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Am Montag den 15.03.2021 wurden die Internationalen Wochen gegen Rassismus von Ministerpräsident Laschet, Bundestagsvizepräsidentin Roth und Bundespräsident Steinmeier mit dem Aufruf, in Zeiten der Corona-Pandemie gegen Fremdenhass einzutreten, eröffnet. Die Integrationsagentur der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. beteiligt sich an diesem Vorhaben und greift den Aufruf in einem Podcast auf.

Die Integrationsagentur der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. bietet einen, auch über die zwei Wochen hinweg bestehenden, Podcast unter dem Titel „Solidarität Grenzenlos Paderborn“ an. Ziel des Podcasts ist es, zum einen Aufklärung- und Sensibilisierungsarbeit dahingehend zu betreiben, dass Rassismus und Diskriminierung auch im Kreis Paderborn vorhanden sind und zum anderen darauf aufmerksam zu machen, dass sich viele verschiedene Akteure dieser Problematik annehmen. Hierzu wurden Interviews mit dem Projektleiter Milan Bachem des Landesprojektes NRWeltoffen Paderborn und Johannes Menze vom Bündnis für Demokratie und Toleranz geführt, in denen beide Einblicke in ihre Arbeit gegen Fremdenhass in Paderborn gewähren.

Der Podcast kann über die beiden Links angehört und gerne verbreitet werden.

https://anchor.fm/diakonie-paderborn

https://open.spotify.com/show/1rR48EldEhg1MuAlmyn8so

Paderborn. Die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. hat 500 Schutzmasken über das Jobcenter Paderborn aus Beständen des Kreises Paderborn erhalten. Empfängerinnen und Empfänger von Arbeitslosengeld II aus Stadt und Kreis Paderborn, die in der Riemekestraße, der Außenstelle der Schuldnerberatung im Jobcenter und in der Klingenderstraße beraten werden, können - so lange der Vorrat reicht - bis zu 10 Schutzmasken erhalten.

Weitere Schutzmasken des Jobcenters können per E-Mail (Paderborn.Schutzmasken@jobcenter-ge.de) oder telefonisch unter (05251) 54090 angefragt werden. Hilfebedürftige erhalten diese dann unkompliziert per Post.

2021 02 28 Synode Senderaum kl

Im Sendezentrum der Online-Synode: (v. l.) Scriba Wolfgang Neumann, Superintendent Volker Neuhoff und Synodalassessor Gunnar Wirth. Technisch umgesetzt wurde die digitale Tagung von David Heuer (vorne), Broadcast und Event Engineering. Foto: EKP/Oliver Claes

Kreis Paderborn/Kreis Höxter (ekp). Die online tagende Synode des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn hat zwei wegweisende Beschlüsse zur Finanzierung der Kindertageseinrichtungen und zur „Digitalen Kirche“ gefasst.

„An jeder Stelle, wo die Weitergabe des Evangeliums gelingt und auf fruchtbaren Boden fällt, freuen wir uns (…). Das ist ein Geschenk“, so Superintendent Volker Neuhoff in seiner Einführung. Angesichts sinkender Gemeindegliederzahlen und Kirchensteuermittel „brauchen wir eine Prioritätendiskussion und sollten dabei nicht in Verteilungskämpfe verfallen“.

Kita-Finanzierung
Die Synodalen beschlossen zum Kita-Jahr 2021/2022, das am 1. August beginnt, Einsparungen bei den 16 evangelischen Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis (zehn in Trägerschaft des Kita-Verbundes, sechs in Trägerschaft von Kirchengemeinden) in Höhe von rund 989.000 Euro. Dabei soll jeder Einsparungsspielraum genutzt werden, der ohne Gefährdung der Betriebserlaubnis und möglichst unter Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen möglich ist.

Die Investitionen des Kirchenkreises in die Kindertageseinrichtungen für Personal- und Sachkosten wurden für das Kita-Jahr 2021/2022 gedeckelt: Sie sollen nicht mehr als 1 Million Euro betragen. Eine Gebäudestrukturanalyse soll zudem Einsparpotentiale bei den Kita-Gebäuden ermitteln. Außerdem erteilte die Synode zwei Prüfaufträge zur Trägerstruktur.

Hintergrund ist, dass das hohe Niveau der Investitionen in die evangelischen Kindertageseinrichtungen und die etablierten Standards, die weit über dem Rahmen öffentlicher Refinanzierungen lagen, bei zurückgehenden Kirchensteuereinnahmen nicht mehr zu halten ist. „Wir haben großes Interesse an unseren Kitas, und wir haben Interesse an auskömmlicher Arbeit. Aber wir können nicht mehr alles leisten, was aus unserer Sicht wünschenswert wäre“, kommentierte Neuhoff die Beschlüsse.

