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Veranstaltungen von Caritas und Diakonie im Kreis Höxter
Erinnerung eines Betroffenen
"Ich habe eigentlich immer Alkohol getrunken" berichtet Hans B. Der Kfz-Meister schaut zurück auf sein Leben, in dem der Alkohol dazu gehörte. Zur Entspannung nach Feierabend, auf Festen und zu vielen anderen Anlässen genehmigte er sich gern "sein Glas", oder wie er sagte, "seinen Schluck zur Entspannung". "Über viele Jahre ging das gut und ich hatte damit keine Probleme" meinte der 47jährige, "bei der Arbeit lief alles prima und auch im Familienleben ging alles glatt".
Doch dann erlebte Hans B. eine Zeit mit betrieblichen Schwierigkeiten und es kam zu Spannungen im familiären Bereich. "Damals habe ich versucht, meinen Stress mit dem Alkohol zu dämpfen.", so seine Erinnerung später " und zunächst kam ich damit klar, aber sehr schnell ging es mit mir den Bach runter, denn ich ließ mich immer mehr treiben und konnte den Alkohol überhaupt nicht mehr in den Griff bekommen. Es ging drüber und drunter und ich verlor die Übersicht, weil mein Kopf nicht mehr mitmachte."
So wie es Hans B. erlebte, geht es geschätzt 3,5 Millionen Menschen in Deutschland! Aus den unterschiedlichsten Lebenssituationen heraus kann sich eine Alkoholabhängigkeit entwickeln. Da ist zum Beispiel das Trinken, um Probleme zu verdrängen. Ebenso der Konsum größerer Mengen Alkohol in geselligen Runden, in Vereinen, Stammtischen, mit Kegelbrüdern und Freunden an der Theke. Immer soll das Trinken den Stress des Alltags vermeintlich lösen helfen. So der Irrglaube.
Sucht kann sich im Alltag ganz heimlich entwickeln. Sie tut dies zunächst fast unbemerkt schleichend - schließlich stehen Betroffene vor einer kaum noch zu bewältigenden Wand auswegloser Verzweiflung und Hilflosigkeit, weil sie die Kontrolle über alles verlieren.
"Ich musste einsehen, dass ich Hilfe brauchte, weil ich allein nicht mehr damit zu Recht kam.
Und ich habe diese Hilfe angenommen! Das war der einzige Weg! Heute lebe ich seit acht Jahren total ohne Alkohol" sagt Hans B.. Zurzeit engagiert sich der Vater von drei Kindern in der Alkoholselbsthilfe, um Menschen zu helfen, die Ähnliches wie er durchgemacht haben.
"Ich spreche oft mit Leuten, um ihnen zu sagen, wie heimtückisch Alkohol werden kann. Wenn ich damals nicht so labil gewesen wäre, dann hätte ich sicher die Gefahr geahnt, die jeder Rausch mehr oder weniger mit sich bringt. Wahrscheinlich hätte ich sogar meine Alkoholkrankheit verhindert". So beschreibt Hans B. sein Leben heute.
Aktionen wie die Suchtwoche der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen empfindet er als "besonders wichtig", denn "nur wer informiert ist, kann entscheiden und sein Leben vor dieser Gefahren schützen."
Informationen zur Aktion "Alkohol - Verantwortung setzt die Grenze" der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen erhalten Sie unter www.suchtwoche.de sowie bei der Diakonischen Suchtkrankenhilfe in Warburg und der Sucht- und Drogenberatung im Caritasberatungszentrum Brakel.
Sucht- und Drogenberatung f. d. Kreis Höxter
Beratungszentrum Brakel, Kirchplatz 2,
33034 Brakel, Tel: 05272-3714-60
Öffnungszeiten:
Mo. - Do.
8.30 - 12.30 Uhr und 14.30 - 17.30 Uhr
Fr. 8.30 - 12.30 Uhr
Diakonie-Beratungsstelle, Sternstraße 19,
34414 Warburg, Tel.: 05641-7888-0
Öffnungszeiten:
Mo. 9.00 - 11.00 Uhr
Mi. 9.00 - 12.30 Uhr und 14.00 - 18.00 Uhr
Fr. 9.00 - 11.00 Uhr
Weiterführende Links:
Alkohol - Verantwortung setzt die Grenze
Rat und Hilfe
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