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Evangelisches St.-Petri-Stift in Höxter feiert 160. Jubiläum
Aus einer lebendigen Tradition innovativ
Höxter. Unter dem Motto „Aus einer lebendigen Tradition innovativ“ feierte das Evangelische St.-Petri-Stift in Höxter in diesem Jahr sein 160. Jubiläum. Wie es in der bewegten Geschichte des Stiftes Tradition ist, sollte dieser runde Geburtstag mit Leben gefüllt werden. Höhepunkt des Ereignisses bildete am Montag, 25. August, eine Dampferfahrt auf der Weser. Gemeinsam mit allen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern, allen Bewohnern der einzelnen Einrichtungen, den Stiftungsräten und allen Menschen, die sich dem St.-Petri-Stift eng verbunden fühlen, sollte gefeiert und zwei Stunden lang die romantische Weserlandschaft vom Schiff aus entdeckt werden. Treffpunkt war um 14 Uhr an der Anlegestelle in Höxter. Anschließend wurde im Biergarten – R1 noch ein wenig gefeiert. Aus Anlass des Jubiläums wurde am Sonntag, dem 24. August, ein besonderer Gottesdienst gefeiert.
Was sich heute in der diakonischen Arbeit längst zum modernen Dienstleistungszentrum gewandelt hat, nahm vor 160 Jahren in Höxter einen ganz bescheidenen Anfang.
Das Jahr der Märzrevolution 1848: In einer Zeit politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Umbrüche, die auch soziale Not und Verelendung in großen Teilen der Bevölkerung mit sich brachte, stellte sich Konrad Beckhaus, ein gläubiger und tatkräftiger Mann der Kirche und der Diakonie, den neuen Herausforderungen.
Mit seinem „Verein für Innere Mission“ und der neu gegründeten „Evangelischen Erziehungsanstalt“ legte der engagierte Superintendent den Grundstein zum späteren St.-Petri-Stift in der Weserstadt.
Während sich die vielfältigen Aktivitäten zunächst und bis Ende der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts auf die Erziehungsarbeit von Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Anstalten, Schulen und Heimen konzentrierte, liegen die Schwerpunkte der heutigen diakonischen Arbeit vor allem in der Alten- und Behindertenhilfe. Das St.-Petri-Stift hat die Herausforderungen der Zeit angenommen, sich gewandelt und neu orientiert – stets zum Wohle jener Menschen, die Hilfe und Unterstützung brauchen.
Zum St.-Petri-Stift gehört das 1979 gegründete Konrad-Beckhaus-Heim, ein Seniorenzentrum mit differenziertem Wohn- und Betreuungsangebot, das 1989 eingerichtete Ludwig-Schloemann-Haus, ein Wohnheim für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung sowie das Oskar-Grätz-Haus, eine Wohnstätte auf dem Petrihof, die seit 1994 ein Zuhause für psychisch kranke Menschen bietet.
Außerdem gehört zu den diakonischen Einrichtungen das Gustav-Wehrmann-Gästehaus, eine gerontopsychiatrische Tagespflegestätte, die 1997 in der Rodewiekstraße eingerichtet wurde. Insgesamt betreuen 220 Mitarbeitende 270 Menschen in diesen bestehenden Einrichtungen.
Im ambulanten Bereich kommt die Diakoniestation Wesertal dazu, die im Jahr 2005 in der Trägerschaft von der evangelischen Kirchengemeinde zum St.-Petri-Stift wechselte. Neue Wege geht das evangelische Stift mit dem Ambulant Betreutem Wohnen für Menschen mit Suchtproblemen sowie mit einer psychischen Erkrankung (AmBoS). Diese Dienste der ambulanten Hilfe werden in Kooperation mit den von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel im Kirchenkreis Paderborn angeboten. Ausgeweitet haben sich in der Altenhilfe ebenfalls die verschiedenen betreuten Wohnformen für Senioren in der Weserstadt. Des weiteren wurde das Service-Dienst „Essen auf Rädern“ gegründet, der täglich rund 150 Essen ausliefert.
Ziel der Betreuungsangebote ist und bleibt es, Pflege und Begleitung auf einem hohen, fachlichen Niveau zu gewährleisten.
Ebenso gehört aber auch dazu, Geborgenheit und Halt zu geben, Eigenverantwortung und Integration zu fördern. Liebevolle Zuwendung und seelsorgerische Begleitung sind für das evangelische St.-Petri-Stift ernstzunehmende Hilfe in der ständigen Weiterentwicklung eines ganzheitlichen Betreuungskonzeptes.
Weitere Infos: St.-Petri-Stift, Verwaltung, Rodewiekstraße 26, 37671 Höxter, Tel. 05271/2303, im Netz: www.st-petri-stift.de
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