Aktion "Spendendose" läuft noch bis September

Diakonie und Kinderhilfswerk sammeln für Kinder

Paderborn. Es war ein ungewöhnlicher Einsatz für Sebastian Roesler, der als Sozialarbeiter und Sozialpädagoge im gewaltpräventiven Jugendprojekt "respect me" der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. arbeitet. Mitten im Trubel des Libori-Festes sammelten er und seine Kollegen Thomas Reclaw und Tatjana Paul zusammen mit dem Deutschen Kinderhilfswerk e.V. Spenden und informierten über ihre Arbeit mit Jugendlichen in den Stadtteilen Kaukenberg, Auf der Lieth und Goldgrund.
 
Die Diakonie Paderborn-Höxter beteiligt sich an der Aktion "Spendendose on Tour" des Deutschen Kinderhilfswerks aus Anlass des 30. Geburtstages der Spendendose. 50 Prozent der Spenden aus Paderborn gehen an die Mobile Jugendsozialarbeit in der Anlaufstelle "Unter dem Regenbogen" mit dem Projekt "respect me". Die andere Hälfte fließt in die deutschlandweite Arbeit des Kinderhilfswerkes wie zum Beispiel den Kindernothilfefonds für von Armut bedrohte Kinder. Noch bis September stehen Spendendosen für die Aktion an rund 90 Standorten in Geschäften im Stadtgebiet.
 
"Es ist ein tolles Gemeinschaftsprojekt, das bundesweit Kindern und in Paderborn Jugendlichen zugute kommt", betont Sebastian Roesler. Warum die Spendendose in Paderborn Station macht, erklärt Michael Kruse, Pressesprecher des Deutschen Kinderhilfswerkes: "Wir haben Städte ausgesucht, die sich stark für Kinder und Jugendliche engagieren und große, familienfreundliche Feste haben."
 
"Mit den Spenden möchten wir eine dreitägige Bildungsfahrt (je nach Spendenaufkommen nach Berlin) finanzieren, bei der die Jugendlichen in Workshops und kooperativen und erlebnispädagogischen Übungen ihre Kompetenzen erweitern und praktisch lernen, Konflikte gewaltfrei zu lösen", so Sebastian Roesler. Das Projekt "respect me" und die Mobile Jugendsozialarbeit richten sich primär an Jugendliche und junge Erwachsene mit Zuwanderungsgeschichte. Gefördert wird die Arbeit vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und durch die Stadt Paderborn.
 
Bundesweit beteiligen sich zehn Städte am Spendenmarathon der "Spendendose" unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident a. D. Dr. Richard von Weizsäcker. In Paderborn ruft Bürgermeister Heinz Paus als Schirmherr zur Unterstützung auf. Die Stadt mit den höchsten Spendeneinnahmen im Verhältnis zur Einwohnerzahl gewinnt einen Kinderspielplatz im Wert von 25.000 Euro, gestiftet von der Firma Sik-Holz. Der Sieger wird zum Weltkindertag am 20. September bekannt gegeben. Weitere Informationen: www.diakonie-pbhx.de und www.spendendose.de
 


Stand Spendendose
Im Spendeneinsatz: Diakonie-Mitarbeiter Sebastian Roesler (l.) und Michael Kruse vom Deutschen Kinderhilfswerk sammelten am ersten Libori-Wochenende Spenden für bundesweite Kinderprogramme und die Jugendarbeit der Paderborner Diakonie.
Foto: Oliver Claes

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