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Beratung und Unterstützung bei freiwilliger Rückkehr in das Heimatland
Die Möglichkeit einer freiwilligen Rückkehr in das Heimatland gewinnt für geflüchtete Menschen zunehmend an Bedeutung. Bei weitem nicht alle, die es bis nach Europa geschafft haben, erhalten hier ein Bleiberecht. Bleiben zu dürfen ist andererseits keine Garantie dafür, dass auch eine dauerhafte Integration gelingt.

Auch auf Grund der neu strukturierten Verfahrenspraxis in den zuständigen Behörden und der veränderten öffentlichen Wahrnehmung geflüchteter Menschen steigt aktuell die Zahl derjenigen, die bedingt durch die Ablehnung ihres Asylantrags oder aus persönlichen Gründen eine freiwillige Rückkehr in ihre Heimat in Betracht ziehen.

Sie auf dem Weg zu einer fundierten, selbstbestimmten Entscheidungsfindung zu beraten und, wenn sie sich zur Rückkehr entschließen, bei der Vorbereitung und Durchführung ihrer Heimreise zu unterstützen, ist Aufgabe der Rückkehrberatung. Das bedeutet unter anderem eine Mitwirkung bei der Beschaffung von Reisedokumenten und gegebenenfalls die Beantragung finanzieller Fördermittel. Bei Bedarf schließt es aber auch Hilfe bei der Vorbereitung einer gelingenden sozialen und wirtschaftlichen Reintegration im Heimatland ein.

Auch ehrenamtliche Flüchtlingshelferinnen und -helfer können sich gerne für Informationen, Unterstützung oder persönlichen Austausch zum Themenkreis freiwillige Ausreise an die Rückkehrberatung wenden.

Die Beratung wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert und unterstützt.




 

2017 01 25 Neujahrsempfang Kreis PB Ehrung SMK

Ausgezeichnete ehrenamtliche Arbeit: Landrat Manfred Müller (r.) dankte beim Neujahrsempfang des Kreises Paderborn den „Stillen Helden des Alltags“ (v. l.) Manuel Dübeler, Susanne Bornefeld für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulmaterialienkammer der Diakonie und Gertraud Mütter. Foto: Kreis Paderborn, Anna-Sophie Schindler

Paderborn. Der Kreis Paderborn hat bei seinem Neujahrsempfang die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulmaterialienkammer der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. als „Stille Helden des Alltags“ ausgezeichnet. Damit würdigt der Kreis Paderborn vorbildliches ehrenamtliches Engagement. Stellvertretend für die rund 30 Ehrenamtlichen der Schulmaterialienkammer nahm Diakonie-Mitarbeiterin Susanne Bornefeld die Ehrung entgegen. Ausgezeichnet für ihr ehrenamtliches Engagement wurden auch Manuel Dübeler (Delbrück) und Gertraud Mütter (Hövelhof).

In seiner Rede betonte Landrat Manfred Müller, dass ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger jeden Tag etwas unternehmen würden, um die Welt ein bisschen besser zu machen. Zur Arbeit der Schulmaterialienkammer sagte der Landrat: Bildung sei so wichtig wie nie zuvor: „Sie ist der Schlüssel zu allen Lebensbereichen. Sie trägt dazu bei, aus lebenswerten Perspektiven wählen zu können.“ Müller dankte allen, die dazu beitragen würden, dass alle das nötige Schulmaterial bekämen. „Sie verteilen nicht einfach nur Schreibwaren. Sie geben Hoffnung“, lobte der Landrat die Arbeit der Ehrenamtlichen der Schulmaterialienkammer.

Die Schulmaterialienkammer der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. wurde im August 2005 als erste Schulmaterialienkammer deutschlandweit eingerichtet. Die gut 30 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen rund 2.000 Kinder und Jugendliche jedes Jahr mit Schulbedarf, vom Bleistift bis zum Tornister. Diese Hilfe kommt Familien zugute, deren Einkommen nicht reicht, die Ausgaben für Schreibutensilien und Schultaschen zu bezahlen. Die Schulmaterialienkammer lebt von freiwilligen Spenden und verfügt über keine eigenen Geldmittel. Ehrenamtliche Mitarbeitende kümmern sich um die Beschaffung und Ausgabe der Schulmaterialien. Verteilt werden gut erhaltene, gebrauchte oder auch aus Spendengeldern neu erworbene Materialien.


