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Schatz der Frauenhilfe: Tätige Hände und Gebet
BEZIRKSVERBANDSTAG Treffen der Evangelischen Frauenhilfe
PADERBORN/ALTKREIS WARBURG (ekp/wels). Zum diesjährigen Bezirksverbandstag Paderborn der Evangelischen Frauenhilfe kamen jetzt 73 Mitglieder aus den Frauenhilfsgruppen des Altkreises Warburg und des Kreises Paderborn zusammen. Die Tagung im Paderborner Martin-Luther-Zentrum stand unter dem Thema „Frauenhilfe – Mehr als Sie denken!“. Die Referentin, Pfarrerin Birgit Reiche vom Landesverband der Frauenhilfe in Soest, machte deutlich, wie vielfältig und engagiert diese vor 102 Jahren in Westfalen gegründete Frauengemeinschaft bis heute ist.
Bereits vor 100 Jahren, als die Lebenserwartung der Frauen noch deutlicher niedriger gewesen sei als heute, habe die Frauenhilfe schon ihr besonderes Augenmerk auf die Lebenssituation der Frauen im letzten Lebensdrittel gerichtet. „Heute, wo die Mehrheit der Mitglieder der Frauenhilfe älter als 60 Jahre alt ist, ist das immer noch so“, stellte Birgit Reiche fest. Lebensformen im Alter, Rente, Pflege und Angebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen gehörten zum Themenspektrum der Evangelischen Frauenhilfe. So führe sie beispielsweise im eigenen Erika-Stratmann-Haus in Bad Driburg Demenz-Urlaube durch.
Der Landesverband beziehe außerdem öffentlich Stellung zu sozialpolitischen innerdeutschen und globalen Themen insbesondere aus dem Bereich der Menschenrechte. Bildungsarbeit, gemeindebezogene Frauenarbeit sowie die sozial-diakonische Arbeit stellten die drei Säulen der Frauenhilfe dar. „Unser Schatz sind tätige Hände und das Gebet vieler Frauenmünder“, so Pfarrerin Reiche weiter. Nachwuchssorgen habe die Frauenhilfe angesichts der demografischen Entwicklung nicht, blickte die Referentin optimistisch in die Zukunft.
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