Pfarrer i. R. Norbert Römpler nach 20 Jahren verabschiedet

Betreuungsverein der Diakonie mit neuem Vorsitz

Paderborn (dph) - Ein originär diakonisches Anliegen ist die Betreuung von Menschen, die selbst für ihre Belange nicht oder nur eingeschränkt einstehen können. Nachdem in den 80-er Jahren an das Diakonische Werk des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn zunehmend Vormundschaften herangetragen worden waren, gründete sich im Jahr 1985 der von Pfarrern, Gemeindegliedern und Sozialarbeitern getragene "Verein für Vormundschaften und Pflegschaften". Heute, nach 20 Jahren, ist der Verein nach dem der AWO der größte Betreuungsverein im Kreis Paderborn.
 
Rund 230 rechtliche Betreuungen werden von den sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchschnittlich geführt. Die Sozialarbeiter klären mit den Betreuten deren aktuelle Lebenssituation, deren Wünsche und Möglichkeiten, sie koordinieren den Alltag, die medizinische Versorgung, geschäftliche Angelegenheiten und im Bedarfsfall weitere Hilfsdienste. Ziel ist es, in Absprache mit den Klienten deren Lebenssituation zu verbessern und ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
 
"Hier geht es vielfach um Menschen am Rande der Gesellschaft, für die wir als Kirche eine besondere Verantwortung tragen." Norbert Römpler (70) führte seit der Gründung den Vorsitz des Vereins. Die Tätigkeit war für den Pfarrer im Ruhestand ein Ausdruck gelebten Glaubens und aktiver Nächstenliebe. Nun, nach 20 Jahren, übergab er das Amt in neue Hände.
 
Dabei begleiteten ihn viele gute Wünsche und ein umfassender Dank: "Sie haben immer deutlich Stellung bezogen und sind niemals Schwierigkeiten aus dem Weg gegangen", so Vorstandsmitglied Wolfgang Weigel. Der Fortbestand des Vereins sei Römpler immer ein Herzensanliegen gewesen, für das er sich mit aller Kraft eingesetzt habe. Aber auch die Freude an der Aufgabe sei in der Zusammenarbeit stets spürbar gewesen.
 
Neuer Vorsitzender des Vereins ist Pfarrer Gunnar Grahl (38) aus dem Paderborner Markus-Bezirk. Grahl engagiert sich bereits als Kuratoriumsmitglied für Paderborns größte diakonische Einrichtung, das St. Johannisstift. Nun will er an der engeren Vernetzung diakonischer Angebote in der Stadt mitarbeiten. Sein größtes Anliegen ist es, dass "Menschen, die Betreuung brauchen, weiterhin auf kirchlich getragene Angebote zählen können."

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Pfarrer i. R. Norbert Römpler nach 20 Jahren verabschiedet
Nach 20 Jahren Betreuungsverein der erste Wechsel im Vorsitz (v. links): Pfarrer Gunnar Grahl löst Pfarrer i. R. Norbert Römpler ab und wird in Zukunft eng mit Geschäftsführer Wolfgang Grabe zusammenarbeiten. Foto: dph / Christine Hartlieb
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