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Veranstaltungen von Caritas und Diakonie im Kreis Höxter
Rat und Hilfe
Anlässlich der augenblicklich bundesweit laufenden Suchtwoche der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen in Hamm finden im Kreis Höxter eine Reihe von Aktionen statt. Im Kern geht es dabei darum, Menschen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu gewinnen, um der Entwicklung einer Abhängigkeit vorzubeugen.
Ein wichtiges Angebot im Rahmen von Vorbeugung und Beratung halten die Suchtberatungsstellen von Caritas und Diakonie in der Region bereit. Sie sind Ansprechpartner für alle Bürger des Kreises Höxter.
"Wir sehen uns in unserer Arbeit mit einer Vielzahl unterschiedlicher Fragen konfrontiert" berichtet Joachim Werth, Leiter der Sucht- und Drogenberatung im Beratungszentrum der Caritas in Brakel. "Da sind Menschen, die nach jahrelangem Alkoholkonsum Ermutigung und Unterstützung in der Bewältigung ihrer Abhängigkeit brauchen. Genauso kommen Angehörige, die unter der Suchterkrankung eines Familienmitgliedes leiden, versuchen zu helfen und doch spüren, dass sie hilflos vor dem Berg der Probleme des Partners, der Schwester oder des Vaters bleiben. Viele jüngere Menschen wenden sich an die Suchtberatung, da durch den Konsum von Drogen das Abgleiten in Straffälligkeit und Kriminalität sehr schnell die Folge ist und die Entwicklung der Persönlichkeit - als Folge des Missbrauchs - geschädigt wird. Ein weiterer Personenkreis zeichnet sich immer stärker heraus, der seine Belastungen mit dem Spielen an Automaten, durch das Surfen im Internet oder durch den unkontrollierten Umgang mit Telefonhotlines verdrängt.
Die Berater-Teams der Diakonischen Suchtkrankenhilfe und der Sucht- und Drogenberatung des Beratungszentrums Brakel setzen hier neben der konkreten Einzelfallhilfe zunächst auf gezielte Suchtvorbeugung, die im Beratungszentrum in Brakel angesiedelt ist. Im Rahmen der Prävention werden Eltern, Lehrer, leitende Mitarbeiter in Betrieben und Behörden, Erzieherinnen und eine breite Öffentlichkeit im Kreis Höxter sensibilisiert, was getan werden kann, bevor es zu einer Suchtentstehung kommt.
Dies geschieht im Rahmen von Gesprächsgruppen, Projekten an Schulen und in Tageseinrichtungen für Kinder, wie zum Beispiel dem Märchen-Mobil. Einen Zugang zu einer breiten Öffentlichkeit schaffen öffentlichkeitswirksame Aktionen. Zudem wird die Suchtvorbeugung von Unternehmen, Pfarr-Gemeinden, Vereinen, Gruppen, Institutionen und einer Vielzahl von Gemeinschaften angefragt.
"Die Arbeit der Suchtberatungen muss es in Zukunft weiterhin sein," sagt Katharina Linpinsel, Leiterin der Diakonischen Suchtberatung in Warburg, "gemeinsam mit Ratsuchenden, Betroffenen, Angehörigen und Helfern nach Auswegen aus verzweifelten Lebenssituationen zu suchen, die oft zu schweren Konflikten für die Betroffenen geworden sind".
Dabei wird es das vordringliche Bemühen der Berater sein, die besonderen Fähigkeiten und Ziele der Hilfesuchenden herauszufinden, um neue Lebensorientierungen und die Überwindung des entstandenen Kontrollverlustes zu entwickeln. Oft machen dann durch ihre Abhängigkeit Betroffene die Erfahrung in solchen Beratungsgesprächen über eigene Lebensziele nachzudenken. Gelingt es, einen Hilfesuchenden wieder zur Selbstverantwortung und Entscheidung gegen den Alkohol zu führen, begleiten ihn die Berater auf dem Weg der Stabilisierung. Die ersten Schritte erfordern Geduld und Mitwirkung. Mitunter kann es dann auch mal Rückfälle gebe, doch auch das gehört zur Aufarbeitung des Prozesses.
Mit der Unterstützung einer therapeutischen Entwöhnungsbehandlung, die sich auch ambulant im Beratungszentrum Brakel anbietet, gelingt es immer wieder, den Teufelskreis der Sucht zu durchbrechen.
Als weitere unterstützende Maßnahme im häuslichen und sozialen Umfeld wird das Ambulant Betreute Wohnen angeboten.
Für Fragen und Auskünfte sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Caritas und Diakonie für Sie wie folgt erreichbar; Diskretion wird zugesichert:
Sucht- und Drogenberatung f. d. Kreis Höxter
Beratungszentrum Brakel, Kirchplatz 2,
33034 Brakel, Tel: 05272-3714-60
Öffnungszeiten:
Mo. - Do.
8.30 - 12.30 Uhr und 14.30 - 17.30 Uhr
Fr. 8.30 - 12.30 Uhr
Diakonie-Beratungsstelle, Sternstraße 19,
34414 Warburg, Tel.: 05641-7888-0
Öffnungszeiten:
Mo. 9.00 - 11.00 Uhr
Mi. 9.00 - 12.30 Uhr und 14.00 - 18.00 Uhr
Fr. 9.00 - 11.00 Uhr
Weiterführende Links:
Erinnerung eines Betroffenen
Alkohol - Verantwortung setzt die Grenze
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