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Höxter (dph). Die Psychosoziale Krebsberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. bietet ihre Sprechstunde in Höxter zurzeit telefonisch und digital per Email oder Videoberatung an. Erreichbar ist die Psychosoziale Krebsberatung Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr, Freitag von 9 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer (05251) 54018-41 oder per Email an krebsberatung(at)diakonie-pbhx.de.

Die Psychoonkologin Petra Grunwald-Drobner berät umfassend in psychosozialen Fragen und unterstützt bei Anträgen und Formularen aller Art sowie bei finanziellen Problemen. Das kostenlose Angebot ist für Krebspatientinnen und -patienten in allen Phasen der Erkrankung sowie für deren Angehörige und Familien unter Einbeziehung der Kinder.

Auch in der Corona-Pandemie ist die Psychosoziale Krebsberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. weiterhin für die Betroffenen da. In der Beratung am Telefon oder per Email finden sie Hilfe und Unterstützung sowie ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Ängste.

Die Arbeit der Psychosozialen Krebsberatung wird gefördert durch den GKV-Spitzenverband (Gesetzliche Kranken- und Pflegekassen) und den PKV-Verband (Private Kranken- und Pflegeversicherungen).

 

 PB Grunwald 1709 2 Neu
Psychoonkologin Petra Grunwald-Drobner
Sprechzeiten: nach Vereinbarung  
Standorte: Standort Warburg
Sternstraße 19
34414 Warburg
Tel. 05641 7888-0
 
  Standort Höxter
Brüderstraße 7
37671 Höxter
Tel. 05271 2204
 
Kontakt: Dietmar Kraul
kraul(at)diakonie-pbhx.de
WAR Kraul 2252 3
  Dirk Damm
damm(at)diakonie-pbhx.de
WAR Damm 21 2

Das Angebot richtet sich an von Diskriminierung betroffene Menschen und Personen, Gruppen oder Institutionen, die sich mit unterschiedlichen Aspekten von Diskriminierung befassen wollen.

Unter Diskriminierung versteht man die Benachteiligung von Personen oder Gruppen im Zusammenhang mit bestimmten Merkmalen. Dazu gehören beispielsweise Geschlecht, Hautfarbe, ethnische Herkunft, Alter, Behinderung oder die sexuelle Orientierung.

Das Angebot umfasst:

  • Individuelle Antidiskriminierungsberatung
  • Workshops, Trainings und Fortbildungen für verschiedene Zielgruppen
  • Sensibilisierungsarbeit
  • Bereitstellung von Leitfäden, Arbeitshilfen und Expertise
  • Förderung von antidiskriminierenden Strukturen im Sozialraum
  • Öffentlichkeits- und Vernetzungsarbeit.

Das Angebot richtet sich an den gesamten Kreis Höxter.

Sie erreichen uns telefonisch, per Email und persönlich an den Standorten Warburg und Höxter.

Wir bieten auch Beratung mittels Video-Chat an. Bitte rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Email für Details hierzu.


In Kooperation mit:
Integratiosagenturen NRW

Gefördert durch:

MKFFI





Lambracht 7622 2
Verstorben: Gerhard Lambracht, ehemaliger Standortleiter der Diakonie in Höxter. Foto: DPH

Die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. trauert um ihren ehemaligen Mitarbeiter Gerhard Lambracht, der am 31. Januar 2021 im Alter von 61 Jahren verstorben ist.

Gerhard Lambracht war mehr als 20 Jahre für die Diakonie Paderborn-Höxter in verschiedenen Positionen tätig. Zum Zeitpunkt seines krankheitsbedingten Ausscheidens vertrat er den Vorstand, leitete den Standort Höxter und arbeitete als Sozialarbeiter in der dortigen Schuldnerberatung.

Gerd Lambrachts engagierte Arbeit war durch eine tiefe Verbundenheit zur Diakonie und den hilfsbedürftigen Menschen geprägt. Ihm war es stets wichtig, unmittelbar helfen und wirken zu können. Hierdurch hat er Spuren hinterlassen! Besonders am Herzen lagen ihm die gemeinsamen Projekte mit dem St.-Petri-Stift und der evangelischen Kirchengemeinde in Höxter, wie die Schulmaterialienkammer und der Mittagstisch, die er mitgegründet hat. Er folgte damit seiner Überzeugung, dass Kirche und Diakonie eins und ohne einander nicht denkbar sind.

