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 2017 07 06 Saemann Klaus kl
Unterstützt Flüchtlinge bei der Rückkehr: Diakonie-Mitarbeiter Klaus Sämann. Foto: DPH/Oliver Claes

Paderborn (dph). „Flüchtlinge bei der Rückkehr zu begleiten, ist eine schwierige Aufgabe. Diese Menschen haben einen hohen Bedarf an Unterstützung“, sagt Klaus Sämann, neuer Rückkehrberater der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. für die Stadt und den Kreis Paderborn. Sie würden dahin zurückkehren, wo sie für sich keine Zukunft mehr gesehen hätten und müssten sich dort wieder eine neue Perspektive aufbauen. „Oft haben sie alles hinter sich gelassen, um nach Deutschland zu kommen. Bei der Rückkehr stehen sie häufig vor dem Nichts“, betont Sämann.

Klaus Sämann (50), der in Schloß Neuhaus geboren wurde, hat sich seit Mitte 2015 ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit engagiert. Seit 2016 arbeitet der gelernte Erzieher hauptberuflich in der Flüchtlingshilfe, zunächst als Teamleiter in Wohngruppen mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Bielefeld und Gütersloh und nun in der Rückkehrberatung der Diakonie.

Eine Rückkehr könne bei Ehrenamtlichen auch mit einem Gefühl des Scheiterns ihrer Unterstützung verbunden sein, denn diese zielte zunächst auf die Integration der Geflüchteten. Deshalb habe ihn die professionelle Unterstützung der Flüchtlinge durch die Rückkehrberatung sehr interessiert, beschreibt Sämann die Gründe für seinen beruflichen Wechsel.

In der Rückkehrberatung unterstützt er Menschen, die in ihr Heimatland zurückkehren müssen oder wollen. Zuständig ist Sämann für die Stadt und den Kreis Paderborn. Er berät Flüchtlinge, die in Sammelunterkünften oder Privatquartieren wohnen. Diese Beratung wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert und unterstützt. Sämann bietet eine regelmäßige Sprechstunde in seinem Büro bei der Diakonie in Paderborn an, außerdem gibt es Sprechzeiten im Evangelischen Gemeindezentrum in Büren und bei der Flüchtlingsberatung der AWO in Delbrück.

„Ich möchte den Menschen die Informationen geben, die ihnen helfen, sich selbst zu entscheiden“, erläutert der Diakonie-Mitarbeiter. „Die Beratung erfolgt in jedem Fall ergebnisoffen.“ In der Regel würden Freunde, Nachbarn oder Ehrenamtliche die Ratsuchenden begleiten und die Verständigung auf Deutsch und Englisch laufen.

Ein wichtiger Teil der Arbeit besteht darin zu ermitteln, ob Reisedokumente vorhanden sind und wenn ja, bei welcher Behörde sie hinterlegt wurden. Und auch Schul- und Arbeitszeugnisse gilt es zu beschaffen. Außerdem hilft der er dabei, Fördermittel für die Transportkosten zu beantragen. Die gibt es über die Internationale Organisation für Migration (IOM). Bei Bedarf vermittelt Sämann auch zu anderen Beratungsdiensten der Diakonie weiter. Eine zunehmend wichtige Frage sei, wie die Reintegration gelingen könne, so der Rückkehrberater. In einigen Herkunftsländern bestehen dafür Förderprogramme.

