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Intensivwohngruppe für junge Frauen mit Essstörungen
Die Kinder- und Jugendhilfe St. Johannisstift erweitert ihr Angebot
Unter dem Namen „LIV – Leben ist Veränderung“ eröffnet die Kinder- und Jugendhilfe St. Johannisstift am 1. Oktober eine Intensivgruppe für Mädchen und junge Frauen mit Essstörungen, psychosomatischen Krankheitsbildern und psychischen Erkrankungen. Die Intensivwohngruppe mit sieben Plätzen richtet sich an junge Frauen im Alter von 14 bis 21 Jahren. Sie befindet sich in einer ruhigen Wohngegend im Zentrum von Paderborn.
Die Ev. Kinder- und Jugendhilfe St. Johannisstift GmbH umfasst die Therapeutische Jugendhilfe Paderborn, die Kinder- und Jugendhilfe im Wohngruppenverbund Lippstadt und die Kindervilla Scherfede mit differenzierten Angeboten der ambulanten und stationären Jugendhilfe. Mit der Intensivwohngruppe LIV erweitert die Kinder- und Jugendhilfe St. Johannisstift das Angebot zusätzlich.
Grund für die Einrichtung der Intensivwohngruppe speziell für essgestörte Mädchen ist der besondere Bedarf: „In unserer Regelgruppe lebt ein Mädchen mit einer Essstörung. Wir haben festgestellt, dass hier besondere Hilfen erforderlich sind, wie LIV sie bieten wird. Ein großer Vorteil ist dabei die Zusammenarbeit mit unserem Krankenhaus St. Johannisstift“, betont Helga Senger, Pädagogische Leiterin der Therapeutischen Jugendhilfe Paderborn und verantwortlich für das neue Angebot.
Essstörungen umfassen im Wesentlichen drei Krankheitsbilder: Magersucht (Anorexia nervosa), Ess-Brechsucht (Bulimia nervosa) und Fettleibigkeit (psychogene Adipositas). Die Betroffenen befinden sich oft in einem Teufelskreis aus Hunger, Erbrechen und Kalorien zählen, aus dem sie ohne professionelle Hilfe kaum noch herausfinden können. Ziel der Intensivgruppe ist, junge Menschen mithilfe von therapeutischer Begleitung und einem stabilen sozialen Umfeld aus dieser Situation zu befreien und Veränderungen zu ermöglichen.
Das Team der Wohngruppe besteht aus pädagogischen Fachkräften, einer Ökotrophologin, Psychotherapeuten und einer Hauswirtschafterin. Die Mädchen, die von den Jugendämtern an die Wohngruppe weitervermittelt werden, lernen hier, ihren Alltag neu zu gestalten. Weitere Angebote der Intensivwohngruppe sind zum Beispiel Ernährungsberatung, soziale Gruppenarbeit, therapeutisches Reiten und Unterstützung bei Schule und Ausbildung.
Nähere Informationen erhalten Interessierte bei Helga Senger, Pädagogische Leitung der Therapeutischen Jugendhilfe Paderborn, unter (0 52 51) 87 87-4 56.
Ansprechpartnerin für redaktionelle Rückfragen:
Helga Senger
Diplom-Sozialpädagogin
Pädagogische Leitung
Telefon: (0 52 51) 87 87-4 56
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