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 Die Arbeitskreismitglieder präsentieren die neue Notfallkarte: (1. Reihe v. l.) Lisa Franke, Astrid Freitag, Roschi Fathi-Weiß, Andrea Rottmann, Ute Welle, (2. Reihe v. l.) Karin Claes, Tanja Borghoff, Verena Klebolte, Judith Welslau sowie (3. Reihe v. l.) Jasmin Herbst, Maike Dannewald, Beate Marchetti, Ulrike Willhoff und Brigitte Nübel.
Foto: @Stadt Paderborn

 

Der Arbeitskreis „Mädchen und junge Frauen“ der Stadt Paderborn hat die Notfallkarte neu aufgelegt: Sie hat ein neues Layout bekommen, wurde aktualisiert und erstmals in zwölf verschiedene Sprachen übersetzt. Diese handliche Übersicht in Form einer Visitenkarte soll dazu beitragen, dass Mädchen und junge Frauen in Notsituationen möglichst schnell geeignete und kompetente Beratungs- und Hilfemöglichkeiten erhalten.

Wenn Mädchen und junge Frauen Hilfe benötigen, sollen sie nicht erst lange den richtigen Ansprechpartner suchen müssen. Die kostenfreie Notfallkarte, die der Arbeitskreis „Mädchen und junge Frauen“ der Stadt Paderborn nun zum dritten Mal aufgelegt hat, gibt den Betroffenen eine Auswahl von wichtigen Telefonnummern und Ansprechpartnern an die Hand. Die Kontaktdaten dieser 18 Ansprechpartner sind dabei nach den verschiedenen Erreichbarkeiten der jeweiligen Institutionen unterteilt.

Die Notfallkarte ist nicht nur auf Deutsch, sondern auch in den Sprachen Arabisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Persisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch, Tigrinya und Türkisch erhältlich. So sollen mögliche Sprachbarrieren reduziert und somit der Zugang zu den Informationen erleichtert werden. Die Notfallkarte in Form einer Visitenkarte kann täglich in der Geldbörse mitgeführt werden, damit im Notfall alle notwendigen Informationen zur Verfügung stehen.

Insgesamt wurden 8.000 Exemplare der Notfallkarte gedruckt, um so allen Interessierten diese wichtigen Informationen an die Hand zu geben.

Der Arbeitskreis setzt sich seit Jahren in der Stadt Paderborn für die Belange und Interessen von Mädchen und jungen Frauen im Alter von 12 bis 27 Jahren ein. In diesem Bündnis engagieren sich seit 1998 Fachkräfte des Jugendamtes und der Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn, des AWO Kreisverbandes Paderborn, des DRK Kreisverbandes Paderborn, donum vitae, der Diakonie Paderborn-Höxter, des SkF Paderborn und Schulpädagoginnen des Landes NRW. Koordiniert wird der Arbeitskreis durch die Stadt Paderborn. Die Erstellung der Notfallkarte wurde durch die Gleichstellungsstelle gefördert und von der Koordinierungsstelle für Flüchtlingsangelegenheiten fachlich begleitet.

Weitere Informationen zur Notfallkarte gibt es im Internet unter www.paderborn.de/notfallkarte. Dort steht die Notfallkarte auch in allen zwölf Sprachen zum Download bereit.

Die Notfallkarte sowie Informationen zu diesem Thema gibt es bei Verena Klebolte im Kinder- und Jugendbüro/FamilienServiceCenter der Stadt Paderborn am Rathausplatz 1, Tel. (0 52 51) 88 16 42, E-Mail: v.klebolte(at)paderborn.de, oder bei Andrea Rottmann von der Diakonie Paderborn-Höxter, Riemekestraße 12 in Paderborn, Tel. (0 52 51) 5 40 18 46, E-Mail: rottmann(at)diakonie-pbhx.de.


