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2017 10 23 Integrationskonferenz PB Gruppe kl

Diskutierten mit den Teilnehmern: (v. l.) Landrat Manfred Müller, Stefanie Laufkötter (Koordinierungsstelle für Inklusion/Integration Stadt), Johanna Leifeld (Kommunales Integrationszentrum Kreis), Filiz Celik (Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Paderborn), Recep Alpan (Integrationsrat der Stadt Paderborn), Jutta Vormberg (Diakonie Paderborn-Höxter), Thomas Kemper (Integrationsagentur Caritasverband Paderborn), Bürgermeister Michael Dreier und Oxana Schlidt (Koordinierungsstelle für Inklusion/Integration). Foto: Stadt Paderborn

Paderborn. Das war eine Premiere: Erstmalig haben der Kreis und die Stadt Paderborn eine gemeinsame Integrationskonferenz ins Leben gerufen. Sie kooperierten dabei mit dem Integrationsrat der Stadt Paderborn sowie den Integrationsagenturen NRW, angesiedelt bei der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Paderborn, dem Caritasverband Paderborn und der Diakonie Paderborn-Höxter. „Integration im Wandel – Gemeinsam Gesellschaft gestalten“ lautete der Titel der Integrationskonferenz. Das Ziel der Verantwortlichen: sich gemeinsam von der reinen „Flüchtlingsarbeit“ auf den Weg zu einer gelingenden Integrationsarbeit zu machen.

Fast 200 Personen aus der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Integrations- und Flüchtlingsarbeit ergriffen die Chance und diskutierten über diese spannende und herausfordernde Zielsetzung. Gemeinsam entwickelten sie Perspektiven für die zukünftige Integrationsarbeit der Stadt und des Kreises Paderborn. Im Vordergrund der Konferenz standen die Transparenz und Vernetzung bestehender und geplanter Angebote sowie das Geben und Erhalten von Impulsen.

Landrat Manfred Müller, Bürgermeister Michael Dreier und der Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Paderborn, Recep Alpan, eröffneten die Konferenz. In einem Trialog sprachen sie über die Integrationsarbeit im Stadt- und Kreisgebiet. „Integration ist fördern, aber auch fordern“, betont Landrat Manfred Müller. Der Wille zur Integration müsse in der Bereitschaft, deutsch zu lernen, fleißig eine Schul- oder Berufsausbildung oder Fortbildung zu absolvieren und durch einen aktiven Respekt vor dem deutschen Rechtsstaat, der Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie religiöser Toleranz zum Ausdruck kommen.

Anschließend diskutierten die Teilnehmer an 19 Thementischen unterschiedlichste Thematiken. „Was kann die Quartiersarbeit für die Integration tun?“, „Wie kann die Integration von (geflüchteten) Frauen gelingen?“ und „Sport und Integration - Wie funktioniert das?“ sind nur einige Beispiele. Zum Thema „Vom Flüchtlingscafé zum Dorftreff: Wie können Synergien zwischen neuen und alten Strukturen gelingen?“ referierte Stephanie Krause, Leiterin der Hagener Freiwilligenzentrale sowie Sprecherin aller Freiwilligen Agenturen in NRW. Sie gab den Teilnehmern viele Denkanstöße und Impulse mit auf den Weg. Ein Austausch zu Ideen und Perspektiven für die Integrationsarbeit im Stadt-und Kreisgebiet fand mithilfe der Workshop-Methode des sogenannten World-Cafés statt, ehe der Abend nach einem erfolgreichen Austausch zu Ende ging.   IP




Sprechzeiten:  nach Vereinbarung  
Standort: Klingenderstraße 13,  33100 Paderborn  
Kontakt: Brigitte Kaese
Tel. 05251 5002-98
 

Sich die Hände reichenIA rgb
Die Integrationsagentur auf dem Kaukenberg setzt sich für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ein. Sie hilft dort, wo es im Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft zu Problemen kommt. Sie fördert das bürgerschaftliche Engagement von und für Migrantinnen und Migranten und initiiert neue Projekte.

Aktiv werden
Zum Beispiel im Rahmen ihrer Mitarbeit am “Runden Tisch“, der sich vor allem für die Belange von Jugendlichen in den Stadtteilen Kaukenberg, Auf der Lieth und Goldgrund einsetzt. Die Integrationsagentur berät unterschiedliche Dienste und arbeitet unter anderem mit der Polizei oder der Feuerwehr in Projekten zusammen. Sie möchte eine Brücke bilden zwischen den Menschen vor Ort und den unterschiedlichen Institutionen. Sie kommt aber auch in Einrichtungen und bietet Fortbildungen zur Sensibilisierung von Mitarbeitenden an.

