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Aktionstag der Bahnhofsmission Altenbeken
"Es macht Spaß, helfen zu können."

Abwechslungsreiches Ehrenamt: Gerda Hellweg und Matthias Brinkmöller lernen auf den Altenbekener Bahnsteigen immer wieder interessante Menschen kennen.Foto: Oliver Claes
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Altenbeken. Der Wind, der an diesem Nachmittag durch den Altenbekener Bahnhof weht, trägt den Duft von frisch gebackenen Waffeln über die Bahnsteige. Jugendliche gehen mit Körbchen voller selbstgebackener Weihnachtsplätzchen zu den Reisenden. Es ist der jährliche Aktionstag der Bahnhofsmission Altenbeken.
In diesem Jahr unterstützten 20 Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 der Hauptschule Egge die Aktion. Mit ihrer Lehrerin Elisabeth Micus haben sie im Hauswirtschaftsunterricht Plätzchen und Lebkuchen gebacken, die zugunsten der Bahnhofsmission gegen eine Spende abgegeben wurden. Der Erlös des Aktionstages ist ausschließlich für die Arbeit der Bahnhofsmission bestimmt.
Während ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Helferinnen aus Altenbeken Waffeln backen, hilft Matthias Brinkmöller einer älteren Reisenden beim Umsteigen. Der 58-Jährige aus Bad Driburg engagiert sich seit September letzten Jahres ehrenamtlich zehn Stunden in der Woche für die Bahnhofsmission. „Es macht Spaß, helfen zu können, und ich lerne immer wieder interessante Menschen kennen“, sagt er. Viele Reisende lobten die besonders freundlichen Mitarbeiter in der Bahnhofsmission Altenbeken. Das sei eine schöne Anerkennung, so Brinkmöller.
Reisenden beim Umsteigen helfen, Fahrgäste informieren und die Menschen versorgen, die in der Bahnhofsmission nach Essen und Kleidung fragen, das sind die Aufgaben der vier Frauen und zwei Männer, die zurzeit ehrenamtlich in der Bahnhofsmission Altenbeken tätig sind.
Auch Gerda Hellweg (57) aus Schloß Neuhaus gefällt der Kontakt zu den Menschen. Sie ist seit 2003 ehrenamtliche Mitarbeiterin der Bahnhofsmission und erinnert sich an eine Begegnung mit einer jungen Frau aus Kassel vor einigen Tagen, die dringend einen Platz in einem Frauenhaus benötigte. Nach einer Stunde intensiver telefonischer Suche hat Gerda Hellweg schließlich einen freien Platz für sie in einem Frauenhaus in Osnabrück gefunden. „Ich bin für die junge Frau froh, dass ich einen Platz für sie gefunden habe, auch wenn es weiter weg ist und länger gedauert hat“, betont sie.
Es seien solche Erlebnisse, die die Arbeit in der Bahnhofsmission so interessant machten, sagt Sabine Bergmaier, hauptamtliche Leiterin der von der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. getragenen Einrichtung. Der Zeitaufwand sei jedem Ehrenamtlichen freigestellt, Minimum sei aber ein Dienst von vier Stunden am Stück. Die Ehrenamtlichen seien versichert, und die Fahrtkosten mit der Bahn und dem Bahnbus würden übernommen. Am Anfang einer ehrenamtlichen Mitarbeit ständen zwei bis drei Schnupperdienste. Darauf folge ein Einführungskurs in die Arbeit der Bahnhofsmission, erklärt Bergmaier.
„Die Ehrenamtlichen werden durch die Ehrenamtskoordinatorin der Diakonie betreut. Außerdem gibt es regelmäßige Mitarbeitertreffen und Fortbildungen“, betont die Leiterin der Bahnhofsmission. „Wir suchen weitere Frauen und Männer, die sich für diese abwechslungsreiche ehrenamtliche Arbeit begeistern können.“ Wer sich für das Ehrenamt in der Bahnhofsmission Altenbeken interessiert und mindestens 18 Jahre alt ist, kann sich bei Sabine Bergmaier melden, Tel. (05255) 7145, E-Mail: altenbeken@bahnhofsmission.de
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