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Ehrenamtliches Engagement in Kirchengemeinde und Diakonie
Goldenes Kronenkreuz für Claus-Werner Ahaus
HÖXTER (ekp) - Beinahe könnte man es übersehen, so klein und dezent schimmert das goldene Kronenkreuz am Jackett von Claus-Werner Ahaus. Umso größer jedoch ist die Leistung, für die es steht: 25 Jahre schon engagiert sich der heute 59-jährige Sozialarbeiter im evangelischen St.-Petri Stift in Höxter - ehrenamtlich. Im Rahmen der Jubiläumsfeiern zum 25-jährigen Bestehen des Konrad-Beckhaus-Altenheimes wurde Ahaus durch den Stiftungsratsvorsitzenden, Pfarrer Dieter Maletz, und den Vorstand, Birgit Möhrke-Schreiner, mit dieser höchsten Auszeichnung der Diakonie geehrt.
Im Hauptberuf ist Ahaus Bewährungshelfer und Koordinator der Bewährungshilfe im Landgerichtsbezirk Hildesheim, im Privatleben ist er Vater von drei Adoptivkindern und einem Pflegekind. Und im Ehrenamt? Als Mitglied des 9-köpfigen Stiftungsrates entscheidet Ahaus mit über die Geschicke des St.-Petri-Stiftes, das 105 Angestellte beschäftigt und im Jahr rund 20 Millionen Euro umsetzt. "Da sind Finanzentscheidungen zu treffen, Bauplanungen und Grundstücksverhandlungen zu führen", so Ahaus. Eine wichtige Aufgabe der letzten 25 Jahre waren auch die Umstrukturierungen. Neben dem Konrad-Beckhaus-Seniorenheim betreibt das St.-Petri-Stift noch das Ludwig-Schloemann-Haus, das 1983/84 von einem Kinderheim in eine Einrichtung für Körperbehinderte überführt wurde; im früheren Landwirtschaftsbetrieb "Petri-Hof" bietet das St.-Petri-Stift darüber hinaus seit 10 Jahren Wohnplätze für psychisch Kranke an.
"Meine Familie wohnt seit 120 Jahren in Höxter, und mein Beruf ist Sozialarbeiter." Sich für das Gemeinwesen vor Ort zu engagieren, gehört für Claus-Werner Ahaus einfach dazu. Auch in der evangelischen Kirche ist er daher aktiv. Seit 1980 gehört er dem Presbyterium der Kirchengemeinde und der Synode des Kirchenkreises an, seit 1988 ist er Kirchmeister und verwaltet die Finanzen, die Grundstücke und Immobilien der Gemeinde. Sein Herz schlägt aber besonders für die Ökumene. "Ich habe noch miterlebt, wie die Protestanten am Fronleichnam den Luther-Choral 'Ein feste Burg ist unser Gott' vom Turm geblasen haben, oder wie die die Katholiken am Buß- und Bettag mit Mistkarren durch die Stadt fuhren", erinnert sich Ahaus. "Heute haben wir glücklicherweise eine sehr lebendige Ökumene in Höxter."
Ein zweites Herzensanliegen ist für Ahaus die Kirchenmusik. Früher lange Jahre Mitglied von Posaunenchor Kantorei, gilt sein jüngstes Engagement der kostbaren Barockorgel in der Kilianikirche. Mit allerlei Aktionen und durch den Verkauf von CDs, Postkarten, Bildern und sogar überzählig gewordenen Orgelpfeifen sind bereits über 200 000 Euro für deren Restaurierung zusammen gekommen. Mit großer Vorfreude sieht Ahaus der Wiedereinweihung des Instruments am 13. Juni in der Kilianikirche entgegen.
Und seine Zukunftspläne? "Einem Stiftungsrat gehört man - wenn nichts dazwischen kommt - bis zum 75. Lebensjahr an", kommentiert Ahaus. "Zurzeit haben wir in unseren Gremien eine sehr harmonische und zielorientierte Zusammenarbeit. Wenn das so bleibt, kann ich mir durchaus noch eine lange Mitarbeit vorstellen."
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