine Jury wird die eingesandten Beiträge sichten und bewerten. Die Finalisten werden dann im Rahmen des Kreisfamilientags am 29. Mai 2016 in Hövelhof präsentiert und die Gewinner prämiert. Die Jury besteht aus Vertretern aus Kunst, Kultur und Gesellschaft. Karsten Strack, Tim Bolte & Julian Jakobsmeier, Tobias Fenneker, Herman Reichold und Marlis Stachowitz werden die eingesandten Beiträge bewerten. Die Schirmherrschaft für den Wettbewerb hat dankenswerter Weise der Paderborner Poetry-Slammer Dean Ruddock übernommen.

Als Preise winken unter anderem Gutscheine für Kino, Theater, Schwimmbad, Museum und für einen glücklichen Einzelgewinner ein Rundflug über Paderborn. Mehr Informationen zur Teilnahme am Kreativwettbewerb „Was heißt schon arm?“ gibt es auf der Internetseite des Netzwerks: www.der-kreis-paderborn-hält-zusammen.de


Move (Motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen)
Kontakt: Anja Vorlicek
Tel. 05641 78 88-15 oder
vorlicek(at)diakonie-pbhx.de

Was ist MOVE?
Ein Schulungsprogramm für Multiplikatoren, die mit konsumierenden Jugendlichen in Kontakt kommen und lernen sollen, mit denen darüber ins Gespräch zu kommen.
Das Konzept von MOVE stützt sich auf internationale Erfahrungen mit Kurzinterventionen: Kurze Beratungsgespräche sind nicht nur besser als gar keine, ihr Effekt ist dem von langfristigen Interventionen durchaus vergleichbar.

Attraktiv für die Beratung von konsumierenden Jugendlichen sind sie vor allem dadurch, dass sie in unterschiedlichen Situationen- auch "zwischen Tür und Angel"– stattfinden können.

  • Motivation der Kinder und Jugendliche sich mit seinem Konsumverhalten auseinander zu setzen oder etwas daran zu verändern
  • Denkanstöße
  • Ziele formulieren
  • Verbesserung der Kommunikation zwischen Kontaktpersonen und Jugendlichen

Für wen ist das Konzept geeignet?
Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus:

  • Schulen
  • Außerschulische
  • Jugendarbeit
  • Einrichtungen
  • der Jugendhilfe
  • Sportvereinen
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Hilfe für
Flüchtlinge 

Kronenkreuz

 Ukraine
Hilfe für Schwangere in PB
Deutschkurse in Höxter
Hilfe im Ehrenamt
Offener Treff auf der Lieth (PB)
Café Ukraine im Martin-Luther-Zentrum

 

Termine

Jeden Montag, 15.30 bis 18 Uhr, in Paderborn: Offene Sprechstunde der Schuldner- und Insolvenzberatung, Beratungsstelle der Diakonie, Riemekestraße 12.


Jeden Mittwoch 9.30 bis 11 Uhr: Eltern-Kind-Gruppe, in Borchen, Stephanus-Haus, Mühlenweg 1.


Jeden Donnerstag 14 bis 16 Uhr, in Paderborn, Sprechstunde der Psychosozialen Krebsberatung im Ev. Krankenhaus St. Johannistift, Reumontstr. 28, Raum der Seelsorge, 1 OG. Anmeldung erforderlich.


Montags, mittwochs und donnerstags, 8.30 bis 10 Uhr sowie montags 10 bis 11.15 Uhr: Sprachkurs für Geflüchtete aus der Ukraine, in Höxter, Diakonie, Brüderstraße 7 (Innenhof). Anmeldung: VHS Tel. (05271) 9634303


Dienstags von 16 bis 18 Uhr, in Paderborn: Offener Treff für ukrainische Geflüchtete, Gemeindezentrum Auf der Lieth, Willebadessener Weg 3.


По вівторках з 16:00 до 18:00 в Падерборні: відкриті зустрічі для українських біженців, прихід Auf der Lieth, Willebadessener Weg 3


По вторникам с 16:00 до 18:00 в Падерборне: открытые встречи для украинских беженцев, приход Auf der Lieth, Willebadessener Weg 3


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