Ziele der Integrationsagentur:
- Ausbau und Weiterqualifizierung von bürgerschaftlichem Engagement von und für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte
- Interkulturelle Öffnung und Sensibilisierung von Diensten und Einrichtungen
- Projektarbeit in den Paderborner Stadtteilen Kaukenberg, Auf der Lieth und Goldgrund sowie in Büren
- Sensibilisierung für Diskriminierung und Entwicklung von Möglichkeiten, aus Diskriminierungsfallen herauszukommen






Logo Neue Nachbarn klPaderborn. 27 Jahre lang hat Gerlinde Otte als Leiterin des Paderborner Bonifatius-Zentrums Integration aus nächster Nähe erlebt. Jetzt geht sie in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin ist Andrea Krampe. 1988 wollte Gerlinde Otte nach der Elternpause zurück in den Schuldienst. Als sie sich in der Bonifatius-Hauptschule vorstellte, fragte der Schulleiter, ob sie etwas gegen Ausländer habe? Gerlinde Otte verneinte: „Warum auch, ich kannte ja keinen Ausländer.“ Sie wurde eingestellt, allerdings nicht für eine Lehrerstelle in der Hauptschule in der Stadtheide, sondern für die damalige Bonifatius-Dependance am Löffelmannweg. Dort befanden sich die Klassen für junge Spätaussiedler und Ausländer.

27 Jahre lang hat Gerlinde Otte Menschen unterrichtet, die sich vor immer wieder neuen „Kriegswellen“ und „Nicht-Demokratie-Wellen“ nach Deutschland gerettet haben. Aus 42 Nationen setzt sich die aktuelle, etwa 270 Köpfe zählende Schülerschaft des Bonifatius-Zentrums für Spracherwerb und Integration zusammen. Sie alle haben einen „größten gemeinsamen Nenner“, sagt die Mathe-Lehrerin: „Sie wollen etwas lernen.“ Sie ist sich sicher, dass kaum eine andere Schule so viel motivierte Schüler hat. „Bildung ist ein Menschenrecht“, betont Gerlinde Otte. „Es darf nicht sein, dass man jungen Flüchtlingen keine Möglichkeiten auf Bildung und Ausbildung bietet“, sagt sie mit Nachdruck: „Das regt mich wirklich auf.“ Dabei weiß sie, dass Bildung, vor allem Spracherwerb für Flüchtlinge, auch eine politische Frage ist. „Es ist nicht gewollt, dass sich die Menschen bei uns wohlfühlen und bleiben wollen“, sagt Gerlinde Otte über das deutsche Asylrecht – auch wenn sie zugibt, dass sich das in der jüngsten Vergangenheit etwas verändert hat.

1988 konnte Gerlinde Otte nicht ahnen, welche Aufgaben auf sie zukommen würden. „Ich konnte die Schüler kaum auseinanderhalten. Die sahen für mich alle gleich aus“, erinnert sie sich an ihre ersten Wochen im Bonifatius-Zentrum. Gerlinde Otte arbeitete sich schnell ein. Ab 2002 gehörte sie zum Schulleitungsteam, 2005 wurde sie Leiterin des Bonifatius-Zentrums. Seitdem ist die Schule weiter gewachsen und 1996 vom Löffelmannweg in die aufgegebene Bonifatius-Hauptschule gezogen. An dem Standort am Bonifatiusweg sind moderne Schulgebäude entstanden. Mittlerweile wird in 16 Klassen unterrichtet, davon sind neun Klassen reine Auffangklassen für den allerersten Spracherwerb. Die Schüler sind zwischen zehn und sechzehn Jahre alt, manchmal auch älter. Gerlinde Otte ist überzeugt, dass sie es schaffen können. „Wer drei bis vier Jahre bei uns war, kann einen Beruf erlernen“, sagt sie, „je jünger die Kinder sind, desto eher verlassen sie uns in eine Regelschule.“

Als Kind hat Gerlinde Otte erlebt, was es heißt, fremd zu sein. Das Mädchen aus Störmede ging im weit entfernten Siegen aufs Lyzeum. Das Antonianum im nahen Geseke durften damals nur Jungen besuchen. Gerlinde Otte hielt durch und ist vielleicht auch wegen dieser Erfahrung eine so engagierte und sensible Lehrerin geworden. Die Frage „Warum bist du gekommen?“ stellt sie ihren Schülern nie. „Ich will das nicht wissen“, sagt Gerlinde Otte, „weil meine Schüler auch so für mich willkommen sind.“