„Freud und Leid liegen dicht beieinander. Es ist sehr unterschiedlich, wie es den Menschen nach der Rückkehr ergeht“, beschreibt Sämann seine Aufgabe als sehr vielschichtig. Das Angebot der Rückkehrberatung habe bisher gefehlt, und jetzt sei es wichtig, es breit bekannt zu machen. „Jeder für den die Rückkehrberatung Sinn macht, sollte das Angebot auch kennen.“

 

 

 



2017 07 05 Diskussion Asyl Gruppe kl
Teilnehmer und Veranstalter der Podiumsdiskussion: (v. l.) Pfarrer Helge Hohmann (Evangelische Kirche von Westfalen), Domkapitular Dr. Thomas Witt (Caritasverband Erzbistum Paderborn), Sylvia Homann (Moderatorin), Bernd Schulze-Waltrup (CDU), Nicola Hagemeister (FDP), Pfarrer Christoph Keienburg (Lukasbezirk), Rainer Fromme (Dekanat Paderborn), Siegfried Nowak (Linke), Hartmut Oster (Grüne), Burkhard Blienert, MdB (SPD), Patrick Wilk (Caritasverband Paderborn), Superintendent Volker Neuhoff (Evangelischer Kirchenkreis Paderborn) und Jutta Vormberg (Diakonie Paderborn-Höxter). Foto: DPH/Oliver Claes

Paderborn (dph). Wenige Wochen vor der Bundestagswahl haben Evangelische und Katholische Kirche und deren Wohlfahrtsverbände Diakonie und Caritas Fragen und Forderungen zur Asylpolitik an Paderborner Bundestagskandidatinnen und -kandidaten bzw. deren Vertreter gestellt. Zu der Podiumsdiskussion „Frauen und Kinder zuerst??! – Prioritäten in der Flüchtlingspolitik“ kamen rund 100 Besucher in das Lukas-Zentrum. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Journalistin Sylvia Homann.

Es sei kein Zufall, dass die Diskussion in einem christlichen Gemeindezentrum stattfinde, betonte Christoph Keienburg, Pfarrer des Lukasbezirks und Synodalbeauftragter des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn für Flucht und Asyl in seiner Begrüßung: „Flüchtlinge, Witwen und Waisen, die Verletzlichsten, stehen im Christentum an erster Stelle.“

2017 07 05 Diskussion Asyl Podium Kirche kl
Forderungen der Kirche zur Asylpolitik: (v. l.) Domkapitular Dr. Thomas Witt, (Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen im Erzbistum Paderborn), Pfarrer Helge Hohmann (Beauftragter für Zuwanderungsarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen) und Moderatorin Sylvia Homann. Foto: DPH/Oliver Claes


Fünf Forderungen stellten Pfarrer Helge Hohmann, Beauftragter für Zuwanderungsarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen, und Domkapitular Dr. Thomas Witt, Vorsitzender des Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn und Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen im Erzbistum, an die Politik: 1. Abschiebestopp nach Afghanistan, 2. zügiger Familiennachzug, 3.Teilhabe der Flüchtlinge am gesellschaftlichen Leben, 4. die Würde des Menschen in den Mittelpunkt stellen und 5. eine gemeinsame Flüchtlingspolitik in der Europäischen Union.

Die Behauptung, Afghanistan sei ein sicheres Herkunftsland, werde jeden Tag widerlegt, erklärte Domkapitular Dr. Witt. „Wie soll Integration gelingen, wenn es keinen Familiennachzug gibt?“, fragte Pfarrer Hohmann. Zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gehört es für Dr. Witt, dass das Asylbewerberleistungsgesetz abgeschafft wird und Betroffene stattdessen Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB II) erhalten. Pfarrer Hohmann forderte, den Begriff „schlechte Bleibeperspektive“ abzuschaffen. „Das Asylrecht ist ein individuelles Recht, das einzelne Schicksal muss geprüft werden.“ Auf die Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Flüchtlingspolitik verwies Dr. Witt: „So wie es jetzt ist, kann es nicht funktionieren."