2016 12 23 Spende Rewe Weihnachten SMK PB kl
Mit Geschenken in der Schulmaterialienkammer: (v. l.) Patrick Groß (Auszubildender REWE Döveling, Schwabenweg), REWE-Bezirksmanager Dirk Weber, Alessia Müller (Diakonisches Jahr), Susanne Bornefeld (Diakonie-Mitarbeiterin Schulmaterialienkammer), Amelie Walle (Diakonisches Jahr), Jugendreferatsleiter Volker Kohlschmidt und Brigitte Junker (ehrenamtliche Mitarbeiterin Schulmaterialienkammer). Foto: Oliver Claes

Paderborn. Auch in diesem Jahr erhielten wieder Kinder aus Familien mit geringem Einkommen in der Schulmaterialienkammer der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. Weihnachtsgeschenke. Das Geld dafür stammt aus Pfandbon-Spenden in fünf REWE-Märkten in Paderborn. Überreicht wurden die Geschenke durch das Jugendreferat des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn und Auszubildende aus REWE-Märkten. 175 Kinder konnten beschenkt werden.

„Ich habe das Gefühl, dass wir mit den uns Verfügung stehenden Mitteln etwas Gutes tun und auf dem kurzen, direkten Weg helfen“, sagte REWE-Bezirksmanager Dirk Weber und dankte allen Kunden, die ihre Pfandbons gespendet haben. Beteiligt haben sich die REWE-Märkte André Gert (Warburger Str.), Anna Becker (Driburger Str.), Arthur Becker (Klöcknerstr.), Marcel Döveling (Schwabenweg) sowie der Markt Elsener Str. mit Filialleiter Christian Widmer.

Gekauft, liebevoll verpackt und verteilt haben die Geschenke Amelie Walle und Alessia Müller, die zurzeit ein Diakonisches Jahr im Jugendreferat des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn absolvieren. Das Geschenkpapier (über 200 Meter) wurde von REWE Lutterbach in Schloß Neuhaus gespendet.

Susanne Bornefeld, Mitarbeiterin der Diakonie in der Schulmaterialienkammer, und Volker Kohlschmidt, Leiter des Jugendreferates, freuen sich über die Spenden. Susanne Bornefeld zitierte eine Mutter, die für ihre vier Kinder Geschenke abgeholte hat: „Diese Aktion bedeutet für mich Weihnachten. Die Kinder werden Päckchen unter dem Weihnachtsbaum finden.“

Außerdem wurde für 40 Kinder der Teilnahmebeitrag für eine Stadtranderholung des Jugendreferates im Sommer gefördert. Auch bei anderen Freizeiten erhielten alle, die die Beiträge nicht bezahlen können, eine Unterstützung aus den Spendenmitteln, erklärte Volker Kohlschmidt.

Die Kooperation zwischen REWE und dem Jugendreferat des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn läuft nun im siebten Jahr. Ursprünglich waren es Auszubildende, die die Idee hatten, die Kampagne der Evangelischen Kirche gegen Kinderarmut zu unterstützen.


2016 12 15 Plaetzchenaktion BM Young caritas kl

Paderborn. In diesem Jahr ist die Bahnhofsmission Paderborn mit ihrer Weihnachtsplätzchenaktion im Advent mal einen neuen Weg gegangen. Zusammen mit der youngcaritas des Erzbistums Paderborn wurden via Internet und Facebook junge Menschen aufgefordert, sich an einer Back- und Verteilaktion von Weihnachtsplätzchen zu Gunsten der Bahnhofsmission zu beteiligen. „Plätzchen für ein warmes Plätzchen“; unter diesem Motto engagierten sich Schülerinnen und Schüler der Fürstenberg-Realschule, Engagierte der youngcaritas Paderborn und Auszubildende des Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn an je einem Tag eines Adventswochenendes. Und das Ergebnis liest sich wirklich gut: Etwas über 500 Euro haben die Einzelaktionen zusammen an Spenden eingebracht.

Das Team der ehrenamtlich Mitarbeitenden der Bahnhofsmission freut sich über den Einsatz der jungen Leute und natürlich auch über das Ergebnis. „Dieses Geld wird unmittelbar für die Hilfe für Menschen in sozialen und/oder finanziellen Notlagen genutzt“, so Sabine Bergmaier, Leitung der Bahnhofsmission Paderborn. Linda Kaiser als verantwortliche Projektleitung der youngcaritas im Erzbistum Paderborn und Sabine Bergmaier sind sich darüber einig, auch im nächsten Jahr eine gemeinsame Aktion für die Bahnhofsmission durchzuführen.

