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"Paderborner Erklärung" an Bürgermeister übergeben
ARMUTSBEKÄMPUNG Gremien beraten – Hilfen weiter vernetzen
PADERBORN (ekp/wels). Der Verwaltungsvorstand der Stadt Paderborn wird neben weiteren Gremien die „Paderborner Erklärung“ beraten, die Anregungen und Forderungen zur Armutsbekämpfung wie regelmäßige Armuts- und Reichtumsberichte beinhaltet. Das versprach Bürgermeister Heinz Paus als er jetzt die Erklärung mit dem Titel „Hungern nach Gerechtigkeit“ aus den Händen des DGB sowie der evangelischen und katholischen Kirche entgegen nahm.
Die „Paderborner Erklärung“ ist ein Produkt der 1. Paderborner Sozialkonferenz, die Ende Februar in Paderborn mit 170 Teilnehmern stattfand. Unterschrieben wurde sie von den Teilnehmern und Veranstaltern der Sozialkonferenz: Dechant Benedikt Fischer (Dekanat Paderborn), Norbert Zöller, Dozent am Sozialinstitut Kommende in Dortmund (Erzbistum Paderborn), Superintendentin Anke Schröder (Evangelischer Kirchenkreis Paderborn) und Astrid Bartols (Regionalvorsitzende des DGB Paderborn-Lippe-Höxter).
Bürgermeister Paus, der selbst am Vormittag Teilnehmer der Sozialkonferenz gewesen war, begrüßte die dortige differenzierte Herangehensweise an das Thema Armut, die beispielsweise auch die Bildungschancen der Kinder im Blick gehabt hätte. „Wir müssen den Menschen in der Stadt Paderborn auch sehr differenzierte Hilfsansätze anbieten“, stellte Paus fest. Ein Aufstocken von Hartz IV reiche nicht aus. Neben den Erwerbslosen gebe es immer mehr Menschen, die trotz Arbeit auf ergänzende Leistungen angewiesen seien, fügte Susanne Bornefeld, Sozialbeauftragte des Kirchenkreises Paderborn, hinzu.
„Unser Angebot ist auch, dass wir bei der Armutsbekämpfung gerne mitgestalten“, versicherte Astrid Bartols. Dass gerade die Bereiche Kinder, Familien und Bildung Vernetzung brauchen – jenseits von Parteigerangel, darin waren sich alle einig. Eine 2. Paderborner Sozialkonferenz wurde angekündigt.
Inhalte der "Paderborner Erklärung":
- regelmäßige Armuts- und Reichtumsberichte
- gesicherte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle Bürgerinnen und Bürger
- gleichberechtigter Zugang zu Bildung, Ausbildung und Qualifikation
- kompetente Arbeitsgruppen auf Stadt- und Kreisebene einrichten, um Lösungen zu erarbeiten
- Erhalt und Förderung entsprechender Beratungsstellen
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