2017 07 05 Diskussion Asyl Podium Politik kl
Reagierten auf die Forderungen und Fragen zur Asylpolitik: (2. v. l.) Burkhard Blienert, MdB (SPD), Nicola Hagemeister (FDP), Siegfried Nowak (Linke), Hartmut Oster (Grüne), Bernd Schulze-Waltrup (CDU) und Moderatorin Sylvia Homann (l.). Foto: DPH/Oliver Claes


Der SPD-Bundestagsabgeordnete Burkhard Blienert betonte, die Situation in Afghanistan könne nicht pauschal betrachtet werden, insgesamt sei die Lage aber unsicher. Deshalb habe die Bundesregierung Abschiebungen ausgesetzt. Laut Bernd Schulze-Waltrup (CDU), Vertreter für den Bundestagsabgeordneten Dr. Carsten Linnemann, sollte die Frage im Zentrum stehen, wie man den Menschen in ihrer Heimat wieder eine lebenswerte Perspektive bieten könne. Dass Afghanistan nicht sicher sei und nicht dorthin abgeschoben werden dürfe, darin waren sich Hartmut Oster, Bundestagskandidat der Grünen, und Siegfried Nowak in Vertretung für Kathrin Vogler, Bundestagskandidatin der Linken, einig. Nicola Hagemeister, Bundestagskandidatin der FDP, plädierte dafür, dass Afghanen Asyl bekommen sollten, bis die Lage in ihrem Land geklärt sei.

Das Aussetzen des Familiennachzugs bis März 2018 kritisierten Hartmut Oster (Grüne) und Siegfried Nowak (Linke). Burkhard Blienert (SPD) hält eine Neubewertung für notwendig, da sehr viele Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien betroffen seien. Für ein Einwanderungsgesetz sprachen sich sowohl Blienert als Bernd Schulze-Waltrup (CDU) und Nicola Hagemeister (FDP) aus.

Für die weitere Flüchtlingsarbeit betonte Bernd Schulze-Waltrup (CDU) die große Bedeutung ehrenamtlichen und gesellschaftlichen Engagements, Hartmut Oster (Grüne) wies darauf hin, dass mit weiteren Flüchtlingsbewegungen, auch durch Klimaflüchtlinge, zu rechnen sei. Siegfried Nowak (Linke) hält eine offensive Integrationsarbeit für erforderlich, Nicola Hagemeister (FDP) setzt auf Bildung von Anfang an, unabhängig vom asylrechtlichen Status, und auch für Burkhard Blienert (SPD) sind Bildung, Wohnung und Arbeit sowie interreligiöser Dialog zentrale Aufgaben.

2017 07 05 Diskussion Asyl Besucher kl

Besucher im Lukaszentrum: Sie beteiligten sich rege an der Diskussion zu Fragen der Asylpolitik. Foto: DPH/Oliver Claes


Aus dem Publikum wurden unter anderem die Themen moralische Verantwortung und deutsche Waffenlieferungen angesprochen und die Frage nach dem besonderen Schutz für Frauen und Kinder gestellt. Nicola Hagemeister (FDP) sprach sich für eine geschützte Unterbringung von Frauen und Kindern aus, und Burkhard Blienert (SPD) setzt beim Thema Schutzbedürftigkeit auf mehr Sensibilisierung der Mitarbeitenden von Behörden. Bernd Schulze-Waltrup (CDU) sieht eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung, Fluchtursachen abzubauen, zum Beispiel auch durch das eigene Konsumverhalten. Hartmut Oster (Grüne) und Siegfried Nowak (Linke) forderten „fairen Handel“ und ein Verbot von Waffenexporten. Offen gebliebene Fragen des Publikums werden von den Veranstaltern an die Politikerinnen und Politiker weitergeleitet.

Veranstalter der Podiumsdiskussion waren der Caritasverband Paderborn, das Dekanat Paderborn, der Evangelische Kirchenkreis Paderborn, die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. und die Regionalstelle der Evangelischen Erwachsenenbildung Westfalen und Lippe e.V.


 

 

2017 07 04 Spende Schule SMP PB kl
Spendenübergabe: Brigitte Junker, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Schulmaterialienkammer (hinten v. l.) und Lehrerin Julia Barkhausen sowie Schülerinnen und Schüler der Heinz-Nixdorf-Gesamtschule. Foto: Schule

Paderborn (dph). Der Sozial-Genial-Kurs der 8. und 9. Klasse der Heinz-Nixdorf-Gesamtschule Paderborn unterstützt die Schulmaterialienkammer der Diakonie-Paderborn-Höxter e.V. mit einer Spende in Höhe von 200 Euro.

