Der Ambulante Hospizdienst St. Johannisstift e. V.
feierte fünf Jahre Vereinsarbeit

Grenzland zwischen Leben und Tod

Paderborn (ch) - "Wer ehrenamtliche Hospizarbeit macht, geht beschenkt nach Hause." Adelheid Rieffel, Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz, erläuterte in ihrem Festvortrag nicht nur Organisation und Arbeitsweise der stationären und mobilen Hospize und deren Dachverbände, sondern schilderte auch ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit der Hospizarbeit. Anlass war der Festempfang des Ambulanten Hospizdienstes St. Johannisstift e. V., der am Donnerstag sein fünfjähriges Bestehen feierte.
 
Knapp einhundert Mitglieder zählt der Verein heute, 27 Ehrenamtliche begleiten Schwerkranke und Sterbende sowie deren Angehörige durch die schwere Zeit von Abschied, Verlust und Trauer. Derzeit findet der fünfte Qualifizierungskurs statt, in dem sich 13 weitere Ehrenamtliche aller Konfessionen auf häusliche Begleitungen sowie auf Patientenbesuche in Seniorenheimen und in der Palliativstation Bad Lippspringe vorbereiten. Bundesweit gibt es rund 1300 Hospizinitiativen, dreimal mehr als noch im Jahr 1996.
 
"Am Anfang stand eine Vision. Sie haben die Kraft gehabt, diese Vision auch zu verwirklichen." Anke Schröder, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn, beglückwünschte die Mitarbeitenden des Vereins zu "fünf Jahren mutiger und erfolgreicher Aufbauarbeit". Im Namen des St. Johannisstifts dankte auch der Kuratoriumsvorsitzende Pfarrer Michael Schmidt dem Verein für den "Dienst im Grenzland zwischen Leben und Tod."
 
"Hospizarbeit ist keine Sterbehilfe, sondern Hilfe beim Prozess des Sterbens." Der stellvertretende Bürgermeister Josef Hackfort verwies auf das Eintreten der Hospizbewegung gegen aktive Sterbehilfe. Gleichzeitig dankte im Namen der Stadt Paderborn und ihrer Bürger für das Engagement des Vereins gegen Verdrängung von Sterben und Tod für die Integration Schwerkranker und Trauernder in das Leben der Gesellschaft.
 
Als "Gegenüber der Hebamme" bezeichnete daher auch Festrednerin Adelheid Rieffel ihre Arbeit als Hospizfrau. Immer wieder habe sie die Erfahrung gemacht, dass der Dienst an den Sterbenden auch das eigene Leben bereichert. Seit vielen Jahren engagiert sich die ehemalige Krankenschwester ehrenamtlich für die Verbreitung des Hospizgedankens. Dazu gehört die Gewinnung von Ehrenamtlichen ebenso wie intensive politische Lobbyarbeit. Mit einem Vortrag über Hospizarbeit vor Entscheidungsträgern des St. Johannisstiftes im Jahr 1998 hat die Leiterin des Stationären Hospizes Bethel auch die Paderborner Hospizvbewegung voran getrieben.
 
Kontakt:
Ambulanter Hospizdienst St. Johannisstift e. V.
Tel. 0 52 51 / 29 19 09 (Mo, Di, Do 10-12 Uhr)
E-Mail: ambul.hospizdienst.pb@web.de.
 

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Ambulante Hospizdienst St. Johannisstift e. V.
Blickten auf fünf Jahre Vereinsarbeit zurück: Der Vorstand des Mobilen Hospizdienstes St. Johannisstift e. V. mit (v. l. n. r.) Jörg Teuteberg, Brigitte Bartha, Jutta Vormberg (2. Vorsitzende), Adelheid Rieffel (Gast, Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e. V.), Dr. Anke Nolte und Dr. Axel Stein (1. Vorsitzende).
Foto: Christine Hartlieb

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