Gundula Lange, Projektleitung des youngcaritas-Standorts in Paderborn, der am Berufsförderzentrum IN VIA St. Lioba angedockt ist, ist mit dem Erfolg der Aktion speziell ihrer Schützlinge sehr zufrieden: Es hat allen Spaß gemacht und die Teilnehmenden haben für sich positive Erfahrungen in dieser Aktion gesammelt.

Die Bahnhofsmission Paderborn steht in Trägerschaft der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. und IN VIA Paderborn e.V. Wer Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit hat, kann sich bei Sabine Bergmaier melden: Tel. 05251 26341.


 

2016 12 02 Schlegel Conrad Abschied kl
Verabschiedung: Diakonie-Vorstand Jutta Vormberg (l.) und Pfarrer Detlev Schuchardt (r.) entpflichteten Conrad Schlegel von seinem Dienst für die Diakonie. Foto: DPH/Oliver Claes

Paderborn (dph). Nach mehr als 25 Jahren im Dienst der Diakonie verabschiedete sich Conrad Schlegel (61), Koordinator der Sozialpädagogischen Familienhilfe der Diakonie Paderborn-Höxter e.V., in die Ruhephase der Altersteilzeit.

Der Paderborner Schlegel ist studierter Diplom-Pädagoge und ausgebildeter Familientherapeut/Systemischer Supervisor. Während einer Fortbildung zum „Fachberater für Familienarbeit“ knüpfte er Mitte der 1980er Jahre erste Kontakte zu Diakonie. Anfang 1991 begann er seine Tätigkeit als Sozialarbeiter für die Diakonie in Paderborn. Im Oktober 1991 wurde er Leitungskraft in der Sozialpädagogischen Familienhilfe und war bis zu seinem Ausscheiden Koordinator für ein Team von drei Mitarbeiterinnen.

Diakonie-Vorstand Jutta Vormberg und der frühere Diakonie-Pfarrer Detlev Schuchardt entpflichteten Conrad Schlegel im Rahmen einer Verabschiedungsfeier von seinem Dienst für die Diakonie. Schlegel habe in seiner Zeit die Sozialpädagogische Familienhilfe der Diakonie maßgeblich geprägt und vielen Familien beigestanden, sagte Vormberg. Sie hob seine „konstruktive, pragmatische und lösungsorientierte Herangehensweise“ hervor.

An der Verabschiedungsfeier nahmen Kolleginnen und Kollegen Schegels sowie seine Familie teil.



2016 12 01 Fachtag Altersarmut kl
Die Teilnehmenden der Podiumsdiskussion und Mitglieder der Arbeitsgruppe des Netzwerks nach einer gelungenen Veranstaltung: (v. l.) Jürgen Behlke, Manfred Müller, Margot Becker, Silke Effenberger, Kathrin Jäger, Peter Teschner, Jutta Vormberg, Wolfgang Wähnke, Ina Kramer und Olaf Mittelstädt. Foto: Netzwerk

Paderborn. Mehr als 70 Teilnehmende folgten der Einladung des Netzwerkes „Der Kreis Paderborn hält zusammen – für ein Leben ohne Armut und Ausgrenzung“, um das Thema Altersarmut in den Blick zu nehmen und Handlungsstrategien zu beraten. „Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl der Menschen, die 65 Jahre und älter sind, um über fünf Millionen steigen. Zudem wird der Anteil älterer Menschen steigen, die von Altersarmut betroffen oder bedroht sind“ – so skizzierte Wolfang Wähnke von der Bertelsmann-Stiftung die Dimensionen des Themas auf Grundlage einer jüngst erschienenen Bertelsmann-Studie.