Die Einrichtung der Diakonie im Lukas-Zentrum, die kostenlos Schulmaterialien an Kinder aus Familien mit geringem Einkommen ausgibt, hatte ihre Arbeit im Kurs vorgestellt. Die Schülerinnen und Schüler beschlossen daraufhin, etwas für die Schulmaterialienkammer zu tun. Beim Tag der offenen Tür der Schule organisierten sie selbständig eine Waffelbackaktion.

Diakonie-Mitarbeiterin Susanne Bornefeld lobt die tolle Aktion. „Ich freue mich besonders, weil sich hier Schüler für Schüler engagiert haben.“

 

 

 

2017 07 04 Lieth Fest

Aktionen für Kinder: Der Diakonie-Stand beim Liethfest. Foto: Diakonie

Paderborn. Auch in diesem Jahr war die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. beim traditionellen Sommerfest im Stadteilpark auf der Lieth vertreten. Die Migrantenberatung bot an ihrem Stand Aktionen mit Spiel und Spaß für Kinder.

Das Liethfest wurde 1990 zum ersten Mal gefeiert. Es bietet den Besuchern Möglichkeiten zur Begegnung und möchte Brücken zwischen den Menschen in den Wohngebieten Lieth, Kaukenberg und Goldgrund schlagen. Der Erlös des Festes ist für die Kinder- und Jugendarbeit in den drei Wohngebieten bestimmt.

 

 

2017 06 20 plakat frauen und kinder zuerst final
 

Paderborn (dph). „Frauen und Kinder zuerst??! - Prioritäten in der Flüchtlingspolitik.“ Zu diesem Thema findet eine Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kirche und Politik am Dienstag, 4. Juli, um 19 Uhr im Lukas-Zentrum der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Paderborn, Am Laugrund 5 in Paderborn statt. Veranstalter sind Caritasverband Paderborn, Dekanat Paderborn, Evangelischer Kirchenkreis Paderborn, Diakonie Paderborn-Höxter e.V. und die Regionalstelle der Evangelischen Erwachsenenbildung Westfalen und Lippe e.V.

Am Podium nehmen aus dem Wahlkreis Paderborn teil: Burkhard Blienert, Bundestagsabgeordneter der SPD-Fraktion; Bernd Schulze-Waltrup in Vertretung für Dr. Carsten Linnemann, Bundestagsabgeordneter der CDU-Fraktion; Hartmut Oster, Bundestagskandidat der Grünen; Siegfried Nowak in Vertretung für Kathrin Vogler, Bundestagskandidatin der Linken; Nicola Hagemeister, Bundestagskandidatin der FDP sowie Pfarrer Helge Hohmann, Beauftragter für Zuwanderungsarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen und Domkapitular Dr. Thomas Witt, Vorsitzender des Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn und Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen im Erzbistum. Die Moderation übernimmt Sylvia Homann.

Die Podiumsteilnehmer werden Antworten auf asylpolitische Anfragen aus Kirche und Zivilgesellschaft geben: Wie kommen wir zu einer fairen Asylpraxis? Wie kann Integration nachhaltig gelingen? Welche Prioritäten wird der Bundestag bzw. wird ihre Partei im Laufe der nächsten Legislaturperiode in der Flüchtlingspolitik setzen? Für die Veranstalter ist die Frage, ob und wie Integration gelingt, eine der wichtigsten Zukunftsfragen. Alle Interessierten sind eingeladen, sich daran zu beteiligen.

