9. Dezember 2003:

Aktionstag der Bahnhofsmission

Jutta Vormberg (Vorstand der Diakonie Paderborn-Höxter e. V.) und Marianne Kaufmann (Bahnhofsmission Paderborn) sammeln gemeinsam mit „Nikolaus“ Friedhelm Henkst Spenden für die Arbeit im Bahnhof.  FOTO: ekp / Christine Hartlieb
Jutta Vormberg (Vorstand der Diakonie Paderborn-Höxter e. V.) und Marianne Kaufmann (Bahnhofsmission Paderborn) sammeln gemeinsam mit „Nikolaus“ Friedhelm Henkst Spenden für die Arbeit im Bahnhof.

Foto: ekp / Christine Hartlieb

Paderborn (ekp) Der Heilige Nikolaus von Myra gilt als Schutzpatron der Reisenden, der Hilfsbedürftigen, der älteren Menschen und der Kinder. Er versorgte seine Mitmenschen mit Nahrung, mit Geld und allem, was sie zu einem gelingenden Leben brauchten. Grund genug für die Bahnhofsmission, an ihn zu erinnern und in seinem Namen eine Aktion zu starten.
 
Und so waren es ungewöhnliche Bilder, die den Paderborner Bahnhof am diesjährigen Nikolaustag prägten. Über den weißbärtigen Mann mit roter Tracht, mit Bischofsstab und -mütze freuten sich natürlich hauptsächlich die reisenden Kinder. Aber er verteilte nicht nur Schokolade an die Kleinen, sondern hatte auch eine Sammelbüchse dabei - genau wie die ca. 15 größtenteils ehrenamtlichen Mitarbeiter der Bahnhofsmission, die überall im Bahnhof um Spenden baten und außerdem Gebäck, Kaffe und selbst gebastelten Adventsschmuck verkauften.
 
Im Verlauf des Nachmittags erinnerte eine ökumenische Andacht an die guten Taten des Nikolaus von Myra. Das Besondere: Pfarrerin Britta Schwiete (ev. Kirchenkreis Paderborn) und Pfarrer Konrad Belke (kath. St.-Heinrich-Gemeinde) hielten diese Andacht inmitten des hektischen Adventssamtags-Betriebs in der Bahnhofshalle: innere Einkehr zwischen Lautsprecheransagen, Brötchentheke, eiligen Abschieden und fröhlichen Willkommen.
 
Immer wieder blieben Reisende stehen, etwa um ein Adventslied mitzusingen oder eine der Legenden von Nikolaus von Myra zu hören. „Nikolaus war sehr fromm. Sein Glaube gab ihm die Kraft, viel Gutes zu tun, vor allem für Menschen, die unterwegs waren oder für die es aus eigener Kraft keinen Ausweg mehr gab. Sollten wir da nicht zumindest heute unsere Bahnhofsmission zur „Nikolaus-Station erklären?“ fragte Pfarrerin Britta Schwiete am Ende der Andacht
 
Der Paderborner Nikolaus, der in seinem wirklichen Leben Friedhelm Henkst heißt und in Bad Driburg lebt, konnte da nur zustimmen. Seit zwei Jahren ist er Ehrenamtlicher im Sonntagsdienst der Bahnhofsmission. Hatte er früher nur einmal im Monat Dienst, so bestreitet er mittlerweile - mal mit Frau Editha, mal mit Sohn Sebastian - alle zwei Wochen den Sonntagvormittag auf dem Bahnhof. „Wir suchen dringend Nachwuchs“, appelliert Henkst. Er selbst hat nur gute Erfahrungen in der Arbeit gemacht. „Viele Menschen treffe ich immer wieder, sie wissen schon, wann ich Dienst habe und kommen dann vorbei. Öfters bin ich auch schon auf der Straße angesprochen worden.“
 
Der Spendenerlös des Aktionstages - mehr als 400 Euro - kommt der Arbeit der Bahnhofsmission zugute.

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EURO


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