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Paderborner Jugendliche mit Diakonie-Anlaufstelle in Hamburg
Gewaltpräventive Fahrt in den Norden

Entspannen durch Anspannen: Beim Bogenschießen lernten Alina Scheifler (15 J., l.) und Iwan Potereba (18 J., r.), wie sie Aggressionen kontrollieren können. Organisiert hatte die erlebnispädagogische Fahrt das Projekt „respect me“ der Diakonie.Foto: Diakonie Paderborn-Höxter
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Paderborn/Hamburg. „4 Tage Hamburg!“ hieß es jetzt für zwölf Jugendliche aus den Paderborner Stadtteilen Lieth und Goldgrund im Alter von 13 bis 21 Jahren. Im Rahmen des vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geförderten, gewaltpräventiven Jugendprojektes „respect me!“ der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. ging es für die Jugendlichen in ein Jugendhaus an der Elbe in einem Hamburger Vorort.
Praktische Übungen zur Deeskalation und Selbstbehauptung machten einen Hauptteil der inhaltlichen Arbeit während der Fahrt aus. Unter der fachlichen Anleitung des Ringtrainers und Sportlehrers Valery Nikolaisen erlernten die Teilnehmenden unter anderem wie man sich bei tätlichen Angriffen verteidigen kann. Einen wichtigen Aspekt bei dieser Schulung stellte die Eskalationsprävention dar. So erarbeiteten die Jugendlichen gemeinsam, wie sie durch angemessenes Verhalten eine Minimierung des Risikos, in Konflikt- und Bedrohungssituationen zu geraten, herbeiführen können.
Durch erlebnispädagogisches Bogenschießen lernten die Teilnehmenden, ihre Frustrationsgrenzen zu erweitern, sich über Erfolge zu freuen und mit Entspannung und Anspannung Aggressionen zu kontrollieren. Reflektiert wurden die Erlebnisse abends während der gemeinsamen Spiele- und thematischen Filmabende. Pädagogisch begleitet wurde die Fahrt durch zwei hauptamtliche Mitarbeitende der Anlaufstelle „Unter dem Regenbogen“ der Diakonie am Kaukenberg.
Während eines Ausflugs in das Erlebnisbad „Arriba“ zeigte sich der gewachsene Gruppenzusammenhalt. Den Höhepunkt der Fahrt bildete ein ganztägiger Aufenthalt in Hamburg. So wurde im Rahmen einer Stadtführung über die Reeperbahn mit den Jugendlichen das Thema „Sexualisierte Gewalt und Prostitution“ aufgegriffen. In Gruppen konnten die Jugendlichen anschließend die Stadt auf eigene Faust erkunden.
Dank einer Spende aus den Mittel der Kollekte der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Paderborn konnte die Fahrt für die Jugendlichen zu familienfreundlichen Preisen angeboten werden.
Am 24. November findet die Fachtagung „Wenn Worte fehlen – und Fäuste zählen“ der Diakonie Paderborn-Höxter statt. Hier werden wesentliche Erkenntnisse des dreijährigen Projektes „respect me!“ vorgestellt.
Weitere Informationen im Internet unter: www.diakonie-pbhx.de
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