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Gunnar Grahl neuer Kuratoriumsvorsitzender im St. Johannisstift
Kein geschlossenes System
PADERBORN (dph) - "Es bleibt noch viel zu tun und wir haben eine Aufgabe." Gunnar Grahl, Pfarrer im evangelischen Markus-Bezirk der Kirchengemeinde Paderborn, wurde am Donnerstag feierlich in das Amt des Kuratoriumsvorsitzenden des St. Johannisstifts eingeführt. Grahl stellte seine Tätigkeit unter das Leitmotiv des Johannisstifts, einen Vers aus dem Johannes-Evangelium: "Dieses Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe."
Gunnar Grahl, der zugleich Mitglied im Verwaltungsrat der Diakonie Paderborn-Höxter e. V. und Vorsitzender des Betreuungsvereins im Kirchenkreis Paderborn ist, hat es sich zum Ziel gesetzt, die diakonischen Angebote in Paderborn stärker miteinander zu vernetzen. Als Vorsitzender des Kuratoriums wolle er darauf achten, dass in den neun Einrichtungen des Johannisstifts in den Bereichen Medizin, Pflegeausbildung, Alten- und Jugendhilfe der Dienst am Nächsten im Sinne des Christlichen Auftrags weiterhin im Vordergrund stehe.
Gunnar Grahl löst im Amt Pfarrer Michael Schmidt ab, der nach 10 Jahren Gemeindearbeit in Schloß Neuhaus den Kirchenkreis Paderborn verlässt und jetzt Landespfarrer für Diakonie in Bremen wird. Stiftungsrats-Vorstand Eckart Schönhoff dankte Pfarrer Schmidt für sein großes Engagement. "Sie haben den Vorsitz nicht lange, aber in entscheidender Zeit geführt", hob Geschäftsführer Sven Freytag hervor.
Gefeiert wurde an diesem Tag auch das zehnjährige Bestehen des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses, das Senioren insgesamt 55 Appartments für Betreutes Wohnen anbietet. Landrat Manfred Müller bezeichnete das Dietrich-Bonhoeffer-Haus "als wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einem umfassenden Konzept für angemessene Lebensumstände im Alter." Die Idee des Betreuten Wohnens habe mit dem Bonhoeffer-Haus schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt Einzug in Paderborn gehalten.
Dank galt vor allem der Marianne Palm, die von der Konzeption an das Bonhoeffer-Haus geleitet hat. Als ihre wichtigsten Anliegen formulierte die Leiterin die Sicherheit der Bewohner, die umfangreichen Möglichkeiten, Kontakte untereinander zu knüpfen und die Öffnung des Hauses nach außen. "Wir sind kein geschlossenes System", betonte Marianne Palm u. a. im Blick auf die zahlreichen kulturellen Veranstaltungen im Haus, zu denen auch die Öffentlichkeit eingeladen ist.
Bürgermeister Heinz Paus hob in diesem Zusammenhang das gute Miteinander der Stadt mit der Evangelischen Kirche und der Diakonie hervor. Das St. Johannisstift mit seinen mehr als 1000 Beschäftigten sei ein herausragendes Beispiel Diakonischen Engagements in Paderborn.
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