Als Dienststellenleiter schuf er mit seiner Wertschätzung eine Atmosphäre des Vertrauens. Besonders in Erinnerung bleiben seine Ruhe und natürliche Gelassenheit sowie sein Humor. Besonnen stellte er sich jeder Herausforderung, war dabei den Menschen zugewandt und auch in schwierigen Situationen um Ausgleich bemüht. Sein Optimismus hinterließ großen Eindruck bei allen Menschen, die ihm begegneten.

Wir sind dankbar für das Wirken von Gerhard Lambracht in unserer Kirche und Diakonie, das über seinen Tod hinaus spürbar bleiben wird. „Wir werden Gerd Lambracht nicht vergessen und die Erinnerungen an ihn als Mensch und Kollege bewahren“ erklären Diakonie-Vorstand Vanessa Kamphemann, Superintendent Volker Neuhoff für den Verwaltungsrat (Ev. Kirchenkreis Paderborn) und Bettina Wessel für die Mitarbeitervertretung.

Unsere Anteilnahme und unser tiefes Mitgefühl gehören seiner Frau und seinen Kindern.




2020 12 10 Krebsberatung kl

Arbeiten für die Psychosoziale Krebsberatung der Diakonie: Psychoonkologin Petra Grunwald-Drobner (l.) und neu Verwaltungsmitarbeiterin Katharina Bernhardt. Foto: Diakonie/Oliver Claes

Paderborn (dph). Die Psychosoziale Krebsberatungsstelle der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. steht schon seit vielen Jahren den von Krebs betroffenen Menschen und ihren Angehörigen mit ihren Angeboten zur Seite. Nachdem die Finanzierung der Psychosozialen Krebsberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. über viele Jahre nicht ausreichend gesichert war, gibt es nun zwei neue Entwicklungen, die die Arbeit für die Zukunft absichern.

Zum einen hat die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. zusammen mit dem Kreis Herford und Parisozial Minden-Lübbecke-Herford einen Verbund Krebsberatung OWL gegründet. Da der Verbund die Mindestvoraussetzungen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erfüllt, wurde ein Antrag bei der GKV zur Kostenerstattung für die Psychosoziale Krebsberatung gestellt. Zum anderen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ganz aktuell verkündet, dass die GKV nicht wie bisher nur 40 Prozent der Kosten für die Psychosoziale Krebsberatung erstatten soll, sondern 80 Prozent, sofern die Mindestausstattung gewährleistet wird. „Damit ist ein Durchbruch zur dauerhaften Sicherung der Psychosozialen Krebsberatung geglückt“, freut sich Diakonie-Vorstand Jutta Vormberg.

Der Verbund Krebsberatung OWL erfülle die Anforderungen der GKV an die personelle Mindestausstattung, erläutert Petra Grunwald-Drobner, Psychoonkologin der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. Unterstützt wird sie seit Mitte November von Katharina Bernhardt, die als Sekretariat für die Krebsberatung erste Ansprechpartnerin ist.

Psychosoziale Krebsberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V.
Die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. bietet Psychosoziale Krebsberatung in der Beratungsstelle in der Riemekestr. 12 in Paderborn an. Ansprechpartnerin ist die Psychoonkologin Petra Grunwald-Drobner. Betroffene werden in psychosozialen Fragen, bei Anträgen und Formularen sowie bei finanziellen Problemen beraten. Außerdem bietet die Psychosoziale Krebsberatung regelmäßig eine Sprechstunde in Höxter in den Räumen der Diakonie, Brüderstraße 7, an.
In der Paderborner Beratungsstelle gibt es außerdem – sobald es die Corona-Regeln wieder erlauben – einen Gesprächskreis für Betroffene (in der Regel jeden ersten Montag im Monat) und eine Gruppe für Kinder an Krebs erkrankter Eltern (in der Regel donnerstags).
Die Psychosoziale Krebsberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. wurde 2006 eingerichtet und ist derzeit die einzige Beratungsstelle dieser Art in den Kreisen Paderborn und Höxter. Unterstützt wird sie vom „Förderverein für unabhängige Psychosoziale Krebsberatung e.V.“ In Ostwestfalen-Lippe gibt es weitere Psychosoziale Krebsberatungsstellen in Bielefeld, Herford und Minden-Lübbecke.

