Diakonie-Schuldnerberatung befragt in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen

Gehbehinderten den Zugang zur Beratung erleichtern

Paderborn (dph). Menschen mit Gehbehinderungen haben ein erhöhtes Überschuldungsrisiko. Dennoch ist das Angebot der Schuldnerberatung wenig bekannt. Das ergab eine Umfrage der Diakonie-Schuldnerberatung in Paderborn in Zusammenarbeit mit dem Studenten Albin Rau von der Katholischen Hochschule.
 
54 Personen aus dem Raum Paderborn wurden befragt. Knapp ein Drittel der Umfrageteilnehmer sind dauerhaft knapp bei Kasse: Sie haben im Monat nach Abzug der laufenden Kosten weniger als 50 Euro zur Verfügung bzw. müssen sich sogar für ihr regelmäßiges Auskommen Geld leihen. 37 Prozent verfügen über keinerlei Ersparnisse, rund 22 Prozent der Befragten gaben an, Schulden zu haben. „Hier zeigt sich ein deutlich erhöhtes Überschuldungsrisiko“, so Student Albin Rau.
 
Gleichzeitig werde ein großes Informationsdefizit in Sachen Schuldnerberatung deutlich. „Knapp 70 Prozent der befragten Personen kannte das Angebot der Schuldnerberatung in Paderborn nicht“, so Rau weiter. Den meisten Teilnehmern der Umfrage sei außerdem nicht klar gewesen, dass die Schuldnerberatung sich nicht nur an akut Überschuldete, sondern auch an von Überschuldung bedrohte Personen und Familien wendet.
 
„Unser vordringliches Ziel ist jetzt eine noch gezieltere Informationsarbeit“, resümmiert Klaus Roesler von der Diakonie-Schuldnerberatung. Baulich sei alles für den Besuch von Gehbehinderten Menschen vorbereitet: „Unser Gebäude in der Klingenderstraße verfügt über eine behindertengerechte Toilette und einen Aufzug“, so Roesler weiter. „Nach telefonischer Absprache holen wir den Klienten oder die Klientin auch gerne vom Parkplatz ab und geleiten sie zu den Beratungsräumen.“
 
Die Diakonie ist einer der größten Anbieter von Schuldner- und Insolvenzberatung im Kreis Paderborn. Rund 600 Ratsuchende finden hier jedes Jahr Beistand und Hilfe. Die Bandbreite der Beratung reicht von der Bestandsaufnahme der finanziellen Situation über die Vermittlung zwischen Schuldnern und Gläubigern bis hin zur Begleitung durch ein Verbraucherinsolvenzverfahren. In Härtefällen werden auch finanzielle Hilfen vermittelt.
 
Für die freundliche Unterstützung mit Geld und Sachspenden dankt die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. besonders der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold eG, der Volksbank Elsen-Wewer-Borchen eG, der E.ON Westfalen Weser AG, den Paderborn Baskets 91 e.V., dem Heinz Nixdorf Museums Forum GmbH und dem Sanitätshaus Brinkmann GmbH.
 

Kontakt:
Diakonie Paderborn-Höxter e. V.
Schuldnerberatung
Tel. 05251 5002-24 (Sekretariat, Mo-Fr 9-12 Uhr)
Offene Sprechstunde: Mo 9-11 Uhr, Do 15-17 Uhr
Klingenderstraße 13
33100 Paderborn.
 
Unter dem Menüpunkt Schuldnerberatung auf www.diakonie-pbhx.de ist der vollständige Projektbericht nachzulesen.
 


 
 

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