Digitale Kirche
Die Kreissynode entschied sich für die Professionalisierung des Einsatzes und der Entwicklung der Sozialen Medien in Kirchenkreis und Kirchengemeinden: Mit großer Mehrheit stimmte sie der Einrichtung einer Projektstelle „Digitale Kirche“ zu. Eine Vollzeitstelle dafür soll ab dem 1. Oktober 2021 besetzt werden. „Die beste Botschaft der Welt“, so Pfarrerin Antje Lütkemeier, soll vor allem die 18- bis 38-Jährigen auf neuen Wegen erreichen. „Fast 50 Prozent der Kirchenaustritte bei uns kommen aus dieser Altersgruppe“, informierte Lütkemeier. Sie ist Mitglied der AG „Digitale Kirche“, die den von der Synode im November erteilten Auftrag, ein Konzept für diesen Bereich zu erstellen, umsetzte. Das Projekt mit Kosten von ca. 250.000 Euro ist auf drei Jahre angelegt. Die AG „Digitale Kirche“ hat sich mit dem Konzept bereits beim Innovationsfonds der Evangelischen Kirche von Westfalen, TeamGeist, beworben.

„Wir brauchen ein ansprechendes digitales Angebot, das dem Leben als Christinnen und Christen in unserem Kirchenkreis Paderborn - mit allen Fragen nach Gott, mit allen Glaubensthemen, mit kirchlichen Angeboten und Möglichkeiten zur Vernetzung - einen öffentlichen Raum gibt, (…) inklusive aktiver Mitgestaltung“, beschrieb Pfarrer Felix Klemme, AG „Digitale Kirche“, das Ziel.

Wahlen
Als Antwort auf neue Herausforderungen war auf der Synode im November beschlossen worden, den Synodalen Ausschuss Gottesdienst und Theologie zu teilen. Dies wurde mit der Wahl der Mitglieder des neuen Ausschusses für Theologie und des neuen Ausschusses für Gottesdienst und Kirchenmusik umgesetzt.

An der digitalen Synode nahmen 85 stimmberechtigte und 17 beratende Mitglieder aus den 14 evangelischen Kirchengemeinden und den gemeinsamen Diensten teil. Sie vertreten über 77.000 evangelische Christinnen und Christen, die in den Kreisen Höxter und Paderborn sowie im lippischen Lügde leben.



2020 10 12 Bahnhofsmission Übergabe Essen kl
Die Bahnhofsmission Paderborn wurde für ihr ehrenamtliches Engagement mit dem Ehrenamtspreis des Kreises Paderborn ausgezeichnet. Foto: Bahnhofsmission 

Paderborn. Im Mittelpunkt des digitalen Neujahrsempfangs des Kreises Paderborn stand traditionell die Auszeichnung von drei Personen bzw. Institutionen für ihr ehrenamtliches Engagement. Landrat Christoph Rüther zeichnete in diesem Jahr die Aidshilfe Paderborn, die Bahnhofsmission Paderborn sowie den Verein „Ambulanter Hospizdienst Mutter Teresa – Leben dürfen bis zuletzt“ aus. Überreicht wurden der Bronzeteller des Kreises Paderborn, eine Urkunde, Blumen und ein Scheck in Höhe von 1.000 Euro an die jeweiligen Preisträger.

Bahnhofsmission Paderborn
In der Bahnhofsmission Paderborn steht die Kaffeemaschine nicht still. Über die Tasse Kaffee kommt man ins Gespräch. Die wenigsten der Besucher sind Reisende. Da kommt der Obdachlose, der sich im Winter oder frühmorgens einfach mal für einen Moment aufwärmen oder ausruhen möchte. Da kommen einsame alte Menschen, die niemanden mehr haben. Oder jene, die einen Bruch in ihrer Biographie erfahren haben und aus den unterschiedlichsten Gründen ihren Alltag nicht mehr bewältigen. „Leute sollten mehr hingucken und nicht einfach verurteilen. Da hängt immer ein Schicksal dahinter“, sagt eine Ehrenamtliche der Bahnhofsmission Paderborn.

Im vergangenen Jahr konnte sie auf ihr 110-jähriges Bestehen zurückblicken. Mehr als 30 Ehrenamtliche im Haus am Gleis 1 sorgen derzeit dafür, dass Menschen einen Ort haben, der sie willkommen heißt. „Hier muss kein Antrag gestellt werden. Jemand klopft an und wir unterstützen“. Wer möchte, bekommt Beratung und Unterstützung. Die Bahnhofsmission ist mit allen relevanten Einrichtungen vernetzt. Für Menschen, die nicht alleine reisen können, bietet die mobile Bahnhofsmission Reisebegleitungen an.

Darüber hinaus kochen seit Mai 2020 arbeitslose Teilnehmerinnen und Teilnehmer des vom Jobcenter geförderten IN VIA-Projektes „IN VIA Menü“ regelmäßig an 4 Tagen pro Woche für Ratsuchende und Gäste der Bahnhofsmission. 80 bis 100 Portionen werden an jedem dieser 4 Tage von den Ehrenamtlichen der Bahnhofsmission verteilt. Da kommen Menschen ohne Bleibe oder von Armut betroffene Familien. Finanziert werden die Lebensmittel durch Spenden der Deutschen Bahn, ein Rettungspaket der Stiftung Aktion Mensch und durch einen privaten Spender.

Den Ehrenamtspreis für die Bahnhofsmission nahm die langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterin Gerda Hellweg entgegen. „Wenn ich an all die Stunden denke, die Energie, die Sie dort investieren, kann ich nur von ganzem Herzen Danke sage. Ihre Arbeit ist extrem wichtig“, betonte Landrat Christoph Rüther.