„Wir schaffen das!“ Dies war der prägnante Satz einer Politik des Willkommens, die weltweit als vorbildlich gerühmt wurde, heißt es in der Einladung: „Die Bundesregierung unter Angela Merkel hat sich mit dieser Äußerung einmal der Herausforderung gestellt, die vielen einreisenden Flüchtlinge willkommen zu heißen und Integration zu ermöglichen“. Der Ton in der politischen Diskussion um die Flüchtlingsthematik habe sich seitdem allerdings stark verändert: „‘Leitkultur‘ und ‚Konsequente Abschiebung‘ sind nun zwei der Hauptbegriffe, die deutlich machen, dass es nicht mehr um ein Willkommen, sondern vielmehr um Begrenzung und Ablehnung von Flüchtlingen geht. Eine Verschärfung des Asylrechts und eine regressive Asylpraxis stehen hiermit im Einklang. Selbst die bislang selbstverständliche und engagierte Einrichtung des Kirchenasyls wird angetastet.“

Weil die großen Kirchen dieser Entwicklung nicht einfach schweigend gegenüberstehen können, bitten sie den Gesetzgeber, „dem grundgesetzlich verbürgten Schutz der Familie in der Flüchtlingspolitik hohe Priorität beizumessen“, das betonen sie in einem gemeinsamen Wort.


Paderborn (dph). In der neuen Gruppe der Psychosozialen Krebsberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. für Jugendliche, bei denen ein Elternteil an Krebs erkrankt ist, sind noch Plätze frei. Gedacht ist die Gruppe für Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren. Sie findet immer freitags von 16.30 bis 18 Uhr in der Diakonie-Beratungsstelle, Riemekestraße 12 (2. Obergeschoss) statt.

Einmal in der Woche treffen sich die Jugendlichen, um gemeinsam kreativ zu sein, Filme zu schauen, Ausflüge zu machen und miteinander zu reden. Die Jugendlichen können sich so aktiv und offen einbringen, wie sie möchten. Das Angebot ist kostenlos, unterliegt der Schweigepflicht, und die Teilnahme ist unabhängig von Nationalität und Religionszugehörigkeit. Die neue Gruppe möchte die Jugendlichen stärken und ihnen das Gefühl von Gemeinschaft geben – als aktive Hilfe im Heilungsprozess der erkrankten Eltern.

Gefördert wird die Jugendgruppe von der Aktion Lichtblicke.

Kontakt: Sandra Schöning, Tel. (05251) 54018-41; E-Mail: riemeke(at)diakonie-pbhx.de


2017 05 30 S Schoening Jugendgruppe Krebsberatung kl
Begleitet die Jugendgruppe: Sandra Schöning. Foto: Diakonie


Paderborn (dph). Die Psychosoziale Krebsberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. erweitert ihr Angebot für Familien. Neben der bestehenden Kindergruppe wird eine neue Gruppe für Jugendliche, bei denen ein Elternteil an Krebs erkrankt ist, eingerichtet. Gedacht ist die Gruppe für Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren. Sie findet ab dem 9. Juni immer freitags von 16.30 bis 18 Uhr in der Diakonie-Beratungsstelle, Riemekestraße 12 (2. Obergeschoss) statt.

Einmal in der Woche treffen sich die Jugendlichen, um gemeinsam kreativ zu sein, Filme zu schauen, Ausflüge zu machen und miteinander zu reden. Die Jugendlichen können sich so aktiv und offen einbringen, wie sie möchten. Das Angebot ist kostenlos, unterliegt der Schweigepflicht, und die Teilnahme ist unabhängig von Nationalität und Religionszugehörigkeit.

Die neue Gruppe möchte die Jugendlichen stärken und ihnen das Gefühl von Gemeinschaft geben – als aktive Hilfe im Heilungsprozess der erkrankten Eltern.

Gefördert wird die Jugendgruppe von der Aktion Lichtblicke.

