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Tagung der Sozialausschüsse
Fließrichtung des Reichtums offen legen
Kirchenkreis/Schwerte. An der Jahrestagung der Sozialausschüsse der Evangelischen Kirche von Westfalen am 8. März in Haus Villigst haben auf Einladung der Sozialbeauftragten des Kirchenkreises Paderborn, Susanne Bornefeld, sieben Interessierte aus dem Kirchenkreis teilgenommen. Thema war die wachsende Spaltung zwischen Arm und Reich.
Der nordrhein-westfälische Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann bemängelte auf der Tagung, dass der Sozialstaat derzeit fast ausschließlich auf den Schultern der unteren und mittleren Einkommensschichten ruhe. Die Reichen seien strukturell nicht ausreichend an der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme beteiligt, sagte Laumann.
Landessozialpfarrerin Sigrid Reihs erinnerte daran, dass Reichtum aus biblischer Sicht ein Ausdruck des Segens Gottes für alle sei. Die christlichen Kirchen müssten deshalb ihr „spirituelles Kapital“ dafür einsetzen, ein gelingendes Zusammenleben von Armen und Reichen zu ermöglichen. Ein wichtiger Beitrag hierzu sei es, die „Fließrichtung des Reichtums“ unter den gegenwärtigen Bedingungen überhaupt einmal offen zu legen, so Reihs.
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