Kontakt:
Petra Grunwald-Drobner
Tel.: 05251 54018-41
E-Mail: krebsberatung(at)diakonie-pbhx.de

 



2020 09 22 Team SMK Höxter kl

Bitten um Spenden für die Schulmaterialienkammer: Gabriele Rehrmann (von links), Uta Lechner und Elke Maletz, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der Schulmaterialienkammer der Diakonie in Höxter. Foto: Diakonie Höxter

Höxter (dph). Die Schulmaterialienkammer der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. hatte zum Schuljahresbeginn unter Corona-Bedingungen geöffnet. 174 Kinder aus einkommensschwachen Familien wurden mit Materialien ausgestattet. Aufgrund der Corona-Pandemie gab es nicht die gewohnten Öffnungstage, stattdessen wurden feste Termine für das Abholen vergeben. Dafür haben die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Tüten mit den benötigten Schulmaterialien gepackt. „Das ist gut gelaufen“, ist Diakonie-Mitarbeiterin Agnes Pryczko zufrieden. Ihr Dank gilt besonders den Ehrenamtlichen: „Der geänderte Ablauf sowie das Verpacken und Ausgeben der Schulmaterialien unter den notwendigen Hygiene- und Abstandsregelungen war eine Herausforderung. Diese haben unsere Ehrenamtlichen mit großem Engagement gemeistert.“

Die Schulmaterialienkammer der Diakonie in Höxter, Brüderstraße 7, ist nun wieder regelmäßig jeden ersten Donnerstag im Monat von 14 bis 15 Uhr geöffnet (außer an Feiertagen). An den Öffnungstagen werden die erforderlichen Unterlagen, wie der Einkommensnachweis und die Materialliste der Schule, angenommen und ein Termin für das Abholen der Schulmaterialien vergeben. Es gelten die bekannten Hygiene- und Abstandsregelungen.

„Für unsere Arbeit sind wir auf finanzielle Hilfe angewiesen, denn die Schulmaterialienkammer verfügt über keine eigenen Mittel“, erläutert Agnes Pryczko und bittet um Spenden. „Die wirtschaftlichen Auswirkungen von Corona treffen besonders Familien mit einem geringen Einkommen, deshalb ist der Bedarf an Unterstützung weiterhin groß.“

Spendenkonto bei der Sparkasse Höxter
Diakonie Paderborn-Höxter e.V.
IBAN: DE39 4725 1550 0003 0316 14
Verwendungszweck: Schulmaterialienkammer HX




2020 02 13 Projekt tiergestützte Beratung HX kl

Beratungsgespräche: Auf Wunsch bringt Diplom-Sozialpädagogin Agnes Pryczko von der Diakonie in Höxter ihren Therapiehund Thor mit. Foto: Diakonie Höxter

Höxter (dph). Die Familien- und Lebensberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. in Höxter bietet jeden Montag von 9 bis 11 Uhr und jeden Mittwoch von 15 bis 18 Uhr eine Sprechstunde an. Da es Corona bedingt keine offene Sprechstunde gibt, sind zu diesen Zeiten Beratungsgespräche nach Terminvereinbarung möglich. Auf Wunsch kann bei den Beratungsgesprächen auch der Therapiehund Thor anwesend sein.
Terminvereinbarungen sind möglich bei Diplom-Sozialpädagogin Agnes Pryczko unter Tel. (05271) 921983 oder per Email: pryczko(at)diakonie-pbhx.de

Paderborn/Höxter/Warburg (dph). Die Beratungsstellen der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. bieten ab sofort wieder persönliche Beratungsgespräche an. Dafür gelten die aktuellen Abstandsregelungen und Hygienestandards. Die Klientinnen und Klienten werden gebeten, sich telefonisch bei den entsprechenden Fachbereichen in den Diakonie-Beratungsstellen mit ihrem Anliegen zu melden, um einen Termin zu vereinbaren. Offene Sprechstunden finden nicht statt.

Außerdem bietet die Diakonie jetzt neu Videoberatung an. Weiterhin findet die Beratungsarbeit auch am Telefon und per Email statt. Auf diesen Wegen sind ebenfalls Gespräche und Austausch sowie Hilfe und Unterstützung möglich.

Kontakt:
In Paderborn: (05251) 54018-40, -42 oder -48
In Höxter: (05271) 2204
In Warburg: (05641) 7888-0


2020 06 09 Team SMK Höxter kl

Organisieren die Ausgabe unter neuen Bedingungen: Gabriele Rehrmann (von links), Uta Lechner und Elke Maletz, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der Schulmaterialienkammer der Diakonie in Höxter. Foto: Diakonie Höxter

Höxter (dph). Die Schulmaterialienkammer der Diakonie in Höxter hat wegen des Corona-Virus neue Regelungen für die Ausgabe der Materialien. „Wir müssen möglichen Infektionen vorbeugen und bitten daher um Verständnis für das neue Verfahren“, sagt Diakonie-Mitarbeiterin Agnes Pryczko.

