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Vorzeigeobjekt in der Versorgung alter Menschen: CDU
Landtagsabgeordnete beeindruckt von Strukturen und Leistungen des Pflegenetzwerks St. Johannisstift Paderborn
Am 22. Februar informierten sich die CDU-Landtagsabgeordneten aus OWL über Strukturen und Leistungen des Pflegenetzwerks St. Johannisstift Paderborn. „Das umfassende Angebot hat uns sehr beeindruckt. Das St. Johannisstift ist klar ein Vorzeigeobjekt“, zogen die Gäste zum Abschluss des gut dreistündigen Besuches beeindruckt Bilanz.
Neben Wolfgang Schmitz, MDL, Vorsitzender des Stadtverbandes Paderborn der CDU, nahmen die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ursula Doppmeier sowie die zwei Landtagsabgeordneten Rainer Lux und Heinrich Kemper an dem Besuch teil. Ihr Interesse galt insbesondere dem Konzept des St. Johannisstift zur Pflege, Betreuung und Versorgung älterer Menschen unter besonderer Berücksichtigung demenzerkrankter Senioren. „Die Zahl der alten Menschen in unserer Gesellschaft steigt beständig. Damit steigt auch die Zahl der Menschen, die an einer Demenz erkranken“, erläuterte Schmitz das Interesse der Parlamentarier an der Arbeit des St. Johannisstift. „Aufgabe der Politik ist es, hier für die zukünftige Versorgung die richtigen Weichen zustellen. Das St. Johannisstift bietet ein durchgängiges Konzept mit allen Aspekten der Versorgung an. Das haben wir uns heute sehr interessiert aus der Nähe angeschaut.“ Und Rainer Lux ergänzte: „Wir kennen eine ganze Reihe von Gesundheitseinrichtungen in OWL. Viele leisten gute Arbeit. Aber so ein umfassendes Angebot wie im St. Johannisstift findet man wirklich selten.“
Die Gäste hatten zunächst das Krankenhaus St. Johannisstift besucht. Hier standen das interdisziplinär angiologisch und gefäßchirurgisch arbeitende Gefäßzentrum mit seiner hochmodernen DSA-Anlage sowie die Geriatrische Einheit und die moderne Geburtshilfe im Mittelpunkt des Interesses – drei wesentliche Schwerpunkte des Krankenhauses. Gerade die Geriatrische Einheit, spezialisiert auf die Versorgung älterer und häufig mehrfach kranker Patienten, spielt für die zukünftige Versorgung einer immer älter werdenden Gesellschaft eine große Rolle.
Im Altenpflegeheim des St. Johannisstift und auf der Baustelle ließen sich die Gäste detailliert über die aktuell neu entstehende Einrichtung „Wohnen für Menschen mit Demenz“ informieren. Anfang 2009 wird der Neubau die ersten Bewohner aufnehmen. Er ist architektonisch wie konzeptionell optimal auf die Bedürfnisse und die Pflege von Menschen mit Demenz zugeschnitten und wird 70 neue stationäre Plätze bieten – ein in dieser Form in der Region Paderborn einzigartiges Angebot.
Die Gäste besuchten außerdem die Diakoniestation und das Bildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe St. Johannisstift und erhielten Einblick in die weiteren Angebote wie die Kurzzeitpflege und das betreute Service-Wohnen für Senioren im Dietrich Bonhoeffer Haus. „Unser eng geknüpftes Pflegenetzwerk bietet Patienten und Pflegebedürftigen – und ihren Angehörigen – große Vorteile“, erläuterte Vorstand Sven Freytag das Gesamtkonzept des St. Johannisstift. „Sie erhalten alle Leistungen der medizinischen und pflegerischen Versorgung aus einer Hand, mit kurzen Wegen und einem echten Komplettangebot.“ Ein Beispiel: Ein Patient kommt ins Krankenhaus. Nach der Entlassung braucht er vorübergehend noch intensivere Pflege, so dass er nicht sofort nach Hause zurückkehren kann. Unter dem Dach des St. Johannisstift ist das kein Problem. Der Patient kann direkt aus dem Krankenhaus in die benachbarte Kurzzeitpflege wechseln. Und wenn er später wieder zu Hause oder im betreuten Service-Wohnen lebt, aber vielleicht noch Hilfestellungen benötigt, dann kann ihn die Diakoniestation St. Johannisstift so lange in der häuslichen Pflege begleiten, wie es erforderlich ist. „Alle Ansprechpartner sind für den Patienten und seine Angehörigen an einem Ort greifbar, sie arbeiten in einer funktionierenden Versorgungskette Hand in Hand und stellen den problemlosen Übergang an allen Schnittstellen sicher. Das reduziert Fehler, Kosten und den Stress für die Betroffenen“, brachte Freytag die Vorteile auf den Punkt. „Natürlich haben wir dabei unsere betriebswirtschaftlichen Hausaufgaben gemacht“, unterstrich er. „Das ist gerade in der heutigen Zeit unter den bestehenden Sparerfordernissen unerlässlich. Zentral ist für uns, dass die Leistungen, die wir erbringen, passgenau dem Bedürfnis der unsere Hilfe in Anspruch nehmenden Patienten und Pflegebedürftigen entsprichen. Daraufhin sind unsere Organisation und unsere Abläufe optimiert.“
Zum Pflegenetzwerk St. Johannisstift gehören das Krankenhaus St. Johannisstift, das Bildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe, die Diakoniestation, Service-Wohnungen für Senioren im Dietrich Bonhoeffer Haus, das Alten- und Pflegeheim St. Johannisstift, eine weitere Altenpflegeeinrichtung in Lippstadt, die Kinder- und Jugendhilfe St. Johannisstift sowie ein assoziierter ambulanter Hospizdienst. Insgesamt beschäftigt das St. Johannisstift inklusive der Auszubildenden rund 1.000 Mitarbeiter. Die meisten Einrichtungen liegen zentral in Paderborn auf demselben Gelände.
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