|
Bahnhofsmissionen in Altenbeken und Paderborn informierten
Auch bei unwirtlichem Wetter im Einsatz
Paderborn / Altenbeken (dph) - Wirklich einladend war es am Samstag nicht, als die Bahnhofsmissionen in Altenbeken und Paderborn bei Heißgetränken und Waffeln über ihre Arbeit informierten. Zumindest nicht, was das Wetter betrifft. Bei Kälte und Regengüssen trotzten rund 20 Ehrenamtliche den unwirtlichen Bedingungen und brachten mit ihrem Einsatz wieder einmal Wärme in das Leben von Reisenden und Hilfesuchenden.

Unermüdlich im Einsatz: (hinten, v. links) Walentina Gebel, Alexander Kotliar, Kirsten Rose, "Nikolaus" Gerd Borchmeier, Monika Rüsing, Angelika Köhler, elisabeth Steinmetz, Euphemia Leugermann, Peter Lorenz und Silvia Sluiters. FOTO: Diakonie/Christine Hinrichs
"In der kalten Jahreszeit wächst der Bedarf an Hilfen im Bahnhof", konstatiert Monika Rüsing, seit Oktober Leiterin der von Diakonie und IN VIA getragenen Bahnhofsmission in Paderborn. Menschen ohne Obdach seien froh, sich bei einem Butterbrot in den Räumen der Bahnhofsmission ein wenig aufzuwärmen und vielleicht soganr ein paar gebrauchte Kleidungsstücke zu bekommen.
"In diesem November war der Bedarf an kleinen materiellen Hilfen so groß wie nie zuvor", stellt auch Sabine Bergmaier fest, Leiterin der Diakonie-Bahnhofsmission in Altenbeken. Über 100mal wandten sich Menschen in existenziellen Nöten an die Ehrenamtlichen in Altenbeken, im gesamten Jahr 2007 waren es knapp 350 solcher Anfragen.
Der Aktionstag der Bahnhofsmission in Altenbeken wurde tatkräftig unterstützt von Kindern der Offenen Ganztagsgrundschule, die seit Monaten aus Pergamentpapier, Servietten und Tapeten farbenfrohe Geschenkkästchen gebastelt hatten. Zusammen mit Selbstgebackenem und frischen Waffeln wurden diese Adventsboten Reisenden zugunsten des guten Zweckes angeboten.
In Paderborn stellte sich der Nikolaus höchstpersönlich in den Dienst der Menschen im Bahnhof. An reisende Kinder verschenkte er Süßigkeiten und Fähnchen und warb so für den ehrenamtlichen Dienst im Bahnhof. Hunderte von Hilfen leisten die Mitarbeitenden hier jedes Jahr, von der kurzen Auskunft über Umsteigehilfen für Kinder, Menschen mit Behinderungen oder Senioren bis hin zur seelischen Stütze in brisanten Lebenssituationen.
An einem solchen Aktionstag wird es vielen Menschen erst deutlich, wie wertvoll diese Hilfen sind: "Unsere Ehrenamtlichen haben heute viel positive Resonanz erhalten", berichtet Monika Rüsing, "ihre zuvorkommende Freundlichkeit sei etwas ganz besonderes." Auch neue Kontakte zu regelmäßig reisenden Gruppen sind entstanden. "Wenn die Gruppen vorher anrufen, können wir gezielter helfen."
|