Neu ist, dass Eltern feste Abholtermine für die Ausgabe von Schulmaterialien erhalten. Die dafür benötigten Anmeldebögen liegen in der Diakonie-Beratungsstelle, Brüderstraße 7, bereit oder können auch per Email - pryczko(at)diakonie-pbhx.de - angefordert werden. Der vollständig ausgefüllte Anmeldebogen, die Materialienliste der Schule (oder eine handgeschriebene Liste) und der Berechtigungsschein (Arbeitslosengeld II-, Wohngeld-, oder Asylbewerberleistungsbescheid) können in der Beratungsstelle abgegeben oder per Post oder Email zugeschickt werden.

Daraufhin wird der Familie ihr persönlicher Abholtermin mitgeteilt. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kammer packen die benötigten Schulmaterialien ein, die Eltern holen sie zum genannten Termin ab. Dazu ist bitte der Personalausweis mitzubringen. Beim Abholen müssen die Hygienevorschriften eingehalten werden: Es dürfen maximal zwei Personen das Schulmaterial abholen, sie müssen Mund-Nasen-Schutz tragen und die Abstandsregeln einhalten.

Weitere Informationen und die aktuellen Öffnungszeiten der Diakonie-Beratungsstelle gibt es bei Agnes Pryczko unter der Telefonnummer (05271) 921983 oder per Email: pryczko(at)diakonie-pbhx.de

 

 



2020 05 19 Abbildung Schuldnerberatung final kl
Wie sich eine Überschuldungssituation materiell und vor allen Dingen psychisch auf Kinder auswirkt, macht die Aktionswoche der Schuldnerberatung zum Thema.

Kreis Paderborn/Kreis Höxter (dph). Schuldnerberaterinnen und -berater arbeiten in der Regel mit Erwachsenen zusammen. Kinder kommen ab und zu in Begleitung ihrer Eltern, meistens dann, wenn keine Betreuung gewährleistet ist. „Wir können meist nur ahnen, wie sich die Überschuldungssituation materiell und vor allen Dingen psychisch auf Kinder auswirkt“, sagt Stefanie Michalsky von der Schuldnerberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V.

Wie wirkt das auf ein Kind, wenn sich Eltern häufig über Geld streiten? Was empfinden Kinder für eine Not, wenn eine Wohnungsräumung oder Energiesperre droht oder durchgeführt wird? Kinder sind diesen Situationen noch hilfloser ausgesetzt als die Erwachsenen. Sie verstehen oft nicht, weshalb die Eltern verzweifelt sind und beziehen die Situation auf sich.

Abgesehen von den Krisensituationen sind Kinder aus überschuldeten Familien arm. Sie unterliegen damit den Ausgrenzungen, die arme Familien treffen. Kino oder Zoobesuche, oder sich mit Freunden im Schwimmbad treffen ist oft nicht im Haushaltsbudget drin. Die Teilnahme an Kindergeburtstagen ist nicht möglich, weil das Geld für ein Geschenk fehlt. Die Coronakrise trägt zur Verschärfung der Ausgrenzung bei. So verfügen zum Beispiel Kinder aus Haushalten, die auf Arbeitslosengeld angewiesen sind, nicht immer über einen Computer, um während der Schulschließungen Aufgaben zuhause bearbeiten zu können.

„WirSchuldnerberaterinnen und -berater begrüßen daher, dass die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) den Fokus ihrer bundesweiten Aktionswoche auf die Kinder in überschuldeten Familien legt.“ sagt Michalsky. „Wir erleben immer wieder, wie überfordert Familien und vor allem Alleinerziehende mit der Sicherstellung von Unterhalt für ihre minderjährigen Kinder sind.“ Unterhaltsklagen einzureichen, Kindergeld, Kindergeldzuschlag, Unterhaltsvorschuss sowie Bildungs- und Teilhabepakete bei verschiedenen Behörden zu beantragen, sei kompliziert, erklärt die Schuldnerberaterin. Hier fordert die AG SBV eine Vereinfachung und eine einfache grundlegende finanzielle Absicherung für Kinder, die dem Entwicklungsstand angepasst ist und endlich den Forderungen des Bundesverfassungsgerichtes entspricht.

Besonders benachteiligt sind häufig überschuldete Patchworkfamilien. Bei der Berechnung von Sozialleistungen werden alle Einkünfte der Lebensgemeinschaft auf die Hilfe angerechnet. Im Zwangsvollstreckungsrecht kann der Schuldner dies nicht geltend machen. Hier werden nur leibliche oder adoptierte Kinder bei einer Pfändung berücksichtigt. Da Stiefkinder nicht berücksichtigt werden, ist das Existenzminimum dieser Familien häufig nicht gesichert. „Diesen Widerspruch verstehen weder Klienten noch wir Berater, denn alle Kinder sitzen ja am Tisch und wollen versorgt werden“, betont Stefanie Michalsky. Sie unterstützt daher die Forderung, Sozialrecht und Vollstreckungsrecht so anzupassen, dass alle Kinder geschützt sind.