Kontakt: Sandra Schöning, Tel. (05251) 54018-41; E-Mail: riemeke(at)diakonie-pbhx.de


2017 05 16 Bahnofsmission FAW Gruppe Innen HP Kl
Kuchenspenden und Flyerentwurf für die Bahnhofsmission (v. l.) Sabine Bergmaier, Leiterin der Bahnhofsmission, die Kursteilnehmenden Suela Aliji, David Kara, Ali Zandi und Ahil Alptekin sowie Bardhec Palushaj, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Bahnhofsmission und Jenny Plappert, pädagogische Mitarbeiterin der FAW. Foto: Privat

Paderborn. Eine Informationsveranstaltung über die Arbeit der Bahnhofsmission Paderborn in der Fortbildungsakademie der Wirtschaft gGmbH hat bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Ich bin emotional gerührt“, sagt eine Teilnehmerin des Kurses der FAW bei der Veranstaltung Ende Januar: „Wie können wir unterstützen?“ Die Bereiche Wirtschaft und Verwaltung, Lager und Handel sowie Gesundheit und Soziales entschlossen sich spontan, die Arbeit der Bahnhofsmission, die von der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. und INVIA Paderborn e.V. getragen wird, gezielt mit dem Projekt „Mission Bahnhof“ zu unterstützen.

Jenny Plappert, pädagogische Mitarbeiterin der FAW gGmbH, besuchte anschließend mit Teilnehmenden der drei Fortbildungsbereiche die Bahnhofsmission Paderborn, die in direkter Nachbarschaft der Fortbildungseinrichtung liegt, um sich genauer über die Möglichkeiten der Unterstützung zu informieren.

Ende März wurden die Aktionen dann in einer Informationsveranstaltung in den Räumen der FAW vorgestellt. Die Teilnehmenden der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen haben in den vergangenen Wochen fleißig gut erhaltene, gebrauchte Kleidung gesammelt und diese an die Bahnhofsmission Paderborn übergeben. Außerdem hat die Gruppe aus dem Bereich Wirtschaft und Verwaltung den ersten Entwurf eines neuen Flyers für den Service Bahnhofsmission Mobil gestaltet.

Zudem entschlossen sich die Teilnehmenden aller drei Bildungsgänge mittels selbstgebackenen Kuchen Spenden für die Bahnhofsmission Paderborn zu sammeln. Die Einnahmen aus dem Kuchenverkauf während mehrerer Tage kommen ohne Abzug den hilfesuchenden Menschen in der Bahnhofsmission zu Gute. Von dem Ertrag wurden Schlafsäcke gekauft, die immer dringend gebraucht werden und auch bereits an die Bahnhofsmission übergeben wurden.

Alle Aktionen zur Unterstützung der Bahnhofsmission Paderborn wurden bis Mai fortgeführt. Außerdem stellen zukünftig noch mehrere Teilnehmer ihre Arbeitskraft der Bahnhofsmission zur Verfügung.

Sabine Bergmaier, Leitung der Bahnhofsmission Paderborn und Bardhec Palushaj, langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter, nahmen an der Informationsveranstaltung in der FAW im März teil und bedankten sich herzlich für diese gezielte Unterstützung. „Es ist immer schön, wenn sich Menschen für andere Menschen einsetzen und besonders schön, wenn auch junge Menschen sich sozial engagieren.“ meint Bergmaier. Für die Zukunft sind weitere Aktionen geplant. Auch die Diakonie und INVIA als Träger der Bahnhofsmission Paderborn begrüßen die verschiedenen Unterstützungsaktionen.


 

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Bittet um Tornister und Rücksäcke für Schüler: Diakonie-Mitarbeiterin Susanne Bornefeld. Foto: Diakonie


Paderborn (dph). Die Schulmaterialienkammer der Diakonie Paderborn-Höxter e. V. benötigt dringend gut erhaltene gebrauchte Tornister und Rücksäcke. Sie können im Lukaszentrum des Evangelischen Lukas-Pfarrbezirks, Am Laugrund 5, Montag bis Freitag von 8.30 bis 11.30 Uhr abgegeben werden.