Das Bonifatius-Zentrum für Spracherwerb und Integration ist eine Abteilung der Hauptschule Mastbruch und fördert seit 55 Jahren die Integration von jungen Ausländern. Der Unterricht ist auf die Bedürfnisse von Sprachanfängern abgestellt. Die Schüler können am Bonifatius-Zentrum den Hauptschulabschluss oder die Fachoberschulreife erwerben. 50 Schüler wechseln dieses Jahr auf ein Berufskolleg. Die Schule ist eine einmalige Institution in Westfalen. Besucht wird sie nicht nur von Paderborner Jugendlichen, sondern auch von Schülern aus dem Kreis. Die Gemeinden übernehmen anders als früher in der Regel die Fahrtkosten. Zudem gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Paderborner Jugendwohnheim am Seskerbruch, in dem unbegleitete Jugendliche untergebracht sind.

2016 07 02 Gerlinde Otte 2 Neue Nachbarn kl Gerlinde Otte im Klassenzimmer.
Etwas regt sie wirklich auf: „Wenn man jungen Flüchtlingen keine Möglichkeiten auf Bildung und Ausbildung bietet.“
Foto: Flüter
2015 07 02 Gerlinde Otte Neue Nachbarn 3 kl Gerlinde Otte im Kreis ihrer Schüler aus der Auffangklasse Jahre 8 – 10, in der sie Co-Lehrerin ist.
Foto: Flüter




 

 




 

 

Sprechzeiten:  nach Vereinbarung  
Standort: Klingenderstraße 13
33100 Paderborn
Kontakt: Brigitte Kaese
Tel. 05251 5002-98 oder
kaese(at)diakonie-pbhx.de

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Die Integrationsagentur auf dem Kaukenberg setzt sich für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ein. Sie hilft dort, wo es im Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft zu Problemen kommt. Sie fördert das bürgerschaftliche Engagement von und für Migrantinnen und Migranten und initiiert neue Projekte.

Aktiv werden
Zum Beispiel im Rahmen ihrer Mitarbeit am “Runden Tisch“, der sich vor allem für die Belange von Jugendlichen in den Stadtteilen Kaukenberg, Auf der Lieth und Goldgrund einsetzt. Die Integrationsagentur berät unterschiedliche Dienste und arbeitet unter anderem mit der Polizei oder der Feuerwehr in Projekten zusammen. Sie möchte eine Brücke bilden zwischen den Menschen vor Ort und den unterschiedlichen Institutionen. Sie kommt aber auch in Einrichtungen und bietet Fortbildungen zur Sensibilisierung von Mitarbeitenden an.

Ziele der Integrationsagentur:

  • Ausbau und Weiterqualifizierung von bürgerschaftlichem Engagement von
    und für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte
  • Interkulturelle Öffnung und Sensibilisierung von Diensten und Einrichtungen
  • Projektarbeit in den Paderborner Stadtteilen Kaukenberg, Auf der Lieth und Goldgrund sowie in Büren
  • Sensibilisierung für Diskriminierung und Entwicklung von Möglichkeiten, aus Diskriminierungsfallen herauszukommen




Sprechzeiten und Standorte: Dienstag 10-12 Uhr
Anlaufstelle "Unter dem Regenbogen"
Kaukenberg 23
33100 Paderborn
Montag 10-12 Uhr
Ev. Gemeindezentrum "Auf der Lieth"
Willebadessener Weg 3

 PB-Seifried-720-1
Kontakt: Swetlana Seifried
Tel. 05251 61097 oder
lieth(at)diakonie-pbhx.de

Nachholende Integration
Die Migrantenberatung unterstützt erwachsene Menschen, die bereits länger als drei Jahre in ihrer neuen Heimat  leben und einen Bedarf an nachholender Integration oder migrationsspezifische Fragestellungen haben.
Ziel der Beratung ist es, den Integrationsprozess bei Menschen mit Migrationshintergrund als Hilfe zur Selbsthilfe zu steuern und zu begleiten. Wir möchten sie zu selbständigem Handeln in allen Angelegenheiten des täglichen Lebens befähigen. Dazu bieten wir eine individuelle und bedarfsorientierte Begleitung im Integrationsprozess an.

