Diakonie vor großen Herausforderungen
Amtseinführung von Jutta Vormberg als Vorstand
18. Juli 2003

(Paderborn). Jutta Vormberg wurde im Rahmen eines Gottesdienstes im
Martin-Luther-Zentrum am Freitag (18. Juli) von Superintendent Christoph
Berthold und Diakoniepfarrer Detlev Schuchardt in ihr neues Amt als
Geschäftsführerin und hauptamtlicher Vorstand der Diakonie Paderborn-Höxter
e.V. eingeführt.
Angesichts der Finanznot und des Umbaus des Sozialstaates übernehme Vormberg
die neue Aufgabe in einer sehr schwierigen Zeit, so die einhellige Meinung
der anwesenden Vertreter von Politik, Wohlfahrtsverbänden und Institutionen
der evangelischen Kirche im Kirchenkreis Paderborn.
Der Verwaltungsrat des Diakonie-Vereins hatte die 39-jährige
Diplom-Sozialarbeiterin und Sozialmanagerin im Mai einstimmig gewählt. Sie
arbeitet seit 1989 für den evangelischen Wohlfahrtsverband und war seit 1995
stellvertretende Geschäftsführerin.
Vormberg beschrieb in ihrer Antrittsrede die zukünftigen Aufgaben: Sie will
„das Profil der Diakonie stärken“ und „die Wirksamkeit ihrer Arbeit stärker
vermitteln“. Die Besinnung auf die diakonischen Grundwerte – Stark für
Schwache sein und Ausgrenzungen verhindern – sowie das Nachdenken über
soziale Grundstandards ist für sie dabei zentral.
Ein schwieriger Weg zwischen eigenen Überzeugungen und den veränderten
Bedingungen für freie Träger, räumte Vormberg ein. Den Geldgebern will sie
daher die Qualität der Leistungen der Diakonie deutlich machen. „Dazu gehört
die Qualitätssicherung, zu deren Umsetzung wir bereits konkrete Schritte
unternommen haben“, so die neue Geschäftsführerin.
Die Diakonie Paderborn-Höxter e.V. beschäftigt an ihren Standorten Paderborn
mit den Nebenstellen Riemeke, Lieth und Kaukenberg und in den Zweigstellen
Warburg und Höxter insgesamt 50 Mitarbeiter. Schwerpunkte der Arbeit sind
unter anderem Aussiedler-, Schuldner- und Schwangerschaftskonfliktberatung
sowie die sexualpädagogische Arbeit mit Jugendlichen. An den Bahnhöfen in
Paderborn und Altenbeken unterhält die Diakonie Bahnhofsmissionen.
Jutta Vormberg war in ihrer 14-jährigen Tätigkeit für die Diakonie in
Paderborn maßgeblich an der Entwicklung der Aussiedlerberatung im Hochstift
und an der Umstrukturierung des Diakonischen Werkes zur heutigen Vereinsform
beteiligt. Sie ist Vorsitzende des „Fachverbandes für Jugendsozialarbeit,
berufliche und soziale Integration“ des Diakonischen Werkes von Westfalen
und Mitglied in den Jugendhilfeausschüssen von Stadt und Kreis Paderborn
sowie im Sozial- und Gesundheitsausschuss des Kreises. |