Informationsveranstaltung von Diakonie und Stadt

Wie möchten ältere Migranten wohnen?

Paderborn. „Wohnen im Alter“ ist angesichts des demografischen Wandels ein aktuelles Thema. Ältere Menschen haben besondere Anforderungen an ihren Wohnraum, was die Lage, Ausstattung und Serviceleistungen angeht. Eine Zielgruppe sind in diesem Zusammenhang auch ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.
 
Deshalb hat die Integrationsagentur der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. gemeinsam mit der Stadt Paderborn im Gemeindetreff „Unter dem Regenbogen“ im Stadtteil Kaukenberg einen Informationsabend für ältere Migranten und ihre Angehörigen zu diesem Thema angeboten. Die Veranstaltung fand im Rahmen des KOMM-IN Projektes statt.
 
KOMM-IN wird getragen vom Integrationsbüro der Stadt Paderborn und möchte zur Integration von Migranten in Paderborn beitragen. Die Handlungsgruppe „Wohnen“ ist eine von fünf Arbeitsbereichen des Projektes und beschäftigt sich in diesem Jahr schwerpunktmäßig mit den Wohnverhältnissen und Wohnbedürfnissen älterer Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.
 
Gisela Kriener von der KIM-Wohnberatung berichtete, wie ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte wohnen möchten. Die Bedürfnisse der älteren Migranten unterschieden sich kaum von denen älterer Deutscher. Auch sie wollten so lange wie möglich im Familienverbund wohnen, in der vertrauten Umgebung gepflegt werden, selbständig bleiben und ihren Angehörigen nicht zur Last fallen, so die Referentin.
 
Gisela Kriener erläuterte auch, welche der in Deutschland vorhandenen Wohnformen für ältere Migranten interessant sein könnten: von der eigenen Wohnung, die durch Umbauten an die veränderten Bedürfnisse angepasst werde, über Wohnverbunde bis hin zu Quartierskonzepten.
 
„Auch in den Familien mit Zuwanderungsgeschichte lockern sich die familiären Bindungen, und sie müssen entsprechend umdenken“, nannte Jelena Grützfeld von der Integrationsagentur der Diakonie Paderborn-Höxter ein Fazit aus der Informationsveranstaltung. Beispielsweise sollten sich junge Migranten und Migrantinnen mehr in pflegerischen Berufen ausbilden lassen. Es handele sich um einen attraktiven Beruf mit guten Zukunftsperspektiven. Die Angehörigen sollten ihren Bedarf nach Pflegekursen stärker äußern, damit diese entsprechend angeboten würden.
 
Die Handlungsgruppe „Wohnen“ im KOMM-IN Projekt wird sich weiter mit dem Thema beschäftigen und freut sich über Interesse an einer Mitarbeit. Das nächste Treffen ist am Donnerstag 19. November um 17 Uhr in den Räumen der Wohnberatung in Paderborn, Widukindstr. 2a. Dabei geht es unter anderem um die Planung weiterer Informationsveranstaltungen im Stadtgebiet.
 


Gisela Kriener, Wohnberaterin
Gisela Kriener, Wohnberaterin

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