Diakonie vermittelt auf Lieth und Kaukenberg

Interkulturelle Mediation

PADERBORN (dph) - Konflikte entstehen immer wieder - besonders dann, wenn Menschen aus unterschiedlichen Kulturen oder mit verschiedenen Interessen in enger Nachbarschaft miteinander leben und arbeiten. Um in den Paderborner Stadtteilen Kaukenberg, Lieth und Goldgrund die vielen zugewanderten und die einheimischen Familien auf ihrem Weg zu einem friedlichen Miteinander zu unterstützen, bietet die Diakonie Paderborn-Höxter e. V. jetzt eine neue Form der Begleitung an.
 
"Interkulturelle Mediation" heißt das Programm, das auf zwei Jahre angelegt ist und zunächst bis Ende des Jahres 2005 vom Land NRW unterstützt wird. Die Mediation ist eine Strategie der Konfliktbearbeitung, die in den letzten Jahren große Verbreitung gefunden hat und mittlerweile in immer mehr Lebensbereichen zum Einsatz kommt: in der Familie - besonders bei Trennungen und Scheidungen -, am Arbeitsplatz, in Schulen, unter Nachbarn oder im Freundeskreis. Erreicht werden soll nicht unbedingt die "perfekte Harmonie", sondern die Fähigkeit auf beiden Seiten, konstruktiv mit Verschiedenheiten umzugehen. Klar vorgegebene Handlungsschritte und die Begleitung durch einen ausgebildeten Mediator können selbst dann zwischen Konfliktparteien vermitteln, wenn andere Strategien versagen.
 
In der "Interkulturellen Mediation" für die Stadtteile Kaukenberg, Lieth und Goldgrund bündelt die Diakonie Paderborn-Höxter ihre Erfahrungen aus der jahrelangen Arbeit mit Migrantenfamilien und ihre Kompetenzen in der Familien- und Lebensberatung und der Sozialpädagogischen Familienhilfe. Der Diplom-Sozialarbeiter Gerhard Reuter, bis jetzt tätig in der Beratungsstelle Riemekestraße, betreut das neue Angebot und steht ab sofort im Evangelischen Gemeindezentrum Auf der Lieth für Schlichtungsanfragen zur Verfügung.
 
"Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit wird die Begleitung und Schulung von Multiplikatoren, also ehrenamtlichen Vermittlern sein", sagt Gerhard Reuter. Workshops und Trainings sollen die Freiwilligen dazu befähigen, in ihrem jeweiligen Umfeld mit den Methoden der Mediation Konflikte zu bearbeiten. Der Sozialarbeiter ist dabei offen: "Wer als Übungsleiter eines Sportvereins, als Jugendgruppenleiter, Gemeindemitarbeiter oder in anderen Zusammenhängen auf Konflikte stößt, oder wer jemanden kennt, der sich für ehrenamtliche Mediation interessiert, sollte Kontakt zu mir aufnehmen."
 
Erreichbar ist Gerhard Reuter immer mittwochs von 16 bis 18 Uhr im Ev. Gemeindezentrum Auf der Lieth, Willebadessener Weg 3, Tel. (0 52 51) 6 10 97.

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Diplom-Sozialarbeiter Gerhard Reuter
Neues Angebot: Diplom-Sozialarbeiter Gerhard Reuter von der Diakonie unterstützt Menschen bei Konflikten.
FOTO: EKP / CHRISTINE HARTLIEB

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