Die Hilfe im Einzelnen:

  • Stärkung und Unterstützung des individuellen Integrationsprozesses
  • Förderung und Stärkung vorhandener Kompetenzen und Ressourcen
  • Integration in wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Belangen 
(Existenzsicherung, Behördenkontakte, Formularhilfen etc.)
  • Unterstützung bei der Bewältigung von schwierigen Lebenslagen
  • Unterstützung bei finanziellen Notlagen
  • Vermittlung an weitere Fachdienste
Sprechzeiten
und Standorte:
Kindergruppe "MoMis" Auf der Lieth
Montag 16-18 Uhr
Ev. Gemeindezentrum "Auf der Lieth"
Willebadessener Weg 3
33100 Paderborn
Kindergruppe "MoMis" Am Kaukenberg
Mittwoch 16-18 Uhr
Gemeindetreff "Unter dem Regenbogen" Kaukenberg 23

 PB-Seifried-720-1
Kontakt: Swetlana Seifried
Tel. 05251 61097 oder
lieth(at)diakonie-pbhx.de

 

Miteinander Spaß haben - Unsere Gruppenangebote
Komm zu uns, wenn Du Spaß, hast Deine Freizeit mit anderen Kindern zu verbringen. Bist Du im Alter zwischen 6 und 13 Jahren? Dann bist Du genau richtig bei uns!
Wir bieten Dir ein abwechslungsreiches Programm: Spielen und Basteln, gemeinsam Kochen, sportliche Aktivitäten, kleine Ausflüge und wechselnde Projekte.

Hausaufgaben? - Klar, die schaffen wir!
Von Montag bis Donnerstag bieten wir in der Offenen Ganztagsschule Kaukenberg (OGS) die Hausaufgabenbetreuung an.

Ferien und Langeweile?
Dann schau doch mal bei uns vorbei, wir bieten in den Oster-, Sommer- und Herbstferien ein spezielles Programm an.

 

Standort: Klingenderstraße 13
33100 Paderborn
 
Sprechzeiten: nach Vereinbarung  

Kontakt:

Brigitte Kaese
Tel. 05251 5002-98
oder kaese(at)diakonie-pbhx.de

 

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Die Integrationsagentur auf dem Kaukenberg setzt sich für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ein. Sie hilft dort, wo es im Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft zu Problemen kommt. Sie fördert das bürgerschaftliche Engagement von und für Migrantinnen und Migranten und initiiert neue Projekte.

Aktiv werden
Zum Beispiel im Rahmen ihrer Mitarbeit am “Runden Tisch“, der sich vor allem für die Belange von Jugendlichen in den Stadtteilen Kaukenberg, Auf der Lieth und Goldgrund einsetzt. Die Integrationsagentur berät unterschiedliche Dienste und arbeitet unter anderem mit der Polizei oder der Feuerwehr in Projekten zusammen. Sie möchte eine Brücke bilden zwischen den Menschen vor Ort und den unterschiedlichen Institutionen. Sie kommt aber auch in Einrichtungen und bietet Fortbildungen zur Sensibilisierung von Mitarbeitenden an.

Ziele der Integrationsagentur:

  • Ausbau und Weiterqualifizierung von bürgerschaftlichem Engagement von und für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte
  • Interkulturelle Öffnung und Sensibilisierung von Diensten und Einrichtungen
  • Projektarbeit in den Paderborner Stadtteilen Kaukenberg, Auf der Lieth und Goldgrund sowie in Büren
  • Sensibilisierung für Diskriminierung und Entwicklung von Möglichkeiten, aus Diskriminierungsfallen herauszukommen

Hilfe Für Flüchtlinge

Termine

26. Juni 2018, 14.30-16 Uhr: Gesprächskreis für Eltern über Trotz, in Paderborn, Turnhalle des Ev. Familienzentrums Johannes, Dietrich-Bonhoeffer-Straße 7.


24. September 2018, 15-16 Uhr: Sprechstunde "Beratung zum Thema Migration" mit Andzelika Kassan/Daniela Dahlmann von der Flüchtlingsberatung der Diakonie im Familienzentrum Arche, Ahornweg 14, Warburg.


29. Oktober 2018, 15-16 Uhr: Sprechstunde "Beratung für Väter" mit Dipl. Sozialpädagogin Cordula Peters von der Diakonie im Familienzentrum Arche, Ahornweg 14, Warburg.


Meldungen

  • „Hoffnung geben“

    Sommersammlung der Diakonie vom 2. bis 23. Juni 2018

     

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