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Zeit des Säens gekommen
Mitgliederversammlung der Diakonie Paderborn-Höxter e. V.
Bad Driburg / Kreis Paderborn / Kreis Höxter (dph) - "Ich denke, wir können stolz auf unsere Diakonie sein!" Anke Schröder, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Paderbon, zeigte sich sichtlich beeindruckt von dem breiten Spektrum an Aktivitäten der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. Im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung stellte Vorstand Jutta Vormberg Vertretern aus Kirchengemeinden und diakonischen Partnereinrichtungen die Neuerungen des letzten Jahres vor.
In der Tat kann die Diakonie auf eine positive Bilanz des Jahres 2007 zurückblicken. Die finanzielle Situation stellt sich dank höherer Kirchensteuereinnahmen und einer großen Zunahme an Spendenmitteln deutlich entspannter dar als in den letzten Jahren. Auch die Einnamen aus Drittmitteln seien dank erfolgreicher Verhandlungen und Projektanträge gestiegen, so Jutta Vormberg. "Bei allen Konsolidierungsbemühungen ist nun die Zeit des Säens gekommen. Wir müssen investieren, uns weiter verändern, um uns selbst treu zu bleiben."
Dass die Diakonie Paderborn-Höxter e. V. diesen Weg bereits eingeschlagen hat, zeigten zahlreiche Berichte aus der Praxis. Mit der Psychosozialen Krebsberatung hat das ehemaligen Diakonische Werk des Kirchenkreises Paderborn seit 2007 ein neues Angebot etabliert, bei dem ein immer höherer Bedarf sichtbar wird. Das dreijährige Projekt "Respect me" zur Gewaltprävention unter Jugendlichen in den Paderborner Stadtteilen Lieth, Kaukenberg und Goldgrund erprobt innovative Konzepte - mit dem Ziel, erfolgreiche Schritte auch in anderen Gemeinwesen einzusetzen. Die entsprechenden Mittel für das gewaltpräventive Projekt stellt der Bund zur Verfügung.
Ein immer zentraleres Thema für alle Arbeitsfelder der Diakonie ist auch die Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung. "Die Spaltung zwischen Arm und Reich wird immer deutlicher", so Vormberg. Der Beratungsalltag für Familien und Schwangere, für Arbeitslose und Schuldner bringe hier immer zahlreichere und immer komplexere Probleme ans Licht. Die Antwort der Diakonie sind Präventionsma?nahmen - etwa an Schulen - ebenso wie der Ausbau von Mittagstischen und Schulmaterialienkammern.
Gerade in diesen niederschwelligen Angeboten engagieren sich immer mehr Ehrenamtliche - allein bei den Mittagstischen in Warburg und Höxter sind es derzeit 67. "Das Interesse am Ehrenamt ist gestiegen", konstatierte Jutta Vormberg. Ihr herzlicher Dank galt allen Aktiven, an diesem Abend insbesondere auch dem scheidenden Verwaltungsratsmitglied Rolf Reinicke. In das Ehrenamt nachgewählt wurde Katrin Heitkemper (43) auch Bruchhausen, die sich bereits im Synodalvorstand des Kirchenkreises engagiert. Die Sozialversicherungsfachangestellte betonte ihre Verbundenheit mit der Diakonie: "Glauben hei?t bei den Menschen sein, wenn sie Hilfe brauchen."
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