Michalsky teilt außerdem die Forderung der AG SBV nach einer systematischen finanziellen Allgemeinbildung in Kitas, Schulen und außerschulischen Einrichtungen. Schuldnerberaterinnen und -berater berichteten nur sehr selten Kindern und Jugendlichen von ihrer Arbeit, weil es nicht ihre Kernaufgabe sei.

Die AG SBV fordert auch ein Recht auf Schuldnerberatung für alle, unabhängig vom Einkommen. „Es ist zu befürchten, dass die Coronakrise große Auswirkungen auf kleinere und mittlere Einkommen haben wird. In diesem Fall sollte die Begrenzung von 25 Prozent der Beratungskapazität für Familien, die kein ALG II oder Grundsicherungsleistungen beziehen, im Kreis Paderborn aufgehoben werden“, so Michalsky.

„Auch Kinder können schon überschuldet sein, zum Beispiel durch Rückforderungsansprüche von Sozialbehörden, ein überschuldetes Erbe oder wenn Kaufsüchtige Verträge auf den Namen von Kindern abschließen“, erklärt Michalsky. Es gibt zwar eine gesetzliche Regelung für den Haftungsschutz bei Minderjährigen, aber die Betroffenen müssen mit 18 selbst aktiv werden, um diesen Schutz zu erhalten. Hier sollte zumindest eine Verschuldung durch das Sozialrecht von vornherein ausgeschlossen sein, so die Forderung der AG SBV.

Kontakt:
Kreis Paderborn:

Auch in der Coronakrise kann die Schuldnerberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. in Paderborn erreicht werden. Hilfe kommt über Telefon und Mail. Anlaufstelle ist das Sekretariat der Schuldnerberatung, von dort werden Ratsuchende zu den Beraterinnen und -beratern vermittelt.
Telefon: (05251) 54018-48 oder 54018-42; Mail:  koskinas(at)diakonie-pbhx.de oder gans(at)diakonie-pbhx.de

Höxter:
Auch in der Coronakrise kann die Schuldnerberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. in Höxter erreicht werden. Hilfe kommt über Telefon und Mail: Tel. (05271) 2204 oder edwards(at)diakonie-pbhx.de

Warburg:
Auch in der Coronakrise kann die Schuldnerberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. in Warburg erreicht werden. Hilfe kommt über Telefon und Mail: Tel. (05641) 788813 oder vornweg(at)diakonie-pbhx.de.





 

2020 05 07 Hoffnungsbrief HX kl

Viele machen mit: 60 Hoffnungsbriefe haben die Diakonie bisher erreicht. Foto: Diakonie Höxter

Höxter (dph) Tröstende Worte, Aufmunterung und gute Wünsche stecken in all den Briefen, die von der Diakonie in Höxter diese Woche an die ersten 60 Seniorinnen und Senioren ausgehändigt werden können.

„Nicht Worte sollen wir lesen, sondern den Menschen, den wir hinter den Worten fühlen“. Dieser Spruch von Samuel Butler stand auf einer der Hoffnungsbriefe. „Anhand dieser Briefe wird die Herzenswärme vieler Menschen sichtbar. Es sind Worte der Menschlichkeit, die hier verbinden und Kraft schenken. Auch ein Brief an die Pflegekräfte hat uns erreicht, den wir natürlich ebenso gerne weiterleiten werden“, sagt Tanja Edwards, stellvertretende Standortleitung der Diakonie in Höxter. Sie bedankt sich bei allen, die sich die Zeit genommen haben, um die Aktion „Hoffnungsbriefe“ mit Leben zu füllen und Menschen in Isolation Freude und Hoffnung zu schenken.

Das Höxteraner Ehepaar Kerstin und Rainer Düwel unterstützt die Aktion und koordiniert die Weiterleitung an die Pflege- und Seniorenheime. „Wir möchten diese wundervolle Aktion weiterhin aufrechterhalten“, betont Tanja Edwards. Wer sich beteiligen möchte, schickt den Brief an die Diakonie in Höxter oder wirft ihn direkt in den Briefkasten. Wer möchte, kann die eigene Adresse auf den Brief schreiben und sich überraschen lassen, ob es eine Antwort gibt.

Adresse:
Diakonie Paderborn-Höxter e.V.
„Hoffnungsbrief“
Brüderstr. 7
37671 Höxter




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