In Workshops und Fachforen setzten sich die Teilnehmenden mit verschiedenen Facetten der Altersarmut auseinander. Ob Rente und Armutsprävention, Teilhabe im Alter, Quartiersmanagement oder weibliche Armut – deutlich wurde immer wieder, dass der gesamte Lebensverlauf und das Lebensumfeld bedeutend sind. „Bildung spielt weiter eine zentrale Rolle bei der Prävention von Armut, dennoch gelingt es dem deutschen Schulsystem immer noch zu wenig, Chancengerechtigkeit sicherzustellen“, legte Wähnke dar.

Dass es Zeit zu handeln ist, wurde auch in der abschließenden Podiumsdiskussion deutlich. „Altersarmut wächst und dem müssen wir begegnen. Dies ist eine zentrale Aufgabe für uns alle“, rief Landrat Manfred Müller auf. Hier brauche es sowohl mittel- und langfristige Strategien und Konzepte, aber auch ein kurzfristiges Agieren, um den heute betroffenen Menschen in ihrer Situation zu helfen. Gesellschaft und Politik, Wirtschaft und Wohlfahrtspflege sind gemeinsam gefragt, neue Wege zu finden.

„Wir dürfen die Augen nicht verschließen, dass unsere Gesellschaft alt wird. Unternehmen müssen Eigenvorsorge fördern und unterstützen, hier gilt es neue Konzepte zu entwickeln.“, so Jürgen Behlke von der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld.

Ebenso ist eine Entstigmatisierung der Armut notwendig, sind sich die Teilnehmenden einig. „Noch immer ist Armut ein Tabu-Thema, das es aufzubrechen gilt“, appellierte Olaf Mittelstädt vom Paderborner Arbeitslosenzentrum. So zeigt auch die Bertelsmann-Studie, dass die sogenannte „verschämte Armut“ einen großen Anteil einnimmt. Demnach nehmen 68 Prozent der über 65-jährigen, die Anspruch auf Grundsicherungsleistung hätten, diesen demnach nicht in Anspruch. Scham und Unwissenheit sind hier mögliche Gründe.

Altersarmut ist ein vielschichtiges Phänomen und kennt keine einfachen Antworten. Aber es braucht die Auseinandersetzung, um die Sensibilität für die Situation betroffener Menschen zu schaffen. „Vernetzung ist ein zentrales Element um Altersarmut in den Kommunen zu begegnen und neue Wege zu gehen“, lobte Wolfang Wähnke von der Bertelsmann-Stiftung die Netzwerkarbeit der Initiative „Der Kreis Paderborn hält zusammen – für ein Leben ohne Armut und Ausgrenzung“.

„Wir freuen uns, dass mit unserem Fachtag ein Auftakt zu einer weiteren Diskussion dieses wichtigen Themas gemacht wurde. Die Arbeitsgruppe Altersarmut des Netzwerkes „Der Kreis Paderborn hält zusammen“ wird die Ergebnisse des Fachtages nun weiter bearbeiten“, resümierte Kathrin Jäger vom Paritätischen Wohlfahrtsverband und Sprecherin des Netzwerkes. Für das kommende Jahr ist eine weitere öffentliche Veranstaltung geplant.

Das Netzwerk „Der Kreis Paderborn hält zusammen – für ein Leben ohne Armut und Ausgrenzung“ ist der 2015 gegründete Zusammenschluss von mehr als 30 sozialen Organisationen, Einrichtungen, Verbänden und Initiativen sowie Kommunen und dem Jungend- und Sozialamt des Kreises Paderborn. Die Veranstaltung wurde gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW.
Weitere Informationen gibt es unter: www.der-kreis-paderborn-hält-zusammen.de


2016 11 28 Neue Nachbarn Schwimmkurs kl
Haben einen Anfängerschwimmkurs absolviert: Asylbewerber aus der Stadt Paderborn mit ihren Schwimmlehrerinnen und Schwimmlehrern. Foto: Stadt Paderborn

Paderborn. Die Angst vor dem Wasser ist überwunden: Einen zehnwöchigen Anfängerschwimmkurs haben Asylbewerber aus der Stadt Paderborn vor kurzem erfolgreich abgeschlossen. Die Idee für das Projekt entstand bereits vor einiger Zeit, da viele Asylbewerber nicht schwimmen können.

