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Integrationskurs für Migranten verbindet die Teilnehmer
Gemeinsame Hochzeitsbräuche entdeckt
Farbenfroh: Kolping-Dozentin Swetlana Komarowski (l.) und Diakonie-Sozialarbeiterin Elena Neverov tragen traditionelle Hochzeitskleider aus Afghanistan.Foto: Diakonie Paderborn-Höxter
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Paderborn. Ein Sprachkurs kann Menschen verbinden – nicht nur im Film „Italienisch für Anfänger“. Auch die Teilnehmer eines Integrationskurses für Migranten im Evangelischen Gemeindezentrum Auf der Lieth haben Gemeinsamkeiten entdeckt.
Träger des Integrationskurses ist das Kolping Bildungswerk. Betreut werden die 8 Frauen und 4 Männer aus Afghanistan, Syrien und der Türkei von Elena Neverov, Beraterin für erwachsene Zuwanderer der Diakonie Paderborn-Höxter e.V.
Als im Deutschunterricht das Thema Hochzeitsbräuche besprochen wurde, brachte eine Teilnehmerin aus Afghanistan eine DVD von einer Hochzeitsfeier und traditionelle Hochzeitkleider aus ihrer Heimat mit. Kolping-Dozentin Swetlana Komarowski und Sozialarbeiterin Elena Neverov von der Diakonie zogen die Kleider an und führten sie vor. „Die Teilnehmer haben entdeckt, dass es viele gemeinsame Hochzeitsbräuche in ihren Heimatländern gibt. Diese Erfahrung hat die Gruppe näher zusammengebracht“, berichtet Elena Neverov. Zu den gemeinsamen Bräuchen gehört, dass ein Gefäß aus Glas mit Geld und Süßigkeiten gefüllt und zerschlagen wird. Die Scherben sollen Reichtum bringen. Länder übergreifend sind auch die Tänze bei der Hochzeitsfeier, die von traditioneller Volksmusik begleitet werden. Auch Veränderungen sind in allen drei Ländern zu beobachten: Während früher die Feierlichkeiten eine Woche dauerten, wird heute meist zwei Tage und am Wochenende gefeiert.
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