Sparbemühungen werden fortgesetzt – Haushaltsentwurf ohne Rücklagenentnahme

KIRCHENPARLAMENT TAGT

Kreissynode berät Haushalt 2009 und Finanzsituation

PADERBORN/KREIS HÖXTER/LÜGDE (ekp/wels). Das Beratungs- und Beschlussgremium des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn, die Kreissynode, kommt zur nächsten Tagung am Freitag, 6. Februar, im Martin-Luther-Zentrum Paderborn, Klingenderstr. 13, zusammen. Die Synode beginnt um 14 Uhr mit einer Andacht und endet gegen 20 Uhr. Sie setzt sich zusammen aus 115 stimmberechtigten und 20 beratenden Synodalen (Theologen und Abgeordnete aus den Gemeinden). Diese vertreten die 23 Kirchengemeinden in den Kreisen Höxter und Paderborn sowie aus der Exklave Lügde mit insgesamt 84.000 Protestanten.
 
Nach dem Bericht von der Landessynode und dem Bericht zur aktuellen Situation des Kirchenkreises von Superintendentin Anke Schröder geht es um die Planung einer weiteren Synodaltagung zum Thema „Globalisierung gestalten“. Anschließende Tagesordnungspunkte sind der Personalbericht, die Darstellung der Finanzsituation sowie die Verabschiedung der Haushaltspläne 2009. Die Synodalen beschäftigen sich außerdem mit der Pfarrstellenplanung, dem Gesetz zur Gemeindepfarrstellenbesetzung und Nachwahlen.
 
Zur Finanzsituation teilte Kirchenkreis-Verwaltungsleiter Jürgen Jurczik im Vorfeld mit: „Die Erhöhung der Kirchensteuerentwicklung durch den zurückliegenden wirtschaftlichen Aufschwung ändert nichts an der negativen Prognose bis 2030, von der die Evangelische Kirche von Westfalen ausgeht.“ Aufgrund der demografischen Entwicklung werde die finanzielle Leistungsfähigkeit um die Hälfte zurückgehen, teilt auch Jürgen Jurczik die landeskirchliche Einschätzung. Hinzu kämen die derzeit nicht absehbaren Folgen der Finanzmarktkrise und der schlechten konjunkturellen Lage. Das Gesamtkirchensteueraufkommen der Landeskirche werde für 2009 wie im Vorjahr mit 410 Millionen Euro festgesetzt.
 
Um die Altersversorgung ihrer Pfarrer und Kirchenbeamten weiter abzusichern, verwende die Landeskirche die Kirchensteuermehreinnahmen aus dem Jahr 2008 vornehmlich für die Versorgungskasse. Für den Kirchenkreis Paderborn bedeute die angespannte Finanzlage eine Minderung um 275.000 Euro für den Haushalt 2009 im Vergleich zur Haushaltsplanung 2008. „Durch die Sparmaßnahmen der vergangenen Jahre, die in 2009 noch intensiviert werden, ist es gelungen, der Kreissynode einen Haushaltsentwurf ohne Entnahmen aus den Rücklagen vorzulegen“, formulierte Jurczik als positives Ergebnis.
 
Neben der Finanzmarktkrise und der konjunkturellen Lage nennt der Verwaltungsleiter als weiteren Unsicherheitsfaktor für die Finanzplanung das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiZ). Im Kirchenkreis Paderborn befinden sich 15 evangelische und eine ökumenische Kindertageseinrichtung. Weitere Sparbemühungen und das Erschließen zusätzlicher Einnahmequellen seien unerlässlich, so Jurczik.
 


Superintendentin Anke Schröder
Die aktuelle Situation des Kirchenkreises Paderborn: Superintendentin Anke Schröder wird sie in ihrem Bericht zur Synode erläutern.
FOTO: EKP/HEIDE WELSLAU

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