Die Bahnhofsmission in Paderborn wird in ökumenischer Zusammenarbeit von der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. und IN VIA Paderborn e.V. getragen.

Zum Film über die Bahnhofsmission:
https://youtu.be/04t2grUnFyA

„Stille Helden des Alltags“
Bereits seit 20 Jahren sind die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Paderborn dazu aufgerufen, „ihre „stillen Helden des Alltags“ zu benennen. Ein interfraktioneller Arbeitskreis hat anschließend die schwere Aufgabe, drei Vorbilder auszuwählen, deren ehrenamtliches Engagement Beispiel und Ansporn sein kann für viele. Die abschließende Entscheidung trifft stets der Kreis- und Finanzausschuss. So unterschiedlich die Biographien und der gezeigte Einsatz auch sind: „Dieses Engagement ist unverzichtbar in unserer Mitte verankert und unheimlich wertvoll“, betonte Landrat Christoph Rüther. Daher könne man den Menschen, die sich in ihrer Freizeit für andere engagieren, nicht genug danken.




2020 12 10 Krebsberatung kl

Arbeiten für die Psychosoziale Krebsberatung der Diakonie: Psychoonkologin Petra Grunwald-Drobner (l.) und neu Verwaltungsmitarbeiterin Katharina Bernhardt. Foto: Diakonie/Oliver Claes

Paderborn (dph). Die Psychosoziale Krebsberatungsstelle der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. steht schon seit vielen Jahren den von Krebs betroffenen Menschen und ihren Angehörigen mit ihren Angeboten zur Seite. Nachdem die Finanzierung der Psychosozialen Krebsberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. über viele Jahre nicht ausreichend gesichert war, gibt es nun zwei neue Entwicklungen, die die Arbeit für die Zukunft absichern.

Zum einen hat die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. zusammen mit dem Kreis Herford und Parisozial Minden-Lübbecke-Herford einen Verbund Krebsberatung OWL gegründet. Da der Verbund die Mindestvoraussetzungen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erfüllt, wurde ein Antrag bei der GKV zur Kostenerstattung für die Psychosoziale Krebsberatung gestellt. Zum anderen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ganz aktuell verkündet, dass die GKV nicht wie bisher nur 40 Prozent der Kosten für die Psychosoziale Krebsberatung erstatten soll, sondern 80 Prozent, sofern die Mindestausstattung gewährleistet wird. „Damit ist ein Durchbruch zur dauerhaften Sicherung der Psychosozialen Krebsberatung geglückt“, freut sich Diakonie-Vorstand Jutta Vormberg.

Der Verbund Krebsberatung OWL erfülle die Anforderungen der GKV an die personelle Mindestausstattung, erläutert Petra Grunwald-Drobner, Psychoonkologin der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. Unterstützt wird sie seit Mitte November von Katharina Bernhardt, die als Sekretariat für die Krebsberatung erste Ansprechpartnerin ist.

Psychosoziale Krebsberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V.
Die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. bietet Psychosoziale Krebsberatung in der Beratungsstelle in der Riemekestr. 12 in Paderborn an. Ansprechpartnerin ist die Psychoonkologin Petra Grunwald-Drobner. Betroffene werden in psychosozialen Fragen, bei Anträgen und Formularen sowie bei finanziellen Problemen beraten. Außerdem bietet die Psychosoziale Krebsberatung regelmäßig eine Sprechstunde in Höxter in den Räumen der Diakonie, Brüderstraße 7, an.
In der Paderborner Beratungsstelle gibt es außerdem – sobald es die Corona-Regeln wieder erlauben – einen Gesprächskreis für Betroffene (in der Regel jeden ersten Montag im Monat) und eine Gruppe für Kinder an Krebs erkrankter Eltern (in der Regel donnerstags).
Die Psychosoziale Krebsberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. wurde 2006 eingerichtet und ist derzeit die einzige Beratungsstelle dieser Art in den Kreisen Paderborn und Höxter. Unterstützt wird sie vom „Förderverein für unabhängige Psychosoziale Krebsberatung e.V.“ In Ostwestfalen-Lippe gibt es weitere Psychosoziale Krebsberatungsstellen in Bielefeld, Herford und Minden-Lübbecke.

Kontakt:
Petra Grunwald-Drobner
Tel.: 05251 54018-41
E-Mail: krebsberatung(at)diakonie-pbhx.de

 



2020 12 03 SKB Krankenhaustaschen kl

Besonderes Projekt: Dank einer Spende der Evangelischen Kirchengemeinde Lichtenau können schwangere Frauen mit Fluchterfahrung eine Grundausstattung an Bekleidung und Hygieneartikeln für die Entbindung im Krankenhaus erhalten. Foto: Diakonie/S. Wille

Paderborn (dph). In diesem Jahr kann die Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. auf 20 Jahre erfolgreiche Arbeit als staatlich anerkannte Beratungseinrichtung zurückblicken. Wegen der Corona-Pandemie musste der für November geplante Dank-Gottesdienst ausfallen, dafür konnte in diesem Jahr dank einer Spende ein besonderes Projekt verwirklicht werden, und es gab auch ein Dienstjubiläum zu feiern.