Die Statistik der Unfälle mit tödlichem Ausgang in deutschen Gewässern belegt den Bedarf solcher Kurse. Allein in den ersten acht Monaten des Jahres 2016 stieg die Zahl der Ertrunkenen um zwölf Prozent - unter den 425 Menschen waren laut DLRG 56 Asylbewerber.

Der Anfängerschwimmkurs kam bei den Teilnehmern sehr gut an. „Die Flüchtlinge waren sehr engagiert dabei, das Schwimmtraining machte ihnen viel Freude“, sagte Nicole Glawe-Miersch, Hauptverantwortliche und technische Leiterin des Bereichs Schwimmen der DLRG Paderborn.

Erfahrungen hatte das Team rund um Nicole Glawe-Miersch bereits bei einem Schwimmkurs für Flüchtlingskinder gesammelt. „Ein Anfängerschwimmkurs für Erwachsene ist allerdings nicht mit einem Kinderkurs zu vergleichen“, sagte Glawe-Miersch. Pädagogisch und didaktisch müsse ganz anders gearbeitet werden - Ängste im oder vor dem Wasser seien bei Erwachsenen oft viel schwerer zu bearbeiten als bei Kindern. „Innerhalb der Gruppe der geflüchteten Erwachsenen hatten wir zum Teil mit ganz tiefgreifenden Ängsten zu tun, da wir Teilnehmer dabei hatten, die einen Teil ihrer Flucht in einem Schlauchboot über das Mittelmeer vollzogen hatten. Auch uns als professionellen Helfern fällt es schwer, sich in so eine Situation hineinzuversetzen“, berichtete Glawe-Miersch.

Umso größer waren der Stolz und die Freude bei Teilnehmern und Ausbildern, dass am Ende beachtliche Fortschritte und Leistungen erzielt wurden. Die Kursteilnehmer haben den Schwimmkurs mit einem offiziellen Schwimmabzeichen beendet.

Verena Kopp, Leitung der Koordinierungsstelle für Flüchtlingsangelegenheiten der Stadt Paderborn, organisierte den Schwimmkurs in Kooperation mit der DLRG. Sie ist froh, dass das Kooperationsprojekt zustande gekommen und der Kurs erfolgreich verlaufen ist. „Schwimmen ist eine wichtige Freizeit- und Sportaktivität in Deutschland, die Teilnehmer haben somit auch einen Schritt in Richtung Integration getätigt und sich eine wichtige Teilhabemöglichkeit in der Gesellschaft ermöglicht.“ Irina Hartmann-Talhof, Mitarbeiterin der Koordinierungsstelle, begleitete unter anderem die Abschlussveranstaltung und zeigte sich begeistert vom Engagement der DLRG. Ein reger Austausch zwischen Geflüchteten, Schwimmtrainern und Schwimmtrainerinnen fand am vergangenen Sonntag statt.

Finanziert wurde der Schwimmkurs durch den Zusammenschluss „Neue Nachbarn“. Hinter diesem Titel stehen verschiedene Akteure: Caritas, Diakonie Paderborn-Höxter e.V., das Sozialdezernat der Stadt Paderborn vertreten durch den Dezernenten Wolfgang Walter sowie die städtische Koordinierungsstelle für Flüchtlingsangelegenheiten. IP

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2016 11 28 Aktion Runder Tisch Armut 10 J kl
Vertreterinnen und Vertreter des Runden Tisches Armut informieren über die Arbeit des Runden Tisches und über Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit geringem Einkommen. Foto: Runder Tisch Armut

Paderborn. Mit einem Aktionsstand in der Innenstadt hat der Runde Tisch Armut in der Stadt Paderborn anlässlich seines zehnjährigen Bestehens auf das Thema Armut aufmerksam gemacht. Besucher waren eingeladen, das Engagement des Zusammenschlusses aus sozialen Paderborner Vereinen, Organisationen, Wohlfahrtsverbänden und Initiativen kennenzulernen und selbst ihre Wahrnehmungen zu schildern, was Armut bedeutet und wie Teilhabe gelingen kann.