Die Einrichtung der Diakonie gibt kostenlos Schulmaterialien an Kinder aus Familien mit geringem Einkommen aus. Dazu gehören auch Rucksäcke und Tornister. „Nach wie vor wissen viele Paderborner Familien nicht, wie sie alle erforderlichen Schulmaterialien bezahlen sollen. Die Kosten für einen Tornister können schnell zu einem Problem werden“, erklärt Diakonie-Mitarbeiterin Susanne Bornefeld und bittet um Unterstützung. „Wir haben nach wie vor einen sehr großen Bedarf an Rücksäcken und Tornistern“.


 

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Kleine Gewinner: Vor allem Kinder hatten Spaß beim Drehen des Glücksrades am Aktionsstand der Bahnhofsmission. Foto: Bahnhofsmission

Paderborn. Bei ihrem Aktionstag haben die Bahnhofsmissionen Altenbeken und Paderborn einfach mal „Danke“ zu den Bürgerinnen und Bürgern gesagt: Am Aktionsstand in der Nähe des Rathausplatzes erhielten Passanten von ehrenamtlich Mitarbeitenden der Bahnhofsmissionen Karten mit einem kleinen selbstgestalteten Holzkreuz und dem Schriftzug „Wir sagen Danke“.

Außerdem konnten Interessierte an einer Verlosung von insgesamt sechs Eintrittskarten für die Landesgartenschau in Bad Lippspringe teilnehmen (1. Preis: 3 Eintrittskarten, 2. Preis: 2 Eintrittskarten und 3. Preis: 1 Eintrittskarte). Die Karten sind eine Spende der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Lippspringe und der Katholischen Kirchengemeinde St. Martin in Bad Lippspringe. Viele Besucherinnen und Besucher hatten von dieser Verlosung im Vorfeld in der Tagespresse gelesen und waren deshalb gezielt zum Aktionsstand gekommen. Leider konnte die geplante Luftballonaktion wegen des Wetters nicht stattfinden. So werden die Gewinner jetzt per Losziehung ermittelt und dann schriftlich benachrichtigt.

Zahlreiche Kinder hatten an diesem Tag richtig Spaß: Beim Glücksraddrehen mussten kindgerechte Fragen zum Thema „Eisenbahn“ und „Zug fahren“ beantwortet werden. Bei richtiger Antwort gab es kleine Spielzeuge als Preis, und es gab wirklich kein Kind, das nicht gewonnen hat.

Auch die Ehrenamtlichen der Bahnhofsmission hatten ein schönes Erlebnis. Eine Kita-Gruppe hatte sich sehr erfolgreich am Glücksrad und den Fragen beteiligt, und als Dankeschön für die Mitarbeitenden der Bahnhofsmissionen gaben die Kinder mit ihren Erzieherinnen eine Kostprobe ihrer Sangeskunst. Schöner kann man nicht Danke sagen, waren sich alle einig.

2017 04 28 Aktionstag BM Gruppe

Im Einsatz beim Aktionstag: Die Ehrenamtlichen der Bahnhofsmission (v.l.) Ingrid Huneke, Dagmar Wittmann und Daisy Höcker. Foto: Bahnhofsmission







 

 

Hilfe Für Flüchtlinge

 

 

Termine

24.Juni 2019, 15 - 16 Uhr: Sprechstunde der Sucht- und Drogenberatung im Familienzentrum Arche, Warburg, Ahornweg 14.


25. Juni 2019, 8.30 bis 10 Uhr: Elternfrühstück, in Paderborn, Ev. Familienzentrum Johannes, Dietrich-Bonhoeffer-Straße 7.


02. Juli 2019, 14 bis 16 Uhr: Offene Sprechstunde der Psychosozialen Krebsberatung, in Höxter, Räume der Diakonie, Brüderstraße 7.


Meldungen

  • „Zeichen setzen“: Sommersammlung der Diakonie, 22. Juni bis 13. Juli 2019. Mehr erfahren

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