„Eine Schwangerschaft löst nicht immer nur Glücksgefühle aus. Es gibt Zeitpunkte, die könnten für eine Schwangerschaft nicht ungünstiger sein. Manchmal kommen innere und äußere Konflikte zu Tage“, wissen Andrea Rottmann und Alexandra Nodzynski. Sie sind in der Beratungsstelle der Diakonie in der Riemekestraße 12 für Frauen, Paare und Familien, für Erwachsene und Jugendliche da.

Gesetzliche Grundlagen sind u.a. das Schwangeren- und Familienhilfeänderungsgesetz und Schwangerschaftskonfliktgesetz. Sie regeln die verpflichtende Beratung der Schwangeren in einem Schwangerschaftskonflikt sowie die Ansprüche auf psychosoziale Beratung in Fragen der Sexualaufklärung, Verhütung und Familienplanung sowie in allen eine Schwangerschaft berührenden Fragen sowie das Angebot der vertraulichen Geburt. Die Themen in der Arbeit sind also breit gefächert und reichen von Informationen rund um Schwangerschaft über Rechte im Arbeitsleben und Möglichkeiten finanzieller Hilfen (Anträge bei der Bundesstiftung „Mutter und Kind“- Schutz des ungeborenen Lebens) bis zu Krisensituationen wie Fehl- oder Totgeburt und psychosozialen Konflikten in der Familie.

In den vergangenen 20 Jahren hat es immer wieder Veränderungen in der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung gegeben. Zum Beispiel ist 2010 der Anspruch auf vertiefende psychosoziale Beratung im Zusammenhang mit Ergebnissen der pränatalen Diagnostik gesetzlich verankert worden, und 2014 ist das „Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt“ in Kraft getreten. „Wir haben diese Veränderungen als Chance genutzt, Bewährtes zu erhalten und Neues zu gestalten“, erklärt Andrea Rottmann, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Dienstjubiläum bei der Diakonie begangen hat.

Die Zahl der Klientinnen ist in den zwei Jahrzehnten der Arbeit enorm gestiegen, von anfangs 29 Fällen pro Jahr auf durchschnittlich 600 Beratungsfälle. Besonders in den Jahren 2016 und 2017 waren die Zahlen wegen vieler geflüchteter Frauen sehr hoch, weiß Susanne Wille, die als Verwaltungsfachkraft für die Vergabe der Mittel aus der Bundesstiftung Mutter und Kind zuständig ist.

Die „Bundesstiftung Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens” hilft allen schwangeren Frauen in einer Notlage. Nach Prüfung der Einkommenssituation erhalten sie auf unbürokratischem Weg ergänzende finanzielle Hilfen, die ihnen die Entscheidung für das Leben des Kindes und die Fortsetzung der Schwangerschaft erleichtern sollen.

Hilfe für Schwangere auch in der Corona-Zeit
Eine einschneidende Veränderung war in diesem Jahr dann die Corona-Pandemie. „Die Vorfreude auf die Geburt ist durch Corona manchmal getrübt und belastet. Die Frauen sorgen sich nicht nur um die eigene Gesundheit, sondern auch vor allem um die Gesundheit des ungeborenen Kindes“, berichtet Alexandra Nodzynski. Außerdem konnten Partner nicht bei Vorsorgeuntersuchungen und teilweise auch nicht bei den Entbindungen dabei sein. Hinzu kommen in vielen Familien Existenzängste durch finanzielle Engpässe infolge von Kurzarbeit oder Jobverlust. „Der Bedarf an Beratung und Unterstützung in der Corona-Krise ist sehr hoch“, so Andrea Rottmann. Mit entsprechenden Hygienekonzepten konnte die Beratung aber ohne Unterbrechung angeboten werden.

„Schwangerschaft ist und bleibt eine emotionale Zeit. Wir lassen die Frauen nicht alleine, ganz nach dem Motto der Evangelischen Kirche von Westfalen Mit der Frau, nicht gegen sie“, betonen Andrea Rottmann und Alexandra Nodzynski.

Ev. Kirchengemeinde Lichtenau spendete für Krankenhaustaschen
Das Projekt „Krankenhaustaschen für schwangere Frauen mit Fluchterfahrung“ wurde 2016 zum ersten Mal mit Unterstützung der Aktion Lichtblicke realisiert. Nunmehr konnte es durch eine großzügige Spende der Evangelischen Kirchengemeinde Lichtenau in Höhe von 1.815 Euro erneut umgesetzt werden.

Neben den Taschen mit einer Grundausstattung an Bekleidung und Hygieneartikeln für die Entbindung im Krankenhaus erhalten die Frauen auch Beratung und Begleitung. „Der Bedarf an Hilfe ist weiterhin groß, und die Taschen werden als praktische und lebensnahe Hilfe immer sehr dankbar angenommen.“, freuen sich Andrea Rottmann und Alexandra Nodzynski über die Spende.

Das Gesundheitssystem und Vorsorgeuntersuchungen für das Kind seien vielen Frauen fremd. „Indem wir den Inhalt der Krankenhaustaschen mit den Frauen besprechen, können wir viele Themen ganz unverfänglich ansprechen und Vertrauen aufbauen“, erklären die Diakonie-Mitarbeiterinnen.
Weitere Spenden für dieses Projekt sind willkommen.