„Obwohl das zehnjährige Bestehen des Runden Tisches kein Grund zum Feiern ist, haben wir diesen Jahrestag zum Anlass genommen, um ein oft beschwiegenes Thema in den Fokus zu stellen“, so Nicole Wiggers, Sprecherin des Runden Tisches. Mit einem Aktionsstand informierten die Träger des Runden Tisches über Unterstützungsangebote für Betroffene. Im Gespräch mit Besuchern zeigte sich immer wieder, wie drängend das Thema Armut ist. „Ob Wohnungslosigkeit, bezahlbarer Wohnraum, die Kosten für den Nahverkehr oder das Ausgeschlossen sein von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, die Themen, die von Bürgern an unsere Armutswand angeschlagen wurden zeigen die Aktualität des Themas und die Notwendigkeit des Engagements“, so Claudia Englisch-Grothe, Sprecherin des Runden Tisches. Die Initiative wird diese Themen weiter aufgreifen und zur Sprache bringen.

Anlässlich des Jubiläums hatte der Runde Tisch um Sachspenden wie Socken, Handschuhe und Schals gebeten. Diese werden aufgrund der kalten Jahreszeit dringend für bedürftige Menschen benötigt. „Wir freuen uns, dass so viele Menschen unserem Aufruf gefolgt sind und Spenden gebracht haben. Dies ist ein tolles Zeichen der Solidarität“, freut sich Sr. Elrike Tyws von den Vinzentinerinnen. Die ersten Kleidungsstücke konnten bereits am Aktionsstand verteilt werden.

Auch der Informationsflyer über Unterstützungsangebote in Paderborn, der eine gebündelte Informationsquelle für hilfesuchenden Bürgerinnen und Bürger ist, fand großen Anklang.

Der Runde Tisch wird von den örtlichen Wohlfahrtsverbänden AWO, Caritas, Diakonie, Der Paritätische und dem DRK sowie den Vereinen Ev. Perthes Werk, KIM Soziale Arbeit e.V., IN VIA, Paderborner Arbeitslosenzentrum, Paderborner Tafel, SkF, SKM und der Verbraucherzentrale sowie dem Dekanat Paderborn und dem Evangelischen Kirchenkreis Paderborn getragen.


2016 11 10 Tagung Diakonie RWL in PB kl
Willkommen in Paderborn: Diakonie-Vorstand Jutta Vormberg (vorne 2. v. l.) und Superintendent Volker Neuhoff (hinten 4. v. l.) begrüßten die Teilnehmenden der Tagung im Haus der Evangelischen Kirche. Foto: DPH/Oliver Claes

Paderborn (dph). Der Geschäftsbereich Familie, Bildung und Erziehung (FABE) der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL) ist zu einer zweitägigen Klausurtagung in Paderborn zusammen gekommen. Jutta Vormberg, Vorstand der Diakonie Paderborn-Höxter e.V., und Superintendent Volker Neuhoff, Evangelischer Kirchenkreis Paderborn, begrüßten die Gäste im Haus der Evangelischen Kirche.

Danach besuchten die Teilnehmenden in Gruppen die Diakonie-Beratungsstelle Riemekestraße, die Mobile Jugendsozialarbeit der Diakonie im Stadtviertel Kaukenberg, die Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) für Flüchtlinge in Bad Driburg, wo die Diakonie Verfahrensberatung und Beschwerdemanagement anbietet sowie eine Wohngruppe des St. Johannisstift für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Paderborn.
Am Abend des ersten Tages stand außerdem eine Stadtführung auf evangelischen Spuren in Paderborn auf dem Programm.


Hilfe Für Flüchtlinge

 

 

Termine

24.Juni 2019, 15 - 16 Uhr: Sprechstunde der Sucht- und Drogenberatung im Familienzentrum Arche, Warburg, Ahornweg 14.


25. Juni 2019, 8.30 bis 10 Uhr: Elternfrühstück, in Paderborn, Ev. Familienzentrum Johannes, Dietrich-Bonhoeffer-Straße 7.


02. Juli 2019, 14 bis 16 Uhr: Offene Sprechstunde der Psychosozialen Krebsberatung, in Höxter, Räume der Diakonie, Brüderstraße 7.


Meldungen

  • „Zeichen setzen“: Sommersammlung der Diakonie, 22. Juni bis 13. Juli 2019. Mehr erfahren

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