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Schwangerenbegleitung: Start mit Zwillingen
Weitere Schwangere und Ehrenamtliche willkommen
Paderborn (dph) - Als die Zwillinge Lara und Sila am 19. Dezember 2006 geboren wurden, war die Freude bei den Eltern und den beiden älteren Brüdern groß. Groß war aber auch die Umstellung des Familienalltags, der auf einen Schlag von gleich zwei hilfsbedürftigen Säuglingen bestimmt wurde. Da war die nun vierfache Mutter Sultan Kaynak froh, dass die Diakonie Paderborn-Höxter e. V. ihr zwei Ehrenamtliche vermittelt hatte. Ihr Mann arbeitet vollzeit an sechs Tagen in der Woche in einem Imbissbetrieb und hat so nur wenig Möglichkeiten, seine Frau zu entlasten.
Ob für die Betreuung der Söhne während des Geburtsvorbereitungskurses oder die gelegentliche Pflege der kleinen Zwillinge: jeder Beistand ist willkommen. Auch für das tägliche Abholen des 3-jährigen Bruders aus dem Kindergarten ist seit der Geburt gesorgt: Der Kindergartenschluss fällt genau in den Stillrhythmus für die beiden Säuglinge.
Wenn die türkischstämmige Familie mit größtenteils deutscher Staatsangehörigkeit jetzt noch eine neue Wohnung mit genügend Platz für sechs Familienmitglieder findet, ist sie rundum glücklich - mit drei Zimmern kommt die Familie einfach nicht mehr aus: "Wir bemühen uns intensiv, aber es ist gar nicht so einfach, eine Wohnung mit fünf Zimmern zu finden", sagt Sultan Kaynak.
Auch für die Ehrenamtlichen ist das Projekt ein Gewinn: für Hildegard Rahlmeyer aus Paderborn etwa, deren drei Kinder bereits erwachsen sind. Durch ihre berufliche Tätigkeit an einer Schule für Schwerstmehrfachbehinderte und durch ihr Ehrenamt bleibt sie Kontakt mit Kindern im verschiedensten Alter.
Seit dem Start des Projektes "Schwangerenbegleitung" im vergangenen Jahr haben sich 10 ehrenamtliche Frauen verschiedensten Alters engagiert. Zentrale Aufgabe ist die Begleitung und Entlastung der werdenden Mütter bzw. Eltern in den Monaten vor und nach der Geburt. Die Ehrenamtlichen helfen bei praktischen Dingen wie dem Erwerb der Erstausstattung oder der Säuglingspflege, leisten aber auch seelischen Beistand, etwa wenn postnatale Depressionen - der sogenannte Babyblues - die jungen Mütter heimsuchen.
Die Idee für das Projekt entstand in der Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung der Diakonie. Die Koordination und die Ausbildung der Ehrenamtlichen liegen bei der Ehrenamts-Pfarrerin der Diakonie, Britta Schwiete. "Unser Konzept hat sich bewährt", kommentiert die Theologin. Nun lädt sie weitere interessierte Frauen ein: "Schwangere, die Unterstützung suchen, aber auch neue Ehrenamtliche sind jederzeit herzlich willkommen."
Kontakt:
Pfarrerin Britta Schwiete Tel. (0 52 51) 50 02-12 (mo, mi 10-13 Uhr)
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