Kontakt:

PB Rottmann 130909 PB Nodzynski 840 1 PB Wille 837 3

Andrea Rottmann
Dipl.-Sozialarbeiterin,
Systemisches Management,
Sexualpädagogin,
Sexualtherapeutin (DGfS)

05251-54018-46
rottmann(at)diakonie-pbhx.de

Alexandra Nodzynski
Dipl. Sozialpädagogin,
Systemische Therapeutin,
Familientherapeutin (DGSF)

05251 54018-45
nodzynski(at)diakonie-pbhx.de

Susanne Wille
Team-Assistentin

05251 54018-40
Riemeke(at)diakonie-pbhx.de

Diakonie Paderborn-Höxter e.V.
Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung
Riemekestraße 12, 33102 Paderborn


2020 11 27 Synode Gruppe kl

Im „Sendezentrum“ der digitalen Kreissynode: (v. l.) stellvertretender Synodalassessor Pfarrer Claus-Jürgen Reihs, Synodalassessor Gunnar Wirth und Synodalältester Wolfgang Dzieran. Foto: EKP/Oliver Claes



PADERBORN/KREIS HÖXTER/LÜGDE (ekp). Mit 78 (von 91) stimmberechtigten Synodalen tagte am 25. November die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn aufgrund der Corona-Pandemie erstmals digital. Die Synode leitete Assessor Pfarrer Gunnar Wirth in Vertretung des erkrankten Superintendenten Volker Neuhoff. Das Leitungsgremium Kreissynode setzt sich aus Abgeordneten der 14 evangelischen Kirchengemeinden und der gemeinsamen Dienste des Kirchenkreises zusammen. Die Synodalen vertreten über 78.000 evangelische Christinnen und Christen in den Kreisen Höxter und Paderborn sowie in Lügde im Kreis Lippe. Schwerpunktthemen waren die Finanzsituation und die Haushaltspläne.

In der Andacht zu Beginn der Kreissynode stellte Pfarrerin Melanie Freye heraus, dass die Kirchengemeinden mit Gott „ein ganz besonderes Plus“ auf ihrer Seite haben. Gottes Wort und Gegenwart helfe durch die schwere Zeit der Corona-Pandemie ebenso wie dabei, die anstehenden Diskussionen zu führen und Entscheidungen zu treffen.

Finanzsituation und Haushalte
In seinem Bericht zur Finanzsituation erklärte Verwaltungsleiter Bernd Zirbes, dass die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) für das Jahr 2021 mit 10 Millionen Euro weniger an Kirchensteuereinnahmen als 2020 rechne. Die Evangelische Kirche von Westfalen komme dank vorsichtiger Planung gut durch die aktuelle Krise. „Aber es ist nicht alles gut. Wir bewegen uns auf eine prekäre Finanzsituation zu.“, sagte Synodalassessor Gunnar Wirth.
Negativ wirkt sich das 2019 beschlossene neue Kinderbildungsgesetz (KiBiz) des Landes Nordrhein-Westfalen auf die Haushalte aus. Durch „tiefgreifende Veränderungen“, so Zirbes, komme weniger Geld für die Kindertageseinrichtungen beim Kirchenkreis an. Gunnar Wirth erläuterte dazu, dass durch die gesetzlichen Vorgaben des Landes NRW insbesondere die kirchlichen Kitas nicht mehr auskömmlich finanziert seien. „Es hat zahlreiche Versuche gegeben, im Vorfeld auf diese Schwierigkeiten hinzuweisen, aber die Kirchen dringen nicht zu den Entscheidern durch“, bedauerte Wirth. Eine Arbeitsgruppe wird bis zur nächsten Synode Lösungsvorschläge erarbeiten, wie auf die veränderte Situation reagiert werden kann.
Die Synodalen beschlossen die Haushalte des Kirchenkreises für das Jahr 2021 in Höhe von insgesamt 24,47 Millionen Euro.
Die Steigerungen der Personalausgaben seien vor allem auf Tarifsteigerungen zurückzuführen, informierte Verwaltungsleiter Bernd Zirbes bei der Vorstellung des Personalberichts. 2020 betragen die Bruttopersonalkosten 20,38 Millionen Euro (2019: 19,52 Mill.) Die Anzahl der Mitarbeitenden beträgt in diesem Jahr 533 (2019: 525). Den Großteil bilden mit 183 die Personalstellen in den 16 evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder sowie im Pfarrdienst mit insgesamt rund 54 Stellen.

Digitale Kirche
Nach den positiven Erfahrungen des auch Corona-bedingten digitalen Aufbruchs in den evangelischen Kirchengemeinden und in der Jugendarbeit in diesem Jahr (eigene Youtube-Kanäle mit Gottesdienst-Übertragungen, Podcasts, Instagram…) sollen die Rahmenbedingungen hierfür weiter professionalisiert werden. Die Kreissynode beauftragte die Arbeitsgruppe „Digitale Kirche“ und den Öffentlichkeitsausschuss damit, ein Konzept für ein Projekt im Bereich Digitale Kirche zu erarbeiten, das verschiedene Möglichkeiten der Umsetzung einschließt, etwa durch die Anstellung einer Fachkraft Soziale Medien. Insbesondere die 14- bis 45-Jährigen sollen durch weitere Angebote im Bereich Soziale Medien im Sinne der Mitgliederorientierung erreicht und die Kirchengemeinden bei ihren digitalen Angeboten unterstützt werden. „Dort erreichen wir Menschen, die wir analog nicht mehr erreichen“, blickte Pfarrerin Antje Lütkemeier auf diese guten Erfahrungen seit März zurück.

Ausschüsse werden geteilt
Als Antwort auf neue Herausforderungen wird der Synodale Ausschuss Gottesdienst und Theologie zukünftig geteilt: in einen Ausschuss für Theologie und in einen Ausschuss für Gottesdienst und Kirchenmusik, so ein weiterer Beschluss. Im Theologischen Ausschuss soll es darum gehen, theologische Standpunktezu klären, neue Situationen in die Gottesdienstpraxis zu integrieren und Impulse zu setzen, informierte Pfarrerin Almuth Reihs-Vetter. Im Ausschuss Gottesdienst und Kirchenmusik sollen sich Haupt- und Nebenamtliche sowie Ehrenamtliche (Pfarrer*innen, Prädikant*innen, Lektor*innen, Kirchenmusiker*innen, Küster*innen) über neue Gottesdienst-Formen und unterschiedliche Liturgien austauschen. Beide Ausschüsse sollen miteinander vernetzt werden. Der Nominierungsausschuss wurde damit beauftragt, bis zur nächsten Synode Namensvorschläge für die Besetzung der beiden Ausschüsse zu machen.

Überwiegend positiv beurteilten die Teilnehmenden die digitale Form der Kreissynode. Das ergab eine Umfrage am Schluss.


Paderborn. Die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. sucht für den Einsatzort Paderborn ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Schuldnerberatung sowie in der Hausaufgabenhilfe. Die Aufgaben sind geeignet für Menschen, die Freude an organisatorischer Arbeit haben bzw. gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Bei der ehrenamtlichen Tätigkeit in der Schuldnerberatung Paderborn geht es darum, Akten zu sortieren und gemeinsam mit den Klientinnen und Klienten Ordner mit Finanz-Unterlagen anzulegen.

Außerdem werden Ehrenamtliche in der Hausaufgabenhilfe für Kinder und Jugendliche in belasteten Familiensituationen gesucht, die von der Sozialpädagogischen Familienhilfe der Diakonie betreut werden.

Die Fahrtkosten werden erstattet, ein Versicherungsschutz ist gegeben, und der ehrenamtliche Einsatz erfolgt nach Bedarf und in Abstimmung mit den Ehrenamtlichen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns, von Ihnen zu hören.

Ansprechperson:
Frau Kamphemann
05251 500242
ehrenamt(at)diakonie-pbhx.de

2020 10 09 Synode KSV neu kl

Der neue Kreissynodalvorstand des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn: (v. l.) Synodalälteste Evelyne Schubert, Synodal-Assessor Pfarrer Gunnar Wirth, Synodalälteste Irmgard Alboth, Scriba Pfarrer Wolfgang Neumann, Superintendent Volker Neuhoff, Synodalältester Jürgen Engelmann, Synodalältester Rolf Hellweg und Synodalältester Wolfgang Dzieran. Foto: EKP/Oliver Claes

PADERBORN/KREIS HÖXTER/LÜGDE (ekp). Mit Corona bedingter Verspätung konnte die eigentlich für Juni geplante konstituierende Sitzung der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn nun stattfinden. Auf der Tagesordnung standen der Bericht von Superintendent Volker Neuhoff, die Berichte aus den Kirchengemeinden sowie nach der Kirchenwahl am 1. März die Wahlen der Mitglieder des Kreissynodalvorstandes, der Delegierten für die Landessynode und zu den einzelnen Ausschüssen des Kirchenkreises für die Synodalperiode 2020 bis 2024.

Zu der halbtägigen Synode waren mit dem nötigen Abstand 78 stimmberechtigte und sieben beratende Mitglieder in die Mensa der Friedrich-Spee-Gesamtschule Paderborn gekommen. Die Abgeordneten der 14 evangelischen Kirchengemeinden und der Gemeinsamen Dienste vertreten über 78.000 evangelische Christinnen und Christen in den Kreisen Höxter und Paderborn. In seiner Andacht zum Auftakt der Synode ging Pfarrer Karl-Ludwig Wendorff (Kirchengemeinde Altkreis Warburg) auf Gottesdienste und kirchliches Leben unter Corona-Bedingungen ein. Er appellierte, vorsichtig zu bleiben und weiterhin kleine Gottesdienste mit Abstand zu feiern: „Als Kirche haben wir einen fürsorgenden Auftrag und müssen die schützen, die uns anvertraut sind“, betonte Wendorff.

Gemeinden überwiegend frohgemut
Gemeindeleben vor und während Corona, gewollte und nicht freiwillige Veränderungsprozesse beinhalteten die Gemeindeberichte, so Synodalassessor Gunnar Wirth. Die Gemeinden hätten aufgrund der Beschränkungen durch Corona neues Terrain betreten und kreative, auch digitale Formen ausprobiert. Daneben gebe es als Herausforderung Strukturveränderungen durch das Zusammenlegen einzelner Kirchengemeinden. Die Stimmungen reichten von Bedenklichkeiten bis hin zu frohgemuten Aufbrüchen, wobei das Positive überwiege, fasste Wirth zusammen.

Kirche ist existenzrelevant
„Kirche verändert sich. Das tut sie seit 2000 Jahren. Und das ist gut so!“, stellte der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn, Volker Neuhoff, zu Beginn seines Berichts fest. Die Botschaft des Evangeliums wolle in jede Zeit hinein aktualisiert werden. Die äußere Form von Kirche sei tatsächlich zweitrangig, solange die Kommunikation des Evangeliums geschehe. „Mitgliederbindung, Finanzierungsfragen, Personalentwicklung, Beteiligungsformen und social media werden uns sehr stark beschäftigen“, nannte Neuhoff die praktischen Veränderungen in den nächsten Jahren. Die Corona-Pandemie wirke dabei wie ein Brennglas und stelle die Frage sehr deutlich: „Warum und wo und wie und mit wem und für wen seid ihr Kirche?“ Veränderung brauche neben Bereitschaft auch Kraft. „Unsere Kirche ist nicht systemrelevant“, so der Superintendent. Die Kirche sei aber in ihrem Kern „existenzrelevant“, stimmte er dem EKD-Ratsvorsitzenden, Bischof Bedford-Strohm, zu.

Persischsprachige Seelsorge bleibt
Das dank Pastor Mehrdad Sepehri Fard sehr erfolgreiche Projekt „Persischsprachige Seelsorge“ ende zwar nach drei Jahren Mitte Oktober, könne aber mit Finanzmitteln aus dem Ökumene-Fonds fortgesetzt werden, kündigte Volker Neuhoff an. Mit den Kirchenkreisen Soest-Arnsberg, Steinfurt-Coesfeld-Borken und Tecklenburg werde der Kirchenkreis eine gleichnamige Fachstelle mit Sitz in Paderborn gründen.

Kriminalisierung von Geflüchteten
Im Umgang mit Geflüchteten empfindet Neuhoff eine „Kriminalisierung von Flucht und Geflüchteten“: „Menschen werden haftbar gemacht dafür, dass sie aus Notsituation fliehen, und sie werden in Haft genommen, um sie abzuschieben. (…) Vor Bedrohung Geflüchtete werden selbst als Bedrohung empfunden. Und sie werden in Bedrohungssituationen zurückgeschickt.“ Kirchenasyl sei eine besondere Aufgabe für eine Kirchengemeinde. Hier wurde für den Kirchenkreis Paderborn ein solidarisches System aus finanzieller und ehrenamtlicher Unterstützung angeregt.

Aus für Psychosoziale Erstberatung in den ZUEs
„Aufgrund der politischen Rahmenbedingungen finanzieller und inhaltlicher Art sieht sich die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. gezwungen, die von ihr aufgebaute – vom Land NRW selbst anerkannte und zur Regel erhobene – Arbeit der Psychosozialen Erstberatung und das übernommene Beschwerdemanagement in den Zentralen Unterbringungs-Einrichtungen Bad Driburg und Borgentreich zum 31.12.2020 zu beenden“, informierte der Superintendent: „Wir bedauern es sehr, dass die Politik des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW die Arbeit der Wohlfahrtsverbände erschwert und uns daran hindert, diese erfolgreiche und wichtige Arbeit weiter fortzusetzen. Dies geht zu Lasten der geflüchteten und zum Teil vulnerablen Menschen in den ZUEs, die aufgrund der Vorgaben des Ministeriums in Zukunft auf qualitative Begleitung verzichten müssen.“ Würde die Diakonie diese Arbeit fortsetzen, müsste sie mehr als 60.000 Euro Eigenmittel aufbringen. informierte Neuhoff. Er halte es für „einen zutiefst irritierenden Vorgang, wenn ein Ministerium ein Modellprojekt zur Regel erhebt und zugleich die Initiatoren des Projektes durch realitätsferne Finanzierungsrichtlinien ausbootet“. Welches Gewicht hätten die Stimmen der Wohlfahrtsverbände und von Abgeordneten, der Diakonie RWL oder des Evangelischen Büros in der Ministerialbürokratie?“, zeigte sich Superintendent Neuhoff ebenso wie Diakonie-Vorstand Jutta Vormberg „fassungslos“.

Wahlen
Die Synodalen wählten den neuen Kreissynodalvorstand des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn. Wiedergewählt wurden Synodal-Assessor Pfarrer Gunnar Wirth (Weser-Nethe-Kirchengemeinde), Scriba Pfarrer Wolfgang Neumann (Emmer-Nethe-KG) und die Synodalältesten Evelyne Schubert (KG Schloß Neuhaus), Jürgen Engelmann (KG Büren-Fürstenberg) und Wolfgang Dzieran (KG Bad Lippspringe). Neu gewählt wurden die Synodalältesten Irmgard Alboth, 57, Diplom-Pädagogin (KG Paderborn) und Rolf Hellweg, 63, Koch und Küchenmeister im Ruhestand (Emmer-Nethe-KG). Sie folgen auf Helga Weber-Kruck und Dr. Wilfried Hauenschild, die altersbedingt aus ihren Ämtern ausgeschieden sind. Superintendent Volker Neuhoff, dessen Amtszeit acht Jahre beträgt, stand nicht zur Wahl.
Wiedergewählt wurden auch die Abgeordneten des Kirchenkreises für die Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen. Es sind die nicht-theologischen Abgeordneten Susanne Bornefeld, Wolfgang Dzieran und Dirk Appelt sowie der theologische Abgeordnete Pfarrer Ulrich Richter. Superintendent Volker Neuhoff ist durch sein Amt Mitglied der Landessynode.
Außerdem wählten die Synodalen die Mitglieder der einzelnen Ausschüsse des Kirchenkreises (Finanz-Ausschuss bis Tansania-Ausschuss) sowie die Synodalbeauftragten für einzelne Arbeitsbereiche („Christen und Juden“ bis „Tageseinrichtungen für Kinder“).

Neuer Ortsdezernent der Landeskirche
Mit seinem Grußwort stellte sich der neue theologische Ortsdezernent der Evangelischen Kirche von Westfalen für den Kirchenkreis Paderborn, Landeskirchenrat Rainer Timmer, vor. Seine Aufgabe sei es zu hören, was den Kirchenkreis bewege und diese Themen ins Landeskirchenamt zu tragen. Weitere Grußworte kamen von Paderborns Bürgermeister Michael Dreier und dem gastgebenden Schulleiter Lothar Schlegel. Nachdem er das Grußwort des Bürgermeisters verlesen hatte, dankte Superintendent Volker Neuhoff der Stadt Paderborn, dem Schulleiter und den hilfreichen Mitarbeitenden für die Unterstützung bei der Organisation der Synode.

2020 10 09 Synode Landessynodale Ortsdezernent kl

Landessynodale des Kirchenkreises und Ortsdezernent der Landeskirche: (v. l.) Landeskirchenrat Rainer Timmer, Dirk Appelt (nicht-theologischer Abgeordneter), Wolfgang Dzieran (nicht-theologischer Abgeordneter), Superintendent Volker Neuhoff, Susanne Bornefeld (nicht-theologische Abgeordnete) und Pfarrer Ulrich Richter (theologischer Abgeordneter). Foto: EKP/Oliver Claes

2020 10 12 Bahnhofsmission Übergabe Essen kl

Hilfe in der Bahnhofsmission: Zwei Gäste (im Vordergrund) erhalten von den Mitarbeitern Volker Hillebrand (l.) und Hans-Ulrich Schäfer (r.) ein sogenanntes „Corona-Paket“ mit Essen. Zurzeit dürfen nicht mehr als zwei Gäste zeitgleich die Bahnhofsmission betreten und sie müssen eine Mund-Nase-Maske tragen. Foto: Bahnhofsmission Paderborn

Paderborn. In diesem Jahr wollte die Bahnhofsmission Paderborn ihren 110. Geburtstag feiern. Doch durch die Corona-Pandemie, den Lockdown im März, die Hygiene- und Schutzverordnungen und die jetzt wieder steigenden Infektionszahlen ist in diesem Jahr alles anders.

Auch die Bahnhofsmission Paderborn musste ihre Arbeitsabläufe der Situation anpassen. Ehrenamtliche konnten nicht mehr zum Dienst kommen, ein Aufenthalt in den Räumen der Bahnhofsmission war und ist für Hilfesuchende nicht mehr möglich, und neue Wege wurden gefunden. Die Bahnhofsmission war auch während des Lockdowns für die in Not und Bedrängnis geratenen Menschen da. Es wurden Abläufe installiert, die es ermöglichten, die Hilfesuchende auch weiter zu unterstützen. Das sogenannte „Corona-Paket“ war entstanden, was heißt, dass ein Essenspaket ausgegeben wird und dazu wahlweise Kaffee oder Tee.

Die Bahnhofsmission Paderborn fand in dieser schweren Lage und aufgrund der Tatsache, dass immer mehr Menschen nach Hilfe fragten, auch finanzielle Unterstützer. So hat neben anderen Spendern zum Beispiel die Aktion Mensch eine größere Summe als Corona-Soforthilfe gespendet, und nun gibt es seit einigen Monaten an vier Tagen in der Woche ein Mittagessen für all diejenigen, die diese Unterstützung benötigen. „An dieser Stelle ein aufrichtiges und herzliches Dankeschön an die Spenderinnen und Spender: die Mitarbeitenden der VerbundVolksbank OWL, die Deutsche Bahn Stiftung und all die anderen“, sagt Sabine Bergmaier, Leiterin der Bahnhofsmission Paderborn.

Jetzt hat uns der Herbst die ersten regnerischen und kühlen Tage beschert, und die Anfragen nach warmer Kleidung (Sweatshirts, Jeans und warme Jacken) mehren sich. Auch nach Schlafsäcken und Schuhen wird wieder gefragt. Hier bittet die Bahnhofsmission Paderborn um Unterstützung: „Wir brauchen dringend Nachschub für unsere kleine Kleiderkammer und freuen uns über gut erhaltene und saubere gebrauchte Herrenkleidung und Schlafsäcke mit Isomatten. Auch Kaffeespenden werden wieder gern angenommen“, erklärt Sabine Bergmaier.

Die Bahnhofsmission Paderborn steht in Trägerschaft der Diakonie Paderborn-Höxter e.V und IN